Aus Mut wird Erfolg – die fünf Schritte

Aus Mut wird Erfolg – die fünf Schritte
Lesedauer 4 Minuten

Aus Mut wird Erfolg – die fünf Schritte

Inhaltsverzeichnis

  1. Die norddeutsche Hafenstadt am frühen Morgen

  2. Gerüche, Gassen und Atmosphäre

  3. Der wackelige Tisch am Kai

  4. Kaffee, Rösterei und alte Routinen

  5. Ankunft ohne Urlaub – innere Unruhe

  6. Der Moment der Entscheidung: Ein Weg geht zu Ende

Der Mann zwei Tische weiter – graue Kapuzenjacke, Bartstoppeln, die Hände eines ehemaligen Werftarbeiters – blättert in einem zerfledderten Notizbuch. Er notiert Zahlen, streicht sie durch, beginnt neu. Seine Schultern sind hochgezogen, als müsste er sich gegen einen unsichtbaren Sturm stemmen. Du kennst dieses Gefühl. Jeder kennt es, der einmal beschlossen hat, nicht mehr nur zu funktionieren.

Der erste Schritt – Die Entscheidung, die niemand sieht

Mut beginnt nicht mit dem Sprung. Mut beginnt in dem Moment, in dem du erkennst, dass du bereits gesprungen bist – nur rückwärts, jahrelang, ohne es zu merken. Die Entscheidung ist kein lauter Knall. Sie ist ein leises, endgültiges Klicken, wie wenn eine alte Tür ins Schloss fällt und du den Schlüssel danach nicht mehr findest.

Nimm Hanna, 38, aus einer Kleinstadt bei Oldenburg. Früher arbeitete sie als Bilanzbuchhalterin in einer mittelständischen Molkerei. Jeden Morgen um 7:12 betrat sie das Gebäude aus grauem Klinker, hängte den dunkelgrauen Wollmantel an denselben Haken, grüßte mit demselben halben Lächeln. Eines Morgens – es war ein Dienstag im März, der Himmel die Farbe von nassem Schiefer – blieb sie vor der Glastür stehen. Sie schaute hinein, sah die Neonröhren, die Kollegin am Empfang, die bereits telefonierte, und spürte plötzlich etwas sehr Seltsames: nichts. Keine Angst, keinen Zorn, nur eine große, klare Leere. In diesem Moment traf sie die Entscheidung. Nicht laut. Nicht dramatisch. Sie drehte sich einfach um und ging zurück zum Auto. Den Mantel behielt sie an. Den Schlüssel warf sie später in den Briefkasten der Personalabteilung.

Hanna hat später erzählt, dass sie in den ersten Wochen mehr Angst hatte als je zuvor in ihrem Leben. Doch die Angst fühlte sich anders an – wie ein wildes Tier, das man endlich aus dem Käfig gelassen hat. Es war keine Lähmung mehr. Es war Lebendigkeit.

Der zweite Schritt – Das Gespräch mit der Scham

Die meisten Menschen scheitern nicht am Mut selbst. Sie scheitern an der Scham, die danach kommt. Scham ist ein leises, höfliches Monster. Es flüstert: „Was werden die anderen denken? Wer bist du denn, dass du glaubst, du darfst mehr wollen?“

In einer kleinen Wohnung in Graz saß einmal ein Mann namens Lukas, 41, ehemaliger Key-Account-Manager einer Versicherung. Nach seiner Kündigung verbrachte er drei Monate damit, Bewerbungsunterlagen zu schreiben, die niemand las. Eines Abends – draußen fiel der erste Schnee seit November – öffnete er eine Flasche Rotwein, den er eigentlich für einen besonderen Anlass aufgehoben hatte, und schrieb einen einzigen Satz auf einen Zettel:

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„Ich schäme mich dafür, dass ich es ernst meine.“

Er klebte den Zettel an den Kühlsühlschrank. Jeden Morgen, wenn er Kaffee machte (immer ein starker Espresso ohne Zucker), las er den Satz. Nach vier Wochen nahm er den Zettel ab. Nicht weil die Scham verschwunden war. Sondern weil sie aufgehört hatte, ihn zu kontrollieren.

Scham verschwindet nicht. Sie verliert nur ihre Macht, sobald du sie laut beim Namen nennst.

