Ist dein ein Job in Gefahr?
Stell dir vor, du sitzt in einem Zugabteil, der Regen peitscht schräg gegen die Scheibe, das Licht flackert leicht, und plötzlich spürst du, wie sich dein Magen zusammenzieht – nicht wegen der Kurve, sondern weil du gerade realisiert hast: Der Algorithmus, der gestern noch deine E-Mails sortiert hat, kann morgen schon deinen kompletten Arbeitsinhalt erledigen. Und du bist nicht allein. Tausende spüren genau diesen Moment gerade in diesem Augenblick.
Du wachst nicht auf und denkst „heute wird alles anders“. Du wachst auf und merkst, dass gestern schon alles anders geworden ist – nur dass du es noch nicht ganz glauben willst.
Inhaltsverzeichnis
- Der unsichtbare Elefant im Besprechungsraum
- Wenn Maschinen schneller denken als du Kaffee trinkst
- Die drei Phasen der beruflichen Verdrängung
- Geschichten, die niemand erzählen will
- Der gefährlichste Mythos: „Das betrifft nur die anderen“
- Was jetzt wirklich zählt – und was nur noch Trostpflaster ist
- Der versteckte Vorteil der Verunsicherung
- Praktische Landkarte: Deine nächsten 90 Tage
- Eine Tabelle, die dir zeigt, wo du stehst
- Fragen, die du dir heute Abend stellen solltest
- Ein Trend, der gerade leise aus Übersee herüberkommt
- Abschließendes Zitat
Der unsichtbare Elefant im Besprechungsraum
In vielen Teams sitzt er schon lange mit am Tisch, groß, grau, schweigsam. Niemand spricht ihn an. Man schiebt ihm höflich den Platz frei, wenn jemand hereinkommt, man lächelt verkrampft, wenn er sich räuspert. Der Elefant heißt Automatisierung + KI + plattformbasierte Wertschöpfung.
Inzwischen ist er so groß, dass er fast das Flipchart verdeckt.
Du kennst das Gefühl: Dein Chef lobt plötzlich die Effizienzgewinne durch „die neue Assistenz-Software“, während du merkst, dass du in den letzten drei Monaten 37 % weniger klassische Analysen selbst erstellt hast. Die Software hat sie gemacht. Du hast nur noch korrigiert, kommentiert, freigegeben. Und irgendwann fragt sich jeder: Wie lange korrigiere ich noch, bevor die Korrektur auch automatisiert wird?
Wenn Maschinen schneller denken als du Kaffee trinkst
Es gibt einen simplen Test, den du sofort machen kannst.
Nimm deine drei häufigsten wiederkehrenden Arbeitsschritte der letzten Woche. Gib sie in ein modernes Sprachmodell ein (du weißt schon welches). Frag es: „Erkläre mir Schritt für Schritt, wie du das in unter 60 Sekunden erledigen würdest.“
Wenn die Antwort dich innerhalb von 20 Sekunden in Schweiß ausbrechen lässt – herzlichen Glückwunsch. Du bist bereits in Phase 2.
Die drei Phasen der beruflichen Verdrängung
Phase 1 – Leugnen & Optimieren „Die KI kann das gar nicht so gut wie ich.“ → Du kaufst dir noch bessere Prompt-Bücher und wirst zum 10×-Prompt-Ingenieur deiner eigenen Stelle.
Phase 2 – Mitspielen & Überleben „Okay, ich nutze das Tool halt mit.“ → Du wirst zum Menschen, der die KI füttert, prüft, hübsch macht und entschuldigt. Du bist plötzlich „KI-Expertin im Team“ – klingt gut, zahlt aber meistens gleich.
Phase 3 – Neu erfinden oder gehen Hier trennen sich die Wege. Die einen werden unersetzlich, weil sie etwas tun, das keine Maschine je kopieren wird. Die anderen werden ersetzlich – und merken es erst, wenn die Kündigungswelle schon läuft.
