Verlierst du bald deinen Job?Achtung!
Du spürst es schon seit Monaten: Die Meetings werden kürzer, die Blicke deiner Vorgesetzten leerer, die Projekte, die früher wichtig waren, plötzlich „nicht mehr priorisiert“. Die Kaffeetasse in deiner Hand wird kälter, während du auf dem Bildschirm die immer gleichen Zahlen anstarrst – und plötzlich fragst du dich, ob diese Zahlen dich noch brauchen.
In Flensburg sitzt gerade Jule Petersen, Zollbeamtin im mittleren Dienst, und starrt auf dieselbe E-Mail. Sie hat den Text dreimal gelesen. „Umstrukturierung der Dienststellen – Personalabbau nicht ausgeschlossen.“ Der Wind draußen riecht nach Salz und Diesel, die Möwen schreien, als wollten sie sie warnen. Jule denkt an ihre kleine Wohnung über dem Hafen, an den alten Holztisch, an dem sie jeden Abend Listen schreibt: Was sie noch lernen muss, welche Weiterbildung sie machen könnte, welche Stadt sie verlassen müsste.
Gleichzeitig in Salzburg, in einer kleinen Buchhaltungskanzlei mit Blick auf den Mönchsberg, öffnet Elias Hofer gerade dieselbe Art von Nachricht. Er ist Bilanzbuchhalter mit Schwerpunkt internationale Konzernabschlüsse. Die E-Mail ist höflich formuliert, fast zärtlich – und genau deshalb fühlt sie sich wie ein Messerstich an. Elias schiebt den Stuhl zurück, geht ans Fenster, sieht den Schnee auf den Dächern liegen wie eine Decke, die jemand vergessen hat wegzuziehen.
Du bist nicht allein.
Inhaltsverzeichnis
- Die unsichtbare Welle, die schon da ist
- Was Automatisierung wirklich mit deinem Beruf macht
- Die Berufe, die gerade am stärksten zittern
- Norddeutsche Realität: Kiel, Flensburg, Rostock, Lübeck, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden, Cuxhaven, Stade, Lüneburg
- Mitteldeutschland und Süden: Braunschweig, Göttingen, Kassel, Erfurt, Regensburg, Augsburg, Ulm, Freiburg, Heidelberg
- Österreich & Schweiz: Linz, Graz, Innsbruck, St. Gallen, Luzern, Winterthur
- Warum so viele jetzt nach Kanada, Australien, Neuseeland oder Skandinavien schauen
- Der aktuelle europäische Trend: „Micro-Credential Stacking“
- Was du heute noch tun kannst – konkrete Schritte
- Tabelle: Deine Fähigkeiten vs. die Maschine
- Frage-Antwort-Runde: Die häufigsten Ängste
- Ein Abschiedsbrief an den alten Job (den du nie abschicken wirst)
- Letzter Satz, der bleibt
Die unsichtbare Welle, die schon da ist
Es ist kein Tsunami. Es ist Ebbe, die langsam, aber unaufhaltsam das Wasser abzieht. Du merkst es erst, wenn der Meeresboden trocken liegt und du barfuß auf Schlick stehst.
Seit etwa 2022/23 hat sich die Geschwindigkeit verdoppelt. Logistik-Software ersetzt Disponenten in Speditionen (besonders in Norddeutschland zwischen Hamburg und Bremerhaven spürbar), Dokumenten-KI frisst Stellen in Kanzleien und Versicherungen, Bilderkennung und einfache Prüfalgorithmen reduzieren Bedarf in Qualitätskontrolle (Automobilzulieferer in Niedersachsen und Baden-Württemberg), Chat- und Voice-Bots übernehmen Erstkontakte in Call-Centern und Bürgerdiensten.
Gleichzeitig explodiert die Nachfrage nach Menschen, die diese Systeme bauen, füttern, prüfen, erklären, reparieren und ethisch begleiten können.
Du stehst also genau an der Bruchkante zwischen zwei Welten.
Was Automatisierung wirklich mit deinem Beruf macht
Die Maschine nimmt dir nicht „den Job“. Sie nimmt dir den langweiligen, repetitiven, fehleranfälligen Teil deines Jobs.
Und genau das ist die Falle: Viele Menschen identifizieren sich mit genau diesem Teil.
Jule in Flensburg prüfte jahrelang Zolldeklarationen Zeile für Zeile. Heute macht das eine Software in 4,8 Sekunden – mit einer Trefferquote von 99,3 %. Was bleibt für Jule? Die Ausnahmefälle, die Schmuggler, die Grauzonen, die Verhandlungen mit verärgerten Spediteuren, die Schulung der neuen Kollegen, die Schnittstelle zwischen Mensch und Algorithmus.
Elias in Salzburg erstellte Abschlüsse. Heute zieht die Software die Daten, prüft Plausibilitäten, markiert Abweichungen. Elias muss jetzt erklären, warum die Abweichung Sinn ergibt, muss mit Wirtschaftsprüfern streiten, muss Szenarien modellieren, die kein Algorithmus vorhersagen kann.
Die bittere Wahrheit: Wer nur den alten, mechanischen Teil seines Berufs liebt, verliert. Wer den menschlichen, urteilenden, kreativen, verbindenden Teil liebt – oder ihn neu entdeckt – gewinnt.
Die Berufe, die gerade am stärksten zittern (und warum)
- Einfache Buchhaltung / Debitoren-/Kreditorenbuchhaltung → fast vollständig automatisierbar
- Disponent/in Spedition & Lager → KI-Routenoptimierung + IoT
- Call-Center-Agent/in Level 1 → Voice-Bots + GPT-ähnliche Modelle
- Qualitätsprüfer/in in Serienfertigung → Bilderkennung + Sensorik
- Sekretariat / Assistenz mit viel Standardkorrespondenz → Textgenerierung
- Bank-Schalter / einfache Beratung → Selbstbedienungsterminals + Chat
- Einfache Übersetzungstätigkeiten → DeepL + angepasste Modelle
- Datenerfassung / Rechnungsprüfung → OCR + regelbasierte KI
Gleichzeitig boomen (und bleiben relativ sicher):
- KI-Trainer / Prompt Engineer / Datenkurator
- Change- & Transformationsberatung
- Ethik & Governance von KI-Systemen
- Cyber-Sicherheit mit Fokus auf KI-Angriffe
- Handwerk & Instandhaltung von Robotern
- Pflege, Therapie, Sozialarbeit (emotionaler Kern bleibt menschlich)
- Strategische Einkäufer mit Verhandlungsgeschick
- Projektleiter für KI-Implementierungen
Norddeutsche Realität – exemplarisch
In Kiel kämpft eine ehemalige Schiffsdisponentin jetzt als Schnittstellen-Expertin zwischen Reederei-Software und Kapitänen. In Rostock hat ein ehemaliger Lagerverwalter eine Umschulung zum Robotik-Techniker gemacht und verdient heute 28 % mehr. In Lübeck leitet eine frühere Zollsekretärin jetzt Schulungen für neue Zoll-KI-Tools. In Flensburg hat Jule sich für ein Fernstudium „Digitale Transformation im öffentlichen Dienst“ eingeschrieben.
Weiter südlich: In Braunschweig bildet sich ein ehemaliger Qualitätsprüfer bei VW-Zulieferern zum „Industrial AI Supervisor“ fort. In Regensburg hat eine Bilanzbuchhalterin eine eigene kleine Beratung für Mittelstandskanzleien gegründet – Schwerpunkt „KI-gestützte Abschlussanalyse + menschliche Plausibilisierung“.
Der aktuelle europäische Trend, der gerade aus Übersee nachkommt
Micro-Credential Stacking – winzige, zertifizierte Lerneinheiten (4–12 Wochen), die aufeinander aufbauen und am Ende ein vollwertiges Zertifikat oder sogar einen akademischen Abschluss ergeben.
Besonders stark in Kanada, Australien, Singapur und den Niederlanden seit 2023/24. In Deutschland und Österreich erst seit etwa Mitte letzten Jahres ernsthaft im Gespräch (Stichwort „Nationale Weiterbildungsstrategie“ und „BMBF-Förderlinie Micro-Credentials“). In der Schweiz laufen erste Pilotprojekte mit ETH & FH.
Vorteil: Du kannst parallel zum Job in 6–9 Monaten ein komplett neues Kompetenzprofil aufbauen, ohne ein ganzes Studium zu machen.
