Jeder Mensch verdient eine begeisternde Zukunft

Jeder Mensch verdient eine begeisternde Zukunft
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Jeder Mensch verdient eine begeisternde Zukunft

Der Regen trommelt auf die Blechdächer von Travemünde, als hätte jemand beschlossen, die Ostsee heute Nacht noch einmal gründlich durchzuschütteln. In einer kleinen Dachwohnung über der Strandpromenade sitzt eine Frau namens Fenja Petersen, 34, Logopädin in einer Frühförderstelle, und starrt auf ihren Laptop. Der Bildschirm zeigt eine Excel-Tabelle mit 47 abgebrochenen Therapieplänen der letzten 18 Monate. Sie atmet tief ein, der Geruch von feuchtem Holz und kaltem Kamillentee liegt schwer im Raum. Und dann denkt sie den Satz, den sie seit Monaten wegschiebt wie ein schlechtes Gewissen:

„Ich habe das nicht verdient.“

Nicht die Erschöpfung. Nicht die endlosen Elterngespräche über Kinder, die kaum sprechen. Nicht das Gefühl, dass das Leben in kleinen, grauen Portionen serviert wird. Sondern eine Zukunft, die sie morgens aus dem Bett springen lässt statt sie mit Gewalt herauszuzerren.

Inhaltsverzeichnis

Der Satz, den fast jeder schon einmal gedacht hat Warum „verdienen“ das gefährlichste Wort der Persönlichkeitsentwicklung ist Die unsichtbare Mauer aus gestern Beispiele, die wehtun – und heilen Die vier verborgenen Rechte auf Begeisterung Ein kleiner, hässlicher Trick, der alles kippt Was Japan, Neuseeland und Vorarlberg gerade anders machen Die eine Frage, die Fenja nie wieder loslässt Wenn du heute nur eine Sache änderst

Der Satz, den fast jeder schon einmal gedacht hat

Du kennst ihn. Vielleicht hast du ihn gestern Abend geflüstert, als die Wohnung dunkel wurde und nur noch das blaue Licht des Handys dein Gesicht anstrahlte. Vielleicht hast du ihn vor drei Jahren gedacht, als die Beförderung an jemand anderem vorbeiging, der „einfach besser Netzwerk pflegt“. Oder du hast ihn vorhin gedacht, als du die dritte Absage für die Weiterbildung bekommen hast.

„Ich verdiene keine bessere Zukunft.“

Und genau in diesem einen Satz liegt der Kern dessen, was uns klein hält.

Warum „verdienen“ das gefährlichste Wort der Persönlichkeitsentwicklung ist

Das Wort „verdienen“ klingt nach Gerechtigkeit. Es suggeriert, es gäbe eine kosmische Buchhaltung: genug gearbeitet, genug gelitten, genug verzichtet → Belohnung freigegeben. Aber in Wahrheit funktioniert das Universum nicht wie ein schlecht gelaunter Chef. Es gibt keine Punktevergabe. Es gibt nur Entscheidungen – und Konsequenzen.

Wenn du dir selbst die Erlaubnis verweigerst, eine begeisternde Zukunft zu haben, weil du glaubst, du hättest sie dir „noch nicht verdient“, dann setzt du dich selbst auf Bewährung. Lebenslänglich.

Die unsichtbare Mauer aus gestern

Die meisten Menschen bauen ihre Zukunftsvision aus den Trümmern ihrer Vergangenheit. Sie nehmen die Enttäuschungen von 2018, die Demütigungen von 2021, die Sätze der Eltern aus 1997 und mauern daraus eine Festung mit der Aufschrift: „Hier endet der Anspruch.“

Fenja Petersen hat das auch gemacht. Ihre Mutter sagte immer: „Sei froh, dass du überhaupt einen Beruf hast.“ Ihr erster Chef sagte: „Du bist gut – aber nicht gut genug für die Leitung.“ Ihr Ex sagte: „Du bist halt so… stabil. Das ist doch auch was wert.“

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Drei Sätze. Drei Ziegel. Eine Mauer.

Beispiele, die wehtun – und heilen

In einem kleinen Café in Bregenz saß letztes Jahr ein Mann namens Kilian Moser, 41, Gleisbautechniker bei der ÖBB. Er hatte zwölf Jahre lang Nachtschichten gemacht, weil „man ja Geld für die Familie braucht“. Eines Morgens, als die Sonne über den Bodensee kroch und er eigentlich schlafen sollte, schrieb er auf einen Kassenzettel:

„Ich will nicht mehr nur durchhalten. Ich will etwas, das mich morgens wachküsst.“

Zehn Monate später leitete er die Ausbildungswerkstatt der Niederlassung Vorarlberg. Kein Managerposten. Kein Sechsstelliges. Aber jeden Morgen fährt er mit dem Rad zur Arbeit und freut sich darauf, jungen Menschen zu zeigen, wie man Schienen verlegt, ohne sich selbst zu verlieren.