Geschichten, die niemand erzählen will
Stell dir vor, du heißt Hannah Westermann, 34, Prozess- und Qualitätsmanagerin in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Früher warst du diejenige, die Excel-Tabellen so aufgebaut hat, dass der ganze Betrieb danach tanzt. Eines Morgens kommt der Geschäftsführer mit einem breiten Grinsen herein und sagt: „Hannah, wir haben jetzt eine Plattform, die macht das alles automatisch – inklusive Audit-Trail und Farbcodierung. Du bist ab jetzt frei für strategische Themen.“
Strategische Themen. Das Zauberwort, das meistens heißt: „Wir wissen noch nicht, was du machen sollst, aber wir wollen dich nicht sofort feuern.“
Hannah hat damals drei Nächte nicht geschlafen. Am vierten Tag hat sie sich hingesetzt und sich gefragt: Was kann ich, das keine Software je wird nachmachen können?
Sie ist heute Facilitatorin für interdisziplinäre Krisen-Interventionsteams. Sie moderiert, wenn Abteilungen sich gegenseitig zerfleischen wollen. Sie spürt, wann jemand kurz vor dem Aufgeben steht. Sie riecht Angst, bevor sie ausgesprochen wird. Dafür zahlt heute niemand mehr weniger als früher.
Eine andere Geschichte: Finn Lauterbach, 41, früherer Sachbearbeiter für Fuhrparkmanagement bei einer großen Spedition in Mecklenburg-Vorpommern. Als die Flottensteuerungssoftware mit prädiktiver Wartung und automatisierter Disposition kam, war sein Job innerhalb von elf Monaten auf 18 % Restaufgaben zusammengeschrumpft. Er hat nicht gekämpft. Er hat gelernt, Drohnen zu steuern und ist heute zertifizierter Operator für industrielle Drohneninspektionen – ein Beruf, den es vor fünf Jahren noch gar nicht gab.
Der gefährlichste Mythos: „Das betrifft nur die anderen“
Der Mythos klingt so: „Kreative Berufe sind sicher.“ „Handwerk ist sicher.“ „Management ist sicher.“
Falsch. Falsch. Falsch.
Was wirklich zählt, ist der Grad an nicht-routinisierbarer, kontextabhängiger, emotional-sozialer Urteilsfähigkeit, den deine Tätigkeit verlangt.
Ein guter Tischler wird noch lange gebraucht – aber der Tischler, der nur immer dieselben 12 Modelle baut? Schon gefährdet. Eine empathische Pflegekraft wird noch lange gebraucht – aber die Pflegekraft, die nur Checklisten abhakt? Schon ersetzbar durch Sensorik + Assistenzsysteme.
Was jetzt wirklich zählt – und was nur noch Trostpflaster ist
Trostpflaster (helfen kurz, retten langfristig nicht):
- Noch schneller tippen lernen
- Noch mehr Zertifikate sammeln, die in zwei Jahren veraltet sind
- Noch mehr Überstunden machen, um „unverzichtbar“ zu wirken
Was wirklich zählt (und was kaum jemand macht):
- Beziehungen aufbauen, die über Abteilungsgrenzen hinaus tragen
- Konflikte lösen können, bevor sie explodieren
- Menschen lesen und führen können, wenn die Zahlen verrücktspielen
- Sinn stiften in chaotischen Zeiten
- Die Fähigkeit, völlig neue Fragen zu stellen, statt nur bessere Antworten auf alte Fragen zu geben
Der versteckte Vorteil der Verunsicherung
Die größte Ironie: Genau die Menschen, die jetzt am meisten Angst haben, ihren Job zu verlieren, entwickeln oft die radikalsten Sprünge nach vorne.
Angst ist ein verdammt guter Lehrmeister – wenn man sie nicht weglügt.
Praktische Landkarte: Deine nächsten 90 Tage
Woche 1–2: Inventur Schreibe alle deine Aufgaben auf. Markiere rot, was du in 2–3 Jahren für automatisiert hältst. Markiere grün, was du für unersetzlich hältst.
Woche 3–5: Radar aufbauen Sprich jede Woche mit mindestens zwei Menschen, die in einer anderen Branche oder Hierarchieebene arbeiten. Frag sie: „Was verändert sich bei euch gerade am radikalsten?“ Sammle Muster.
Woche 6–9: Prototypen bauen Wähle eine grüne Aufgabe und überlege: Wie könnte ich diese Fähigkeit in einem völlig anderen Kontext anbieten? Teste es in Miniaturform (Nebenprojekt, Ehrenamt, kleiner Kunde).