Was du heute noch tun kannst – 7 konkrete Schritte
- Mach den Job-Automatisierungs-Check (kostenlose Tools von Bertelsmann Stiftung oder OECD)
- Frag deinen Chef direkt: „Welche Aufgaben werden in den nächsten 24 Monaten voraussichtlich automatisiert?“
- Liste alle deine Tätigkeiten auf und markiere mit drei Farben: rot = automatisierbar, gelb = halb-halb, grün = bleibt menschlich
- Wähle eine grüne und eine gelbe Kompetenz aus und suche die beste Weiterbildung dafür (max. 6 Monate)
- Baue ein kleines Nebenprojekt auf, das genau diese Kompetenz sichtbar macht (Portfolio > Zeugnis)
- Sprich mit mindestens drei Personen, die den Sprung schon gemacht haben (LinkedIn, Xing, Branchengruppen)
- Reserviere 5–7 Stunden pro Woche – konsequent, heilig, nicht verhandelbar
Tabelle: Deine Fähigkeiten vs. die Maschine (2025/26 Realität)
| Aufgabe | Maschine (heute) | Maschine (in 36 Monaten) | Mensch bleibt überlegen durch … |
|---|---|---|---|
| Rechnungsprüfung | 97–99 % | 99,7 % | Ausnahmen, Verhandlung, Beziehungen |
| Routenplanung Logistik | 92 % | 98 % | Krisenentscheidung, Verhandlung mit Fahrern |
| Erstellung Standardtext | 85–95 % | 98 % | Empathie, Ironie, Kontextwissen |
| Bildprüfung Qualität | 94–98 % | 99,5 % | Kreative Fehlerursachenanalyse |
| Kundenerstkontakt | 70–90 % | 95 % | Deeskalation, echte Empathie |
| Strategische Entscheidung | 20–40 % | 55–70 % | Werte, Intuition, politisches Gespür |
Frage-Antwort-Runde – die häufigsten Ängste
1. Was mache ich, wenn ich wirklich gekündigt werde? Atme. Die meisten bekommen eine Abfindung + Outplacement. Nutze jede Woche der Freistellung für Lernen und Bewerbung. Die erste neue Stelle kommt oft schneller, als du denkst.
2. Bin ich mit 45+ zu alt für einen Neustart? Nein. Unternehmen suchen genau Menschen mit Praxiserfahrung, die KI-Tools sofort produktiv einsetzen können. Dein Alter ist ein Vorteil, kein Nachteil.
3. Soll ich jetzt kündigen und ins Ausland gehen? Nur, wenn du es wirklich willst – nicht aus Panik. Viele, die gehen, kommen nach 2–4 Jahren zurück, weil sie die deutsche Sozialversicherung, das Gesundheitssystem und die Nähe zur Familie unterschätzt haben.
4. Welche Weiterbildung lohnt sich wirklich? Alles, was dich zur Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine macht: Prompt-Engineering, KI-Ethik, Datenkompetenz, Change-Management, No-Code-Tools.
5. Was mache ich mit meiner Angst? Benenne sie jeden Morgen laut. Schreibe sie auf. Dann schreibe direkt daneben: „Und trotzdem mache ich heute einen kleinen Schritt.“ Die Angst verschwindet nicht – sie wird nur leiser.
6. Wird das jemals wieder sicher? Nein. Sicherheit im alten Sinne gibt es nicht mehr. Die neue Sicherheit heißt: Lernfähigkeit + Beziehungsnetz + sichtbare Ergebnisse.
Du sitzt in einer kleinen Wohnung in Winterthur, trinkst einen starken Schwarzen Kaffee ohne Zucker und schaust auf die Lichter des Bahnhofs. Neben dir liegt ein Notizbuch. Du hast gerade den Satz geschrieben:
„Ich bin nicht mein alter Job. Ich bin der Mensch, der den nächsten Job erschafft.“
Und genau in diesem Moment beginnt alles.
„Der Mut, den du jetzt brauchst, ist nicht der Mut, keine Angst zu haben. Es ist der Mut, Angst zu haben und trotzdem den nächsten kleinen Schritt zu machen.“ – Erika Mann (sinngemäß adaptiert an die Gegenwart)
Hat dir der Text unter die Haut gegangen oder dir einen ersten kleinen Schritt klarer gemacht? Dann schreib mir in die Kommentare, was gerade deine größte Sorge ist – oder welchen ersten Schritt du heute schon planst. Ich lese jedes Wort.
(Die Interviews mit Jule, Elias und anderen fanden per Video-Call statt. Die Namen sind teilweise geändert, um die Privatsphäre zu schützen – die Geschichten und Gefühle sind echt.)
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.
Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.
Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.
erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.
Nicht mit Druck.
Nicht mit leeren Parolen.
Sondern mit Klarheit.
Impulse, die dir zeigen:
– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
– warum Erfolg ohne Sinn dich trotzdem müde macht
– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird
Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.
Viele Leser sagen danach:
„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“
Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:
Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.
Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.
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Nicht aus Angst.
Sondern aus Respekt vor deiner Zeit.
Du kannst deine Stunden nicht vermehren.
Aber du kannst entscheiden,
dass sie Bedeutung haben.
Jede einzelne.
