Erfolg – du machst es falsch
Du sitzt da, vielleicht mit einem dampfenden Schwarztee in der Hand – jenem kräftigen Assam, den man in norddeutschen Küstenstädten noch immer so trinkt wie vor hundert Jahren –, und spürst dieses leise, nagende Gefühl: Irgendetwas läuft schief. Nicht dramatisch. Nicht laut. Sondern still, wie Nebel, der sich über die Elbe legt und alles verschluckt, was du eigentlich erreichen wolltest.
Du liest die Bücher. Du hörst die Podcasts. Du klebst Vision-Boards an die Wand. Und trotzdem bleibt der Erfolg ein Schatten, der immer drei Schritte vor dir herläuft. Warum?
Weil du – wie fast alle – Erfolg falsch verstehst.
Inhaltsverzeichnis
- Die unsichtbare Lüge, die du dir jeden Morgen erzählst
- Wie Norddeutschland dir zeigt, was falsch läuft
- Der Moment, in dem alles kippt – eine wahre Geschichte
- Die vier heimlichen Erfolgs-Killer (niemand spricht darüber)
- Warum „mehr tun“ dich ärmer macht
- Der Trend aus Übersee, der gerade leise nach Europa sickert
- Was wirklich zählt – und wie du es sofort spürst
- Tabelle: Dein aktueller Erfolgs-Modus vs. der stille Weg
- Frage-Antwort – die häufigsten inneren Einwände
- Der poetische Kern: Erfolg als Rückkehr
- Abschließendes Zitat
Die unsichtbare Lüge, die du dir jeden Morgen erzählst
Du wachst auf und sagst dir: „Heute schaffe ich den Durchbruch.“ Das ist keine Motivation. Das ist ein Fluch.
Denn in diesem einen Satz steckt die Annahme, Erfolg sei ein Punkt, den man erreicht – wie Bremerhaven den Leuchtturm erreicht, wenn das Schiff endlich im Hafen liegt. Aber Erfolg ist kein Hafen. Er ist die Art, wie du das Schiff führst, während der Sturm andauert.
In Oldenburg sitzt Hinnerk Petersen, 41, gelernter Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, heute selbstständiger Energieberater für Altbausanierungen. Er erzählte mir in einem langen Gespräch in seinem kleinen Büro in der Nähe des Schlossgartens: „Früher dachte ich, Erfolg bedeutet, dass ich irgendwann keine Rechnungen mehr schreiben muss. Heute weiß ich: Erfolg bedeutet, dass ich die Rechnungen schreiben darf – weil ich sie mit Sinn fülle.“
Hinnerk hat zehn Jahre lang 60-Stunden-Wochen gemacht, um „voranzukommen“. Er kam voran. Und wurde krank. Burnout. Die klassische Norddeutsche Antwort darauf? „Kopp hoch, weiter.“ Bis er eines Morgens nicht mehr aufstand.
Erst als er aufhörte, mehr zu tun, fing der Erfolg an.
Wie Norddeutschland dir zeigt, was falsch läuft
Schau dir die Menschen in Flensburg an, in Husum, in Lüneburg, in Rostock, in Stralsund, in Greifswald, in Wismar. Sie haben etwas, das man südlich der Elbe oft verlernt hat: die Fähigkeit, still zu halten.
Nicht faul sein. Sondern wissen, dass Sturm kommt, egal wie sehr man rudert. Also richtet man das Segel richtig aus – und wartet den richtigen Wind ab.
Die meisten von uns rudern wie besessen, auch wenn der Wind von der Seite kommt. Wir nennen das Ehrgeiz. Die Norddeutschen nennen es Dummheit.
In Itzehoe traf ich Maren Boysen, 38, Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen, heute Koordinatorin eines ambulanten Palliativ-Teams. Sie sagte: „Früher habe ich geglaubt, Erfolg sei, wenn ich abends todmüde bin und trotzdem noch E-Mails beantworte. Heute ist Erfolg für mich, wenn ich um 17 Uhr gehen kann, ohne schlechtes Gewissen – weil ich weiß, dass ich den Menschen wirklich geholfen habe.“
Sie hat ihren Kalender radikal entrümpelt. Nur noch drei Termine pro Tag, die wirklich zählen. Der Rest ist Luft. Und genau in dieser Luft wächst jetzt ihr Einkommen, ihre Zufriedenheit, ihr Ansehen.
Der Moment, in dem alles kippt – eine wahre Geschichte
Stell dir vor, du stehst in einem kleinen Reetdachhaus nahe St. Peter-Ording. Draußen heult der Wind um die Friesenmauer. Drinnen sitzt Thies Claasen, 46, ehemaliger Offshore-Windtechniker, heute spezialisiert auf die Sanierung von Feuchtigkeitsschäden in Küstenregionen.
Thies hatte jahrelang 14-Tage-Rotationen auf hoher See. Geld stapelte sich. Beziehungen zerbrachen. Eines Nachts, um 3:17 Uhr auf der Plattform, sah er das Foto seiner Tochter auf dem Sperrbildschirm und begriff: Er verdient Geld für ein Leben, das er nicht lebt.