Der dritte Schritt – Die ersten hässlichen Schritte

Hier beginnt der Teil, den niemand auf Instagram postet. Die Phase der hässlichen Schritte. Du stolperst, fällst auf die Nase, stehst wieder auf, humpelst weiter. Und genau hier entscheidet sich alles.

Eine Frau aus Basel, Mitte dreißig, ehemalige Logistikkoordinatorin in einem Pharmaunternehmen, begann nach ihrer Kündigung als freie Grafikdesignerin. Die ersten sechs Monate verdiente sie so wenig, dass sie nachts in der Küche ihrer WG saß und die Heizung ausschaltete, um Strom zu sparen. Sie erzählt heute lachend, dass sie in dieser Zeit gelernt hat, wie viele verschiedene Arten von Hunger es gibt: den physischen, den finanziellen, den nach Anerkennung. Doch der entscheidende Moment war ein anderer. Eines Morgens um halb sechs, als der Rhein noch dunkel und still dalag, setzte sie sich an ihren kleinen Schreibtisch und sagte laut: „Heute mache ich weiter, obwohl es scheiße ist.“ Und dann tat sie es. Tag für Tag.

Die hässlichen Schritte sind die einzigen, die wirklich zählen.

Der vierte Schritt – Die Kunst, Hilfe anzunehmen

Niemand schafft es allein. Doch viele versuchen es trotzdem – aus Stolz, aus Angst vor Schwäche, aus Gewohnheit. Der vierte Schritt ist daher paradox: Mut zeigt sich darin, dass du zugibst, dass du nicht alles weißt.

In einer kleinen Stadt in Vorarlberg traf ich einmal einen ehemaligen Polizisten, der nach 22 Dienstjahren ausgestiegen war. Er wollte jetzt als systemischer Coach arbeiten. Die ersten Monate waren ein Desaster. Niemand buchte ihn. Dann tat er etwas, das ihn fast körperlich schmerzte: Er schrieb drei Menschen an, die er bewunderte, und fragte, ob sie bereit wären, ihm einmal im Monat 45 Minuten zu schenken. Zwei sagten ab. Eine sagte ja. Diese eine Frau – eine erfahrene Therapeutin aus Feldkirch – wurde zu seiner wichtigsten Mentorin. Heute sagt er: „Ich dachte immer, Hilfe anzunehmen bedeutet Schwäche. In Wirklichkeit war es der mutigste Schritt meines Lebens.“

Der fünfte Schritt – Das Weiterschreiben der Geschichte

Der letzte Schritt hat nichts mit Ankunft zu tun. Es gibt keine Ankunft. Es gibt nur das Weiterschreiben. Jeden Tag neu. Auch wenn es regnet. Auch wenn niemand klatscht. Auch wenn du zweifelst.

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Eine junge Frau aus Luzern, ehemalige Event-Managerin, die jetzt als freie Journalistin arbeitet, hat einen Satz, den sie sich jeden Abend vorsagt, bevor sie das Licht ausmacht:

„Ich habe heute wieder eine Zeile geschrieben. Das reicht.“

Und es reicht wirklich.

Mut ist keine Explosion. Mut ist ein leises, hartnäckiges Weitermachen. Fünf Schritte. Keiner davon glamourös. Alle davon wahr.

Wenn du heute Abend die Augen schließt, frage dich: Welchen dieser fünf Schritte habe ich bereits gemacht – und welchen vermeide ich noch mit aller Kraft?

Hat dir der Text etwas bewegt? Schreib mir gern in den Kommentaren, an welchem Punkt du gerade stehst – und wie es sich anfühlt. Teile den Beitrag mit jemandem, der genau jetzt einen kleinen, mutigen Schritt braucht.

Über mich – Andreas Schulze

Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.

Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.

Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.

Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.

Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg

Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook

Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Blog Bilder für schöne Bider (4572)

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.

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Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.

Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.

Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?

Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.

Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.

Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.

Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.

erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.

Nicht mit Druck.
Nicht mit leeren Parolen.
Sondern mit Klarheit.

Impulse, die dir zeigen:

– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
– warum Erfolg ohne Sinn dich trotzdem müde macht
– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird

Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.

Viele Leser sagen danach:

„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“

Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:

Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.

Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.

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Nicht aus Angst.
Sondern aus Respekt vor deiner Zeit.

Du kannst deine Stunden nicht vermehren.
Aber du kannst entscheiden,
dass sie Bedeutung haben.
Jede einzelne.

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