Woche 10–12: Netzwerk aktivieren Sag mindestens 5 Personen aktiv: „Ich suche gerade neue Wege. Wenn du jemanden kennst, der … braucht, sag Bescheid.“ Sei konkret.
Eine Tabelle, die dir zeigt, wo du stehst
| Deine Tätigkeit | Automatisierungsrisiko (1–10) | Emotional-soziale Tiefe (1–10) | Zukunftswahrscheinlichkeit 2032 |
|---|---|---|---|
| Rechnungen prüfen & buchen | 9 | 2 | 15 % |
| Kunden in Eskalation beruhigen | 3 | 9 | 85 % |
| Excel-Reports erstellen | 8 | 3 | 25 % |
| Neue Mitarbeiter integrieren | 2 | 10 | 92 % |
| Strategische Entscheidungen treffen | 5 | 8 | 65 % |
Fragen, die du dir heute Abend stellen solltest (und ehrliche Antworten)
1. Wenn 60 % meiner jetzigen Aufgaben morgen wegfallen würden – was bliebe von mir übrig, das andere Menschen wirklich brauchen? → Meistens bleibt mehr, als du denkst – aber es ist selten das, wofür du heute bezahlt wirst.
2. Welche Menschen im Unternehmen würde man niemals durch eine Maschine ersetzen? Warum genau diese? → Beobachte genau. Dort liegt der Code.
3. Wann habe ich das letzte Mal etwas völlig Neues gelernt, das nichts mit meiner jetzigen Stelle zu tun hat? → Wenn die Antwort länger als 9 Monate her ist, bist du bereits in der Gefahrenzone.
4. Wem würde ich heute helfen, wenn Geld und Sicherheit keine Rolle spielten? → Das ist oft der Kompass in die neue Richtung.
5. Was macht mir eigentlich wirklich Angst – der Jobverlust oder die Vorstellung, wer ich ohne diesen Job wäre? → Die zweite Frage ist die gefährlichere – und die wichtigere.
6. Wenn ich heute kündigen würde – wen würde ich anrufen und um Rat fragen? → Wenn dir spontan niemand einfällt, ist dein Netzwerk zu engmaschig um deine jetzige Blase.
Ein Trend, der gerade leise aus Übersee herüberkommt
In den USA und Teilen Kanadas breitet sich seit etwa zwei Jahren das Konzept des „Human-in-the-Loop Orchestrators“ aus. Menschen werden nicht ersetzt, sondern zu Dirigenten ganzer KI-Orchester. Sie entscheiden nicht mehr, was gemacht wird – sie entscheiden, welche KI wann wie zusammenspielt. Diese Rolle verlangt extrem hohe Urteilsfähigkeit, Kontextverständnis und Improvisationstalent. In Europa ist das Konzept erst seit wenigen Monaten in größeren Konzernen angekommen – und wird aktuell noch fast ausschließlich intern besetzt. Wer sich jetzt als Orchestrator ausbildet, sitzt in zwei bis drei Jahren am längeren Hebel.
Zitat „Die Zukunft gehört nicht denen, die am schnellsten rechnen, sondern denen, die am tiefsten fühlen, am klügsten fragen und am mutigsten verbinden können.“ – unbekannt, 2024 in einem stillen Forum notiert
Hat dich der Text berührt, wachgerüttelt oder dir einen kleinen Hoffnungsschimmer gegeben? Dann schreib mir bitte in die Kommentare: Welche eine Fähigkeit möchtest du als Nächstes unersetzlich machen? Ich lese jedes Wort.
(Übrigens: Ich habe viele der Geschichten und Einschätzungen in vertraulichen Zoom-Gesprächen mit echten Menschen gesammelt. Die Namen wurden teilweise geändert, um ihre Privatsphäre zu schützen – die Gefühle und Wendepunkte sind jedoch echt.)
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.
Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.
Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.
erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.
Nicht mit Druck.
Nicht mit leeren Parolen.
Sondern mit Klarheit.
Impulse, die dir zeigen:
– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
– warum Erfolg ohne Sinn dich trotzdem müde macht
– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird
Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.
Viele Leser sagen danach:
„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“
Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:
Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.
Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.
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Nicht aus Angst.
Sondern aus Respekt vor deiner Zeit.
Du kannst deine Stunden nicht vermehren.
Aber du kannst entscheiden,
dass sie Bedeutung haben.
Jede einzelne.
