Gewinnen: Feiere deine kleinen Siege!
Stell dir vor, du stehst in einem Moment, in dem nichts Großes passiert – und genau dort, in dieser unscheinbaren Sekunde, bricht etwas in dir auf wie ein samtenes Feuerwerk im Brustkorb. Kein Applaus, keine Fanfare, nur du und dieses winzige, stille „Ich hab’s geschafft“. Genau da beginnt der Unterschied zwischen Menschen, die irgendwann aufhören zu wachsen, und denen, die unaufhaltsam werden.
Du kennst das Gefühl vermutlich: Der Tag war zäh. Die To-do-Liste lachte dich aus. Und dann – nach stundenlangem innerem Gerangel – hast du endlich diese eine Mail abgeschickt, bist tatsächlich joggen gegangen obwohl alles in dir „Couch“ schrie, hast das Gespräch geführt, das du seit Wochen vor dir herschobst. Und niemand außer dir hat es bemerkt. Genau in diesem Augenblick entscheidet sich, ob du dir selbst zum Helden wirst – oder dich weiter kleinredest.
Inhaltsverzeichnis
- Warum kleine Siege mächtiger sind als große Triumphe
- Die Neurochemie des „Ich hab’s geschafft“ – was wirklich in dir passiert
- Die häufigsten Arten, wie wir uns die kleinen Siege stehlen
- Wie du lernst, Siege überhaupt erst wahrzunehmen
- Drei radikal unterschiedliche Wege, kleine Siege zu zelebrieren
- Internationale Perspektiven: Wie andere Kulturen mit Mikroerfolgen umgehen
- Die gefährliche Falle des „Noch nicht genug“
- Praktische Tabelle: Dein persönliches Sieges-Tracking
- Frage-Antwort-Runde zu den häufigsten Stolpersteinen
- Ein aktueller Trend, der gerade aus Übersee nach Europa schwappt
- Abschließendes Zitat
Warum kleine Siege mächtiger sind als große Triumphe
Große Siege sind selten. Sie kommen alle paar Jahre, manchmal Jahrzehnte. Kleine Siege dagegen stehen jeden Tag Schlange – wenn du sie lässt.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Häufigkeit der Belohnungsschleife. Jedes Mal, wenn du einen kleinen Sieg bewusst wahrnimmst und feierst, feuert dein Nucleus accumbens (das Belohnungszentrum) Dopamin ab. Nicht in gewaltigen Schüben wie bei einem Lottogewinn, sondern in sanften, wiederholbaren Wellen. Genau diese Regelmäßigkeit baut langfristig die neuronale Infrastruktur für Selbstwirksamkeit, Resilienz und intrinsische Motivation auf.
Wer nur auf den großen Berg wartet, trainiert sein Gehirn darauf, 99 % der Zeit frustriert zu sein. Wer kleine Siege sammelt, trainiert sein Gehirn darauf, 80–90 % der Zeit in einem Zustand leiser Zufriedenheit und Vorwärtsbewegung zu sein.
Die Neurochemie des „Ich hab’s geschafft“ – was wirklich in dir passiert
Wenn du einen kleinen Sieg feierst – und sei es nur, dass du endlich den Abwasch gemacht hast, obwohl du todmüde warst –, passiert Folgendes:
- Dopamin wird ausgeschüttet → kurzfristiges Wohlgefühl + Lernsignal
- Serotonin steigt leicht an → stabiles Selbstwertgefühl
- Oxytocin wird in winzigen Mengen freigesetzt, besonders wenn du den Sieg mit jemandem teilst → Bindung und Vertrauen
- Cortisol sinkt nachweislich schneller, wenn du positive Selbstgespräche führst
Das Ergebnis: Dein parasympathisches Nervensystem wird häufiger aktiviert. Du wirst nachweislich ruhiger, fokussierter und kreativer. Ironischerweise steigt dadurch langfristig auch die Wahrscheinlichkeit großer Siege – aber du brauchst sie gar nicht mehr so dringend.