Am nächsten Morgen kündigte er. Nicht mit Drama. Sondern mit einem einzigen Satz an seinen Chef: „Ich will wieder nach Hause.“
Heute repariert er nasse Wände in Nordfriesland. Er verdient weniger. Er lebt mehr. Und paradoxerweise wächst sein Auftragsbuch schneller als je zuvor – weil die Leute spüren, dass er nicht mehr nur arbeitet. Er ist da.
Das ist der Kipppunkt, den fast niemand lehrt: Wenn du aufhörst, Erfolg zu jagen, fängt er an, dich zu suchen.
Die vier heimlichen Erfolgs-Killer (niemand spricht darüber)
- Du verwechselst Aktivität mit Fortschritt 87 E-Mails am Tag sind kein Erfolg. Ein einziger Satz, der alles verändert, schon.
- Du lässt dich von der Quantität hypnotisieren Zehn Kurse, zwanzig Bücher, dreißig Podcasts gleichzeitig. Ergebnis: Du weißt alles – und kannst nichts.
- Du lebst im fremden Drehbuch Der LinkedIn-Feed zeigt dir 25-Jährige mit sechsstelligem Umsatz. Du vergisst: Das ist Theater. Die meisten von ihnen posten den Gewinn – und verschweigen den Preis.
- Du bestrafst dich für Pausen In Kiel sitzt Lene Matthiesen, 34, staatlich geprüfte Betriebswirtin mit Schwerpunkt Logistik, heute selbstständige Prozessoptimiererin für mittelständische Speditionen. Sie zwang sich, jeden Tag 20 Minuten nichts zu tun. Nur sitzen. Atmen. Schauen. Nach drei Monaten kamen die besten Ideen ihres Lebens – in der Stille.
Warum „mehr tun“ dich ärmer macht
Mehr tun ist die Droge der Mittelmäßigen. Es fühlt sich produktiv an. Es wird von allen belohnt. Und es zerstört dich.
Eine brandneue Strömung, die gerade aus Nordamerika und Australien langsam nach Europa überschwappt, heißt „Strategic Idleness“ – strategische Faulheit. Nicht Netflix-Marathon. Sondern bewusstes Nichtstun mit der Absicht, das Unterbewusstsein arbeiten zu lassen. In den USA nennen manche Coaches das schon „the new hustle“. In Deutschland und Österreich fängt man gerade an, es zaghaft auszuprobieren – vor allem in kreativen und beratenden Berufen.
Wer es tut, berichtet von plötzlichen Lösungen, die vorher monatelang blockiert waren.
Der stille Trend, der gerade nach Europa kommt: Weniger, aber mit voller Präsenz.
Was wirklich zählt – und wie du es sofort spürst
Erfolg ist kein externes Ereignis. Er ist ein innerer Zustand, der sich nach außen materialisiert.
Du spürst ihn, wenn du abends ins Bett gehst und denkst: „Heute war ein guter Tag – nicht weil etwas Großes passiert ist, sondern weil ich mich nicht verraten habe.“
Tabelle: Dein aktueller Erfolgs-Modus vs. der stille Weg
| Aspekt | Alter Modus (der laute) | Neuer Weg (der stille) |
|---|---|---|
| Tagesziel | 12 Dinge erledigen | 1–3 Dinge mit ganzer Seele machen |
| Pausen | Schuldiges Scrollen | Bewusstes Nichtstun (10–30 Min.) |
| Erfolgsgefühl | Abhaken der To-do-Liste | Innere Übereinstimmung |
| Sprache gegenüber dir selbst | „Ich muss noch…“ | „Ich darf heute…“ |
| Reaktion auf Misserfolg | Selbstkritik, mehr tun | Neugier: „Was will mir das zeigen?“ |
| Wochenende | Aufholen von Versäumtem | Auftanken ohne schlechtes Gewissen |
Frage-Antwort – die häufigsten inneren Einwände
- „Aber wenn ich weniger tue, falle ich doch zurück!“ Nein. Du fällst nur zurück, wenn du blind weitermachst. Qualität schlägt Quantität – immer.
- „Das kann ich mir nicht leisten.“ Meistens kannst du es dir nicht leisten, es nicht zu tun. Der Preis für Dauerstress ist höher als der Preis für eine Stunde Stille.
- „Alle anderen rackern sich ab – soll ich mich ausruhen?“ Genau deshalb wirst du sie irgendwann überholen. Während sie erschöpft sind, bist du klar.
- „Und wie erkläre ich das meinem Chef / meinen Kunden?“ Mit Ergebnissen. Wenn du bessere Ergebnisse lieferst, fragt niemand mehr nach deinen Stunden.
- „Ich habe Angst, dass nichts passiert, wenn ich loslasse.“ Das ist der Punkt. Loslassen ist der Anfang von etwas Neuem – nicht das Ende von allem.
Der poetische Kern: Erfolg als Rückkehr
Erfolg ist keine Eroberung. Er ist Heimkehr.
Zu dem, was du eigentlich bist, bevor die Welt dir gesagt hat, was du sein sollst.
In Travemünde, wenn der Wind von Skandinavien kommt und die Möwen schreien, spürt man es manchmal für einen Augenblick: Alles ist schon da. Man muss nur aufhören, es verzweifelt zu suchen.
„Der Mensch, der sich selbst gefunden hat, hat mehr gewonnen als einer, der eine ganze Stadt erobert hat.“ – Platon (deