Ausreden sterben hier und heute leise.
Inhaltsverzeichnis
- Der Augenblick, in dem alles kippt
- Die fünf tödlichen Ausreden – entlarvt
- Was wirklich passiert, wenn du sie fallen lässt
- Die Geschichte von Johanna und Benno
- Dein Werkzeugkasten für den ersten Schritt
- Die Tabelle der Wahrheit
- Jetzt bist du dran
Der Morgen in Lindau am Bodensee roch nach frischem Kaffee und nassem Holz. Ein leiser Wind trug das ferne Läuten der Kirchturmglocke über das Wasser. Johanna stand am Fenster ihrer kleinen Buchhaltungskanzlei, die Tasse Caffè Crema dampfte in ihrer Hand. Sie war 34, trug ein taubenblaues Leinenkleid und hatte gerade wieder einmal die Nacht damit verbracht, Gründe zu sammeln, warum heute nicht der Tag sei. Nicht der Tag für den Online-Kurs. Nicht der Tag für das Buch. Nicht der Tag für das Leben, das sie sich einst versprochen hatte.
Draußen ging Benno vorbei, Zimmermann mit schwieligen Händen und einem Gesicht, das aussah, als hätte es schon zu viele Winter gesehen. Er trug eine rostrote Arbeitshose und einen Werkzeuggürtel, der leise klirrte. Er nickte ihr kurz zu, wie immer. Zwei Menschen, zwei Welten, ein gemeinsames Schweigen.
Johanna schloss die Augen. In ihrem Kopf spielte sich das alte Lied ab – dasselbe, das Millionen summen, bevor sie wieder auf „später“ drücken.
Die fünf tödlichen Ausreden – entlarvt
Die erste hieß „Ich habe keine Zeit“. Sie sprach sie aus, während sie Überstunden machte, die niemand verlangt hatte. Während sie Serien schaute, die sie nach fünf Minuten schon wieder vergaß. Während das Leben vorbeizog wie ein Zug, den sie nie bestieg.
Die zweite nannte sich „Ich bin nicht gut genug“. Sie flüsterte es jedes Mal, wenn sie den Kurswagen öffnete und sofort wieder schloss. Als wäre Talent etwas, das man im Mutterleib mitbekommt und nicht etwas, das man sich erarbeitet – mit Blut, Schweiß und tausend unsichtbaren Stunden.
Die dritte war die gemeinste: „Andere haben es leichter“. Sie schaute auf die glänzenden Profile, auf die perfekten Morgenroutinen, auf Menschen, die scheinbar ohne Kampf bekamen, wofür sie sich die Seele aus dem Leib riss.
Die vierte lautete „Jetzt ist nicht der richtige Moment“. Als gäbe es jemals einen Moment, der mit goldenem Band versiegelt daliegt und ruft: Jetzt, Johanna, jetzt!
Die fünfte schließlich war die leise, die gefährlichste: „Vielleicht bin ich einfach nicht dafür gemacht“. Das war der Satz, der sich nachts in ihre Kissen fraß.
Was wirklich passiert, wenn du sie fallen lässt
Der Wind dreht sich. Nicht mit Getöse. Nicht mit Pauken und Trompeten. Er dreht sich leise, fast unhörbar. Wie das erste Knacken im Eis, bevor der See aufbricht.
Johanna erinnerte sich an den Abend, als sie Benno im kleinen Café am Hafen traf. Er trank einen doppelten Espresso, schwarz wie die Nacht. Sie sprach ihn an – warum eigentlich? Vielleicht weil seine Hände so ruhig auf dem Tisch lagen, als hätten sie nie an etwas gezweifelt.
„Ich baue gerade ein Haus“, sagte er. „Allein. Mit diesen Händen. Vor drei Jahren hätte ich gesagt, das kann ich nicht. Ich hatte Schulden, eine Trennung, einen Rücken, der streikte. Aber eines Tages habe ich aufgehört, Gründe zu sammeln, warum nicht. Ich habe einfach angefangen.“
Sie schaute auf seine Hände. Schwielig, ehrlich, lebendig.
An diesem Abend kaufte Johanna den Kurs. Nicht weil plötzlich Zeit vom Himmel fiel. Nicht weil sie sich plötzlich für genial hielt. Sondern weil sie begriff: Ausreden sind nur Geschichten, die wir uns selbst erzählen, damit wir nachts ruhig schlafen können – auf Kosten unserer Träume.
Die Geschichte von Johanna und Benno
Sechs Monate später stand sie wieder am selben Fenster. Dieselbe Tasse. Derselbe See. Aber alles war anders.
Johanna hatte den Kurs durchgezogen. Jeden Morgen um fünf, bevor die Welt erwachte. Sie hatte gelernt, Videos zu schneiden, Texte zu schreiben, die unter die Haut gehen, und sich eine Community aufgebaut, die heute schon 8.000 Menschen zählt. Sie verdient jetzt mehr als je zuvor in der Buchhaltung – und arbeitet weniger Stunden. Sie trägt ein Kleid in tiefem Waldgrün und lächelt, wenn sie an die alte Johanna denkt, die sich klein machte.
Benno hat sein Haus fertig. Ein Holzhaus mit bodentiefen Fenstern und einem Dach, das aussieht, als würde es den Himmel umarmen. Er nahm einen Kredit, ja. Er arbeitete an Wochenenden, ja. Er fiel oft hin. Aber er stand jedes Mal wieder auf.
Zwei Menschen. Ein See. Ein Kaffee. Ein Entschluss.
Dein Werkzeugkasten für den ersten Schritt
Du brauchst keine perfekten Bedingungen. Du brauchst nur den ersten hässlichen, winzigen Schritt.
- Nimm ein Blatt Papier. Schreib deine größte Ausrede darauf.
- Verbrenne es. Oder wirf es in den See. Oder zerreiß es in tausend Stücke.
- Öffne den Kurs. Schau dir das erste Video an. Nur das erste.
- Mach die erste Übung. Egal wie schlecht.
- Schreib mir morgen, wie es sich anfühlt.
Die Tabelle der Wahrheit
| Ausrede | Realität | Erster Schritt heute |
|---|---|---|
| Keine Zeit | Zeit entsteht durch Prioritäten | 15 Minuten blocken – jetzt |
| Nicht gut genug | Können ist eine Folge von Tun | Erste hässliche Version machen |
| Andere haben es leichter | Jeder Kampf ist unsichtbar | Einen Menschen fragen, wie es wirklich war |
| Falscher Moment | Der Moment ist immer jetzt | Timer auf 5 Minuten stellen |
| Nicht dafür gemacht | Das entscheidest du durch Handeln | Eine winzige Version starten |
Jetzt bist du dran
Der See glitzert. Der Kaffee dampft. Dein Leben wartet nicht.
Johanna hat es getan. Benno hat es getan. Tausende vor dir haben es getan.
Die Frage ist nicht, ob du es kannst. Die Frage ist, ob du es heute wagst, die Ausrede sterben zu lassen – leise, endgültig, für immer.
Denn dieser Text hat deine Ausreden nicht überlebt.
Und du – du fängst jetzt an.
Tipp des Tages Nimm dein Handy. Öffne den Kalender. Trage heute um 19 Uhr den Termin „Mein erstes Modul“ ein. Und geh hin. Egal wie laut die alten Stimmen schreien.
Wenn dir der Beitrag unter die Haut gegangen ist – schreib mir deine größte Ausrede in die Kommentare. Ich lese jede einzelne. Und dann starten wir gemeinsam.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
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