Die häufigsten Arten, wie wir uns die kleinen Siege stehlen
Viele Menschen haben perfide innere Mechanismen entwickelt, um kleine Erfolge sofort zu entwerten:
- „Das war doch selbstverständlich.“
- „Andere schaffen viel mehr.“
- „Ja, aber das große Ziel ist noch weit entfernt.“
- „Morgen muss ich sowieso wieder …“
Besonders perfide ist die Vergleichsspirale mit Social Media. Du siehst jemanden, der gerade einen Marathon in unter drei Stunden gelaufen ist – und dein 20-minütiger Spaziergang fühlt sich plötzlich wie Versagen an.
Wie du lernst, Siege überhaupt erst wahrzunehmen
Hier beginnt die eigentliche Arbeit.
Methode 1 – Der 60-Sekunden-Scan Jeden Abend, direkt vor dem Zähneputzen, stellst du dir drei Fragen:
- Was habe ich heute geschafft, das gestern noch schwer oder unmöglich schien?
- Welchen inneren Widerstand habe ich überwunden?
- Welchen winzigen Fortschritt habe ich gemacht, den niemand außer mir bemerkt hat?
Methode 2 – Die Sieges-Kerze Eine echte, kleine Kerze (keine Duftbombe, einfach eine Teelicht-Kerze). Jedes Mal, wenn du einen bewussten kleinen Sieg hast, zündest du sie für 30 Sekunden an. Kein Ritual-Gedöns, nur Feuer + „Das hab ich gemacht.“ Die meisten Menschen halten das drei Tage durch – die, die es einen Monat machen, verändern ihr Selbstbild nachhaltig.
Methode 3 – Sprach-Hack Ersetze „Das war doch nichts“ durch „Das war ein guter Schritt“. Klingt banal. Wirkt neurologisch wie ein Reset des Default Mode Network.
Drei radikal unterschiedliche Wege, kleine Siege zu zelebrieren
Weg 1 – Der Minimalist (deutschsprachiger Pragmatismus) Ein stilles Nicken im Spiegel. Ein kurzer Satz: „Gut gemacht.“ Kein Tamtam. Besonders beliebt in Norddeutschland, Österreich und der Deutschschweiz.
Weg 2 – Der Körperliche Jubel (südliche & lateinamerikanische Einflüsse) Ein kleiner Tanz, Faust in die Luft, laut „Yessss!“ rufen. Viele, die aus Brasilien, Kolumbien oder Südspanien nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz ausgewandert sind, bringen diese Gewohnheit mit – und berichten, dass sie sich danach sofort energiegeladener fühlen.
Weg 3 – Der Poetische Weg (östliche & skandinavische Variante) Du schreibst den Sieg in ein winziges Notizbuch – aber nur in einem Satz voller poetischer Übertreibung: „Heute hat ein feiger Teil in mir kapituliert, während ich einen einzigen verdammten Teller abgewaschen habe wie ein Kriegsheld.“ Klingt übertrieben? Genau das macht es wirksam – es hackt die Scham.
Internationale Perspektiven: Wie andere Kulturen mit Mikroerfolgen umgehen
In Japan gibt es den Begriff kaizen – kontinuierliche Verbesserung um winzige Schritte. Viele Menschen dort feiern kleine Fortschritte fast rituell, oft mit einer kurzen Verbeugung vor sich selbst.
In den USA ist „celebrating the small wins“ inzwischen Business-Sprech geworden – doch in der Praxis bleibt es oft oberflächlich (High-Five + Proteinshake).
In Teilen Skandinaviens (besonders Schweden und Norwegen) wird der kleine Sieg eher in Stille genossen – oft zusammen mit einer Tasse starkem Filterkaffee oder einem kurzen Spaziergang im Wald.
In Brasilien wiederum wird fast jeder kleine Schritt lautstark gefeiert – selbst wenn jemand nur pünktlich aus dem Bett gekommen ist. Das wirkt auf Außenstehende übertrieben, doch es korreliert mit einer erstaunlich hohen psychischen Widerstandskraft gegen Alltagsfrust.
Die gefährliche Falle des „Noch nicht genug“
Die perfideste Form der Selbstsabotage heißt Fortschrittsverweigerung durch permanente Zielverschiebung. Du machst einen Schritt – und sofort schiebst du das Ziel weiter weg. Das Gehirn lernt: Egal was ich tue, es reicht nie. → chronischer Dopaminmangel → Antriebslosigkeit.
Lösung: Setze dir bewusst Mikro-Endpunkte. Beispiel: Nicht „Ich werde fitter“, sondern „Ich gehe heute 15 Minuten spazieren und das zählt als Sieg.“ Punkt. Ende der Geschichte für heute.
Praktische Tabelle: Dein persönliches Sieges-Tracking (7-Tage-Challenge)
| Tag | Kleiner Sieg (konkret) | Wie habe ich ihn gefeiert? | Körperliches Gefühl danach (1–10) | Notiz / Erkenntnis |
|---|---|---|---|---|
| Mo | 10 Minuten aufgeräumt, obwohl ich keine Lust hatte | Kurzer Tanz in der Küche | 8 | Hätte nie gedacht, dass Bewegung so schnell hebt |
| Di | Schwieriges Telefonat geführt | „Gut gemacht“ laut gesagt | 7 | Stimme zitterte – und dann wurde sie fest |
| Mi | 5 Seiten gelesen statt scrollen | Tee getrunken & Kerze angezündet | 9 | Lesen fühlt sich plötzlich wie Luxus an |
| … | … | … | … | … |
Fülle die Tabelle sieben Tage lang aus. Die meisten Menschen sind nach Tag 4 bereits süchtig danach.
Frage-Antwort-Runde zu den häufigsten Stolpersteinen
Frage 1: Ich vergesse ständig, meine Siege wahrzunehmen. Was tun? Antwort: Lege einen festen Trigger – z. B. jedes Mal, wenn du den Wasserkocher anmachst oder die Haustür abschließt. Dieser Mikro-Moment wird dein Sieges-Reminder.
Frage 2: Fühlt sich das Feiern nicht künstlich an? Antwort: Am Anfang ja. Nach 11–14 Tagen fühlt es sich natürlicher an als das ewige Meckern.
Frage 3: Was mache ich, wenn ich wirklich einen Scheißtag hatte? Antwort: Der kleinste Sieg ist dann oft: „Ich habe überlebt. Ich bin noch hier.“ Das zählt. Ernsthaft.
Frage 4: Hilft das auch bei Depressionen oder Burnout? Antwort: Ja – allerdings sehr langsam und nur begleitend. Kleine Siege können das Dopaminsystem sanft wieder hochschaukeln, ersetzen aber keine Therapie.
Frage 5: Wie verhindere ich, dass ich mich wieder kleinrede? Antwort: Schreibe den Satz „Das war ein guter Schritt“ auf einen Zettel und klebe ihn an deinen Badezimmerspiegel. Sieh ihn jeden Morgen.
Ein aktueller Trend, der gerade nach Europa kommt
„Micro-celebration journaling“ – winzige, fast mikroskopische Erfolge in einem extra dafür angelegten Mini-Notizbuch (manchmal nur 8×5 cm) festhalten, oft kombiniert mit einem farbigen Stift oder einem winzigen Sticker. Kommt stark aus Südkorea und Kalifornien, verbreitet sich gerade explosionsartig in den Niederlanden, Dänemark und Berliner Kreativkreisen.
Abschließendes Zitat
„Freude ist das ernsthafteste aller Gefühle.“ – Friedrich Nietzsche
Hat dich der Text berührt oder ein kleines Kribbeln im Brustkorb ausgelöst? Dann schreib mir in die Kommentare: Welchen winzigen Sieg hast du heute schon gemacht – und wie hast du ihn gefeiert? Ich lese jedes Wort. Teile den Beitrag gerne mit jemandem, der gerade glaubt, es reiche nie.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.
Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
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Nicht wenn du mehr Zeit hast.
Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.
erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.
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Impulse, die dir zeigen:
– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
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– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird
Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.
Viele Leser sagen danach:
„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“
Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:
Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.
Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.
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Sondern aus Respekt vor deiner Zeit.
Du kannst deine Stunden nicht vermehren.
Aber du kannst entscheiden,
dass sie Bedeutung haben.
Jede einzelne.
