Frieden finden statt Erfolg jagen
Du spürst es vielleicht schon länger in dir – dieses leise Ziehen, das nicht nach mehr Geld, mehr Titeln, mehr Sichtbarkeit fragt, sondern nach Stille. Nach einem Raum, in dem der Atem tiefer geht und die Schultern nicht mehr wie unter unsichtbarem Stahl nach unten gedrückt werden. Du jagst den Erfolg, weil die Welt dir gesagt hat, dass er der einzige Beweis für ein gelungenes Leben ist. Und doch fühlst du dich leerer, je höher du kletterst. Die Wahrheit ist einfach und zugleich brutal: Frieden ist kein Preis, den du dir erkämpfst. Er ist das, was übrig bleibt, wenn du aufhörst zu rennen.
In einer kleinen Wohnung in Kiel sitzt Hanna Petersen, eine 38-jährige Logopädin in einer Rehaklinik. Sie hat Jahre damit verbracht, ihre Patienten zu lehren, wieder Worte zu finden, während sie selbst ihre eigenen verlor. Früher stand sie um fünf Uhr auf, checkte Mails, plante Fortbildungen, postete motivierende Sprüche in sozialen Netzwerken – alles, um „sichtbarer“ zu werden. Eines Morgens, als der Nebel über der Förde lag und der Wind salzig nach Algen roch, brach sie zusammen. Nicht dramatisch. Nur ein Moment, in dem sie den Becher mit Caffè Latte abstellte und merkte, dass sie seit Monaten keinen einzigen Gedanken mehr hatte, der wirklich ihr gehörte.
Du kennst dieses Gefühl. Es ist der Moment, in dem der Hustle-Kultur-Motor zu stottern beginnt. Und genau hier beginnt der Weg zum Frieden – nicht als Rückzug ins Esoterische, sondern als bewusste Entscheidung, die eigene Energie nicht länger an Illusionen zu verschwenden.
Der Kern des Themas liegt in der Umkehrung: Statt Erfolg zu jagen, Frieden zu finden. Das bedeutet nicht, faul zu werden oder Ambitionen aufzugeben. Es bedeutet, die Richtung zu wechseln. Von außen nach innen. Von Performance zu Präsenz. Von „mehr haben“ zu „genug sein“.
Wie der Wechsel beginnt – die ersten leisen Schritte
Du brauchst keinen Ashram in Indien und keine teure Coaching-Ausbildung. Hanna begann damit, jeden Morgen zehn Minuten lang nur zu sitzen. Kein Handy, kein Podcast, kein Plan. Nur der Atem und das ferne Tuten der Schiffe auf der Kieler Förde. Zuerst fühlte es sich sinnlos an. Der Kopf schrie: „Du verschwendest Zeit!“ Doch nach drei Wochen bemerkte sie etwas Erstaunliches: Die innere Unruhe wurde kleiner. Nicht weg – kleiner. Und in diesem Raum entstand plötzlich Klarheit darüber, was sie wirklich wollte: weniger Patienten pro Tag, mehr Tiefe in den Gesprächen, mehr Zeit für ihren Sohn.
In Flensburg lebt Jonas Behrens, ein 42-jähriger Zollbeamter am Hafen. Er hat zwölf Jahre lang Überstunden gemacht, um schneller befördert zu werden. Eines Abends, nach einer Schicht, in der er wieder nur Papiere gestempelt und Container durchgewunken hatte, setzte er sich mit einem Pharisäer (dem norddeutschen Kaffee mit Rum und Schlagsahne) auf die Couch und fragte sich: „Wofür eigentlich?“ Die Antwort kam nicht sofort. Aber sie kam. Er reduzierte seine Stunden, begann, abends mit dem Fahrrad durch die Altstadt zu fahren, roch den Duft von frischem Brot aus der Bäckerei am Nordertor und spürte zum ersten Mal seit Jahren, dass sein Leben ihm gehörte.
Der Preis des ewigen Jagens
Der Körper lügt nicht. Du spürst es in verspannten Nackenmuskeln, in schlaflosen Nächten, in der Gereiztheit gegenüber den Menschen, die du eigentlich liebst. Der Geist zahlt einen noch höheren Preis: Du verlierst den Kontakt zu dir selbst. Du wirst zu einem Menschen, der ständig etwas beweisen muss – und nie ankommt.
In Bremen erzählt Lara Christensen, eine 35-jährige Verkäuferin in einem Bioladen, wie sie jahrelang dachte, sie müsse den perfekten Instagram-Account haben, um „erfolgreich“ zu sein. Sie fotografierte Smoothies, posierte mit Matcha, schrieb Captions über Dankbarkeit – und weinte nachts, weil sie sich wie eine Betrügerin fühlte. Der Wendepunkt kam, als eine Kundin sie fragte: „Warum lächelst du nie wirklich?“ Lara brach in Tränen aus. Von da an postete sie nichts mehr. Stattdessen begann sie, morgens mit einem Tee aus Ostfriesland (stark, mit Kandis und Sahne) am Fenster zu sitzen und einfach nur die Weser vorbeifließen zu sehen.
