Warum erscheinen Wünsche unerreichbar? 

Warum erscheinen Wünsche unerreichbar? 
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Warum erscheinen Wünsche unerreichbar?

Du spürst es in der Brust, dieses dumpfe Ziehen, wenn der Wunsch wieder einmal wie Nebel über dem Horizont hängt – nah genug, um ihn zu riechen, fern genug, um die Finger danach auszustrecken und ins Leere zu greifen. Der Traum vom anderen Leben, vom großen Sprung, von der Liebe, die bleibt, vom Körper, der gehorcht, vom Werk, das die Welt verändert. Und doch bleibt alles beim Alten. Die Tage rollen weiter wie Steine einen Berg hinab, und du fragst dich: Warum nur fühlt sich jeder echte Wunsch an wie ein verbotener Gast, den das Leben höflich, aber bestimmt vor der Tür stehen lässt?

Du bist nicht allein. In den stillen Stunden, wenn der Lärm der Welt verstummt, hören Millionen dieselbe Frage. Die Antwort liegt nicht in mangelndem Willen oder in fauler Bequemlichkeit. Sie liegt tiefer, in den unsichtbaren Fäden, die dein Inneres weben – in Glaubenssätzen, die du als Kind aufgesogen hast wie Muttermilch, in Ängsten, die sich als Schutz getarnt haben, in einem Selbst, das sich selbst am meisten fürchtet.

Nimm Johanna Berger, eine 38-jährige Logopädin aus Salzburg. Sie sitzt in ihrer kleinen Praxis mit Blick auf die Festung, nippt an einem Melange – diesem weichen, milchigen Wiener Kaffee, der nach Zuhause schmeckt – und erzählt dir leise, wie sie seit Jahren davon träumt, ein eigenes Therapiezentrum für Kinder mit Sprachstörungen zu eröffnen. Der Plan liegt in der Schublade, detailliert, mit Finanzierungsskizzen und Raumplänen. Doch jedes Mal, wenn sie den ersten Schritt tun will, kommt etwas dazwischen: ein neuer Patient, der dringend Hilfe braucht, die Angst, dass die Bank Nein sagt, das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Der Wunsch verblasst nicht – er wird nur unerreichbarer, je näher sie ihm kommt.

Oder denk an Mateo Rossi, einen 42-jährigen Kranführer aus Triest, der vor Jahren aus der Lombardei nach Friaul-Julisch Venetien gezogen ist, weil er dort das Meer riechen wollte. Er träumt davon, eines Tages ein kleines Boot zu besitzen und Fischer zu werden – weg vom Stahl, hin zur salzigen Freiheit. Aber jedes Mal, wenn er spart, kommt eine Reparatur am Haus, eine Rechnung, ein Kind, das neue Schuhe braucht. Der Traum schrumpft, wird zum Flüstern: „Vielleicht nächstes Jahr.“

Inhaltsverzeichnis

  • Die unsichtbare Mauer: Warum dein Verstand Wünsche blockiert
  • Die Kindheit als unsichtbarer Architekt
  • Selbstsabotage – der Feind im eigenen Herzen
  • Der Konflikt der Teile: Wenn ein Teil Ja sagt und der andere Nein
  • Der Preis des Erfolgs: Was du wirklich verlieren könntest
  • Der aktuelle Trend: Innere-Teile-Arbeit aus den USA, die jetzt nach Europa rollt
  • Tabelle: Die häufigsten inneren Konflikte und ihre Masken
  • Wie du die Mauer durchbrichst – konkrete Schritte
  • Frage-Antwort-Tabelle: Deine häufigsten Zweifel sofort geklärt
  • Fazit: Der Wunsch ist nicht fern – er wartet in dir

Die unsichtbare Mauer: Warum dein Verstand Wünsche blockiert

Dein Verstand ist kein Feind. Er ist ein Wächter. Seit deiner Geburt hat er gelernt, was gefährlich ist. Und Wünsche – echte, tiefe Wünsche – sind gefährlich. Sie bedeuten Veränderung. Veränderung bedeutet Unsicherheit. Unsicherheit bedeutet Schmerz. Also baut er Mauern: aus Zweifeln („Du schaffst das sowieso nicht“), aus Ablenkungen („Später, wenn…“), aus plötzlichem Desinteresse („Ist das wirklich so wichtig?“).

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Diese Mauer besteht aus alten Überzeugungen. „Geld ist schmutzig.“ „Erfolg macht einsam.“ „Wenn ich zu viel will, verliere ich, was ich habe.“ Solche Sätze klingen harmlos, doch sie wirken wie Betäubungsmittel. Sie machen den Wunsch nicht kleiner – sie machen dich blind dafür, dass du bereits Schritte hättest tun können.

Die Kindheit als unsichtbarer Architekt

Schau zurück. Vielleicht hat deine Mutter immer gesagt: „Sei froh mit dem, was du hast.“ Vielleicht hat dein Vater gelitten und du hast gelernt: Große Träume enden in Enttäuschung. Diese Botschaften prägen dein Nervensystem. Sie werden zur unsichtbaren Handschrift, nach der du dein Leben lebst.

Selbstsabotage – der Feind im eigenen Herzen

Selbstsabotage fühlt sich nicht wie Sabotage an. Sie fühlt sich wie Vernunft an. Du verschiebst den Start. Du perfektionierst den Plan, bis er nie beginnt. Du wählst Beziehungen, die dich klein halten. Warum? Weil ein Teil von dir tief drinnen glaubt: Wenn ich es nicht versuche, kann ich nicht scheitern. Scheitern würde den alten Schmerz wiederbeleben – den Schmerz, als Kind nicht genug gewesen zu sein.

Der Konflikt der Teile: Wenn ein Teil Ja sagt und der andere Nein

In dir leben mehrere Stimmen. Eine will wachsen, springen, leuchten. Eine andere will Sicherheit, Kontrolle, das Bekannte. Solange diese Teile im Krieg liegen, bleibt der Wunsch unerreichbar. Der eine Teil malt Visionen, der andere löscht sie mit „Aber…“.

Der Preis des Erfolgs: Was du wirklich verlieren könntest

Manchmal ist der wahre Grund nicht Angst vor dem Scheitern – sondern Angst vor dem Gelingen. Was, wenn du erfolgreich wirst und die Freunde verlierst? Was, wenn du frei wirst und die Familie enttäuschst? Was, wenn du strahlst und die anderen sich klein fühlen? Der Wunsch fühlt sich unerreichbar an, weil seine Erfüllung einen Teil deines bisherigen Identitätssystems bedroht.

Der aktuelle Trend: Innere-Teile-Arbeit aus den USA, die jetzt nach Europa rollt

In den USA boomt seit Jahren die „Internal Family Systems“-Methode (IFS) – eine sanfte, aber radikale Arbeit mit den inneren Anteilen. Sie kommt gerade stark nach Mitteleuropa, besonders in Coaching-Kreisen und Therapiepraxen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Menschen lernen, mit ihren inneren „Exilen“ (verletzten Kind-Teilen), „Managern“ (die kontrollieren) und „Feuermeldern“ (die ablenken) zu sprechen – statt gegen sie zu kämpfen. Das Ergebnis: Wünsche werden nicht mehr bekämpft, sondern verstanden. Und plötzlich fühlen sie sich erreichbar an.

Tabelle: Die häufigsten inneren Konflikte und ihre Masken

Innerer Konflikt Typische Maske / Verhalten Wie er den Wunsch blockiert Erster Schritt zur Auflösung
Angst vor Ablehnung Perfektionismus, ständiges Vergleichen Du startest nie, weil nichts „gut genug“ ist Frage den ängstlichen Teil: „Was schützt du?“
Glaubenssatz „Ich bin nicht genug“ Selbstsabotage durch Prokrastination Du gibst auf, bevor es wirklich schwer wird Schreibe auf: Wann hast du das zum ersten Mal geglaubt?
Angst vor Verlust von Sicherheit Bleiben im Bekannten, Ausreden sammeln Der Wunsch wird als „unrealistisch“ abgetan Visualisiere: Was gewinnst du wirklich durch Bleiben?
Innere Kritiker-Stimme Ständiges Herunterspielen eigener Ideen Jeder Impuls wird sofort zerpflückt Dialog: „Danke, dass du mich schützen willst – und jetzt lass mich.“
Loyalität zu alten Rollen Schuldgefühle bei Veränderung Du fühlst dich egoistisch, wenn du mehr willst Frage: Wem diene ich wirklich, wenn ich klein bleibe?

Wie du die Mauer durchbrichst – konkrete Schritte

  1. Benenne den Wunsch klar und ohne Urteil. Schreib ihn auf, als wäre er schon wahr.
  2. Setze dich hin, schließe die Augen, atme tief. Frage in dich hinein: „Welcher Teil in mir sagt Nein zu diesem Wunsch – und warum?“
  3. Höre zu – ohne zu bewerten. Oft weint ein alter Kind-Teil. Tröste ihn.
  4. Finde einen winzigen, lächerlich kleinen ersten Schritt – so klein, dass Widerstand unmöglich ist.
  5. Feiere jeden Mikro-Schritt. Dein Nervensystem lernt: Veränderung = Sicherheit.
  6. Wiederhole. Tag für Tag. Der Wunsch wird nicht plötzlich nah – er wird langsam real.
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Frage-Antwort-Tabelle: Deine häufigsten Zweifel sofort geklärt

Frage Antwort
Warum fühlt sich mein größter Wunsch immer so fern an? Weil ein Teil von dir ihn schützt – vor Enttäuschung, vor Verlust, vor dem Unbekannten.
Ist Selbstsabotage wirklich ein Feind? Nein. Sie ist ein alter Beschützer, der nur die Sprache von damals spricht.
Kann ich meine inneren Teile wirklich ändern? Ja. Indem du zuhörst, statt zu kämpfen. Viele berichten nach Monaten von plötzlicher Leichtigkeit.
Was, wenn ich scheitere? Scheitern ist nur eine Datenrückmeldung. Der wahre Schmerz kommt, wenn du nie versuchst.
Wie fange ich an, wenn alles überwältigend ist? Mit einem Atemzug. Dann mit einer winzigen Handlung. Der Rest folgt von allein.
Gibt es einen schnellen Weg? Nein. Aber einen sanften. Und der führt tiefer und hält länger.

Du stehst nicht vor einer Mauer. Du stehst vor einem Spiegel. Der Wunsch ist nicht unerreichbar – er ist unerlaubt. Erlaube ihn dir. Sprich mit den Teilen, die Angst haben. Und dann geh los – langsam, zitternd, aber gehend.

„Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“ – Eleanor Roosevelt

Hat dir dieser Blick in die verborgenen Kammern deines Inneren gefallen? Dann schreib mir in den Kommentaren: Welcher Teil in dir sagt gerade am lautesten „Nein“ zu deinem größten Wunsch – und was brauchst du, um ihn zu beruhigen? Teile deine Gedanken, deine Zweifel, deine kleinen Siege. Gemeinsam wird das Unsichtbare sichtbar.

Über mich – Andreas Schulze

Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.

Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.

Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.

Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.

Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg

Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook

Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Blog Bilder für schöne Bider (4572)

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.

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Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.

Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.

Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
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