Oder nimm Aisha Khalid in Malmö. Sie putzte jahrelang Büros in der dritten Schicht. Eines Tages kaufte sie sich für 19 Kronen ein gebrauchtes Notizbuch und schrieb auf die erste Seite: „Ich darf eine Zukunft wollen, die mich nicht kaputt macht.“ Heute gibt sie Workshops für andere Reinigungskräfte, wie man sich aus der Erschöpfungsfalle befreit. Sie verdient nicht viel mehr Geld – aber sie strahlt.

Die vier verborgenen Rechte auf Begeisterung

Du musst dir diese vier Rechte nicht verdienen. Du hast sie bereits.

  1. Das Recht, morgens etwas zu tun, das dich elektrisiert
  2. Das Recht, Grenzen zu setzen, ohne dich dafür zu schämen
  3. Das Recht, Träume zu haben, die größer sind als dein jetziges Gehalt
  4. Das Recht, Hilfe anzunehmen, ohne dich als Versager zu fühlen

Wer diese vier Sätze innerlich unterschreibt, der hat schon 70 % der Arbeit erledigt.

Ein kleiner, hässlicher Trick, der alles kippt

Nimm ein leeres Blatt. Schreibe oben hin:

„Was würde die Version von mir, die bereits eine begeisternde Zukunft lebt, heute anders entscheiden?“

Und dann – ganz wichtig – antworte nicht nett. Antworte fies. Brutal. Gemein. Denn die nette Stimme in dir ist genau die, die dich seit Jahren klein hält.

Fenja Petersen hat das gemacht. Ihre Antwort lautete:

„Sie würde den Scheiß-Elternabend um 19:30 Uhr absagen und stattdessen um 20 Uhr einen Online-Kurs starten, den sie schon seit acht Monaten auf der Festplatte hat. Sie würde sich nicht mehr dafür entschuldigen, dass sie Zeit für sich braucht. Und sie würde aufhören, sich mit Menschen zu vergleichen, die 15 Jahre jünger und kinderlos sind.“

Am nächsten Tag sagte sie den Elternabend ab. Zum ersten Mal seit sieben Jahren.

Was Japan, Neuseeland und Vorarlberg gerade anders machen

In Japan breitet sich seit einigen Jahren das Konzept „Ikigai 2.0“ aus – nicht das alte Venn-Diagramm, sondern die radikale Version: Was würdest du auch dann tun, wenn niemand dich dafür bezahlt und niemand zuschaut? Viele Menschen in den 30ern und 40ern wechseln deswegen bewusst in Berufe mit weniger Geld, aber mehr Sinn.

In Neuseeland gibt es seit der Pandemie eine wachsende „Downshift-Bewegung“: Menschen reduzieren absichtlich ihr Einkommen um 20–40 %, um vier Tage zu arbeiten und einen Tag komplett für etwas zu haben, das sie wirklich lieben.

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Und in Vorarlberg gibt es seit kurzem in einigen Gemeinden die sogenannten „Zukunfts-Tage“: Einmal im Quartal darf jeder Angestellte einen bezahlten Tag nehmen, um genau das zu tun, was ihn langfristig begeistert – ohne Rechtfertigung, ohne Berichtspflicht.

Drei Länder. Drei Wege. Eine Botschaft: Begeisterung ist kein Luxus. Sie ist ein Grundrecht.

Die eine Frage, die Fenja nie wieder loslässt

„Was würde die 80-jährige Fenja von der heutigen Fenja erwarten?“

Nicht was sie sich wünscht. Nicht was realistisch ist. Sondern was die alte Frau, die zurückblickt, von der jungen verlangen würde.

Fenja stellt sich diese Frage jetzt jeden Sonntagabend bei einer Tasse starkem Schwarztee mit einem Schuss Milch. Und jedes Mal wird die Antwort klarer.

Wenn du heute nur eine Sache änderst

Mach die Übung mit dem hässlichen Trick. Nur zehn Minuten. Kein schönes Papier. Kein besonderer Stift. Nur du und ein Blatt, das du danach wahrscheinlich zerreißen willst.

Und dann tu das erste, kleinste, hässlichste Ding, das die begeisterte Version von dir heute tun würde.

Fenja hat es getan. Sie sitzt jetzt nicht mehr um vier Uhr morgens wach und hasst sich selbst. Sie sitzt um vier Uhr morgens wach und schreibt an ihrem ersten eigenen Online-Programm für Eltern von sprachentwicklungsverzögerten Kindern.

Sie hat immer noch Angst. Aber es ist jetzt eine andere Angst. Eine, die nach vorne zieht statt nach unten drückt.

Zitat

„Man muss das Leben nicht verstehen, man muss es nur leben.“ – Rainer Maria Rilke

Hat dir der Text etwas in Bewegung gesetzt? Dann schreib mir gern in die Kommentare: Welches kleine, hässliche erste Ding wirst du diese Woche für deine begeisternde Zukunft tun – auch wenn es sich erst mal falsch anfühlt? Teil den Beitrag mit jemandem, der gerade glaubt, er hätte es „nicht verdient“.

Über mich – Andreas Schulze

Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.

Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.

Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.

Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.

Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg

Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook

Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Blog Bilder für schöne Bider (4572)

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.

Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.

Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.

Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?

Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.

Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.

Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
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„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
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Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:

Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.

Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
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