Der aktuelle Trend, der gerade nach Europa kommt
In Ländern wie den USA und Teilen Asiens breitet sich seit einigen Jahren eine Haltung aus, die man „slow ambition“ oder „cozy ambition“ nennt – ambitioniert bleiben, aber gemächlich, ohne Selbstzerstörung. Kein Hustle bis zum Burnout, sondern ein bewusstes Tempo, das Raum für Erholung, Beziehungen und innere Stille lässt. Diese Bewegung sickert nun nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. In Hannover sieht man immer mehr junge Menschen, die bewusst nur vier Tage arbeiten, in Salzburg Cafés, in denen „digital detox“-Abende stattfinden, in Basel Gruppen, die „Walk & Talk ohne Agenda“ organisieren. Es ist kein Rückzug – es ist eine neue Definition von Erfolg: einer, der nicht auf Kosten der Seele geht.
Eine Tabelle mit Mehrwert – Frieden vs. Erfolg-Jagd
| Aspekt | Frieden finden | Erfolg jagen |
|---|---|---|
| Energiequelle | Innere Ruhe, Präsenz | Adrenalin, Anerkennung |
| Langfristige Wirkung | Nachhaltige Zufriedenheit | Erschöpfung, Leere |
| Beziehung zu anderen | Tiefe, Authentizität | Oberflächlichkeit, Vergleich |
| Entscheidungen | Aus dem Bauch, intuitiv | Aus Angst, „was denken die anderen?“ |
| Täglicher Moment | Ein tiefer Atemzug am Morgen | Fünfmal Handy checken vor dem Aufstehen |
| Beispiel aus dem Alltag | In Rostock am Strand sitzen und den Wellen zuhören | In Hamburg bis 23 Uhr E-Mails beantworten |
Diese Tabelle ist kein Dogma – sie ist ein Spiegel. Du erkennst dich wahrscheinlich in beiden Spalten wieder. Die Frage ist: Welche wiegt schwerer?
Frage-Antwort-Tabelle – deine Zweifel klären
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Muss ich meinen Job kündigen, um Frieden zu finden? | Nein. Oft reichen kleine Grenzen: feste Feierabendzeiten, Handy aus nach 20 Uhr, ein Tag ohne Leistungsdruck. |
| Ist Frieden nicht nur für Menschen ohne Verantwortung? | Im Gegenteil. Gerade wer Verantwortung trägt – wie Nadine Schröder, eine 40-jährige Kitaleiterin in Lübeck – braucht Frieden am dringendsten, um nicht auszubrennen. |
| Wie merke ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin? | Du lachst wieder öfter ohne Grund. Du spürst deinen Körper wieder. Du sagst öfter „nein“ ohne schlechtes Gewissen. |
| Kann man beides haben – Frieden und Erfolg? | Ja, aber der Erfolg definiert sich neu. Er wird leiser, echter, nachhaltiger. |
| Was, wenn die Umgebung mich weiter drängt? | Dann suchst du dir Verbündete. In Oldenburg gibt es inzwischen kleine Gruppen, die genau das leben: genug verdienen, aber nicht um jeden Preis. |
Einzigartige Übung – der Friedens-Anker
Setze dich hin. Nimm einen Gegenstand, der dich beruhigt (ein Stein aus der Elbe, ein getrocknetes Blatt aus dem Schwarzwald, eine Tasse mit Wiener Melange). Halte ihn in der Hand. Schließe die Augen. Atme dreimal tief. Frage dich leise: „Was brauche ich jetzt wirklich?“ Nicht morgen, nicht in fünf Jahren. Jetzt. Schreibe die Antwort auf. Mach das jeden Abend. Nach vier Wochen wirst du merken: Die Antworten werden ehrlicher. Und du wirst seltener Dinge tun, die nicht zu dir passen.
Du bist nicht allein. In Wuppertal läuft Tim Hoffmann, ein 39-jähriger Busfahrer, jeden Morgen eine Runde durch den Zoo-Viertel, nur um den Kopf frei zu bekommen. In Innsbruck sitzt Sophie Moser, eine 36-jährige Ergotherapeutin, am Inn und lässt die Gedanken vorbeiziehen wie das Wasser. In St. Gallen trinkt Fabian Keller, ein 44-jähriger Schreibkraft bei der Stadtverwaltung, seinen Bicerin langsam und bewusst. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie haben aufgehört zu jagen. Und genau dadurch gefunden.
„Es gibt keinen Weg zum Glück. Glück ist der Weg.“ – Buddha
Hat dir der Beitrag gefallen? Dann schreibe mir in den Kommentaren, welcher kleine Schritt dich heute deinem inneren Frieden näherbringt – ich lese jede Zeile und antworte persönlich. Teile den Text mit jemandem, der gerade im Hamsterrad steckt.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.
Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.
Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.
erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.
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Sondern mit Klarheit.
Impulse, die dir zeigen:
– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
– warum Erfolg ohne Sinn dich trotzdem müde macht
– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird
Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.
Viele Leser sagen danach:
„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“
Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:
Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.
Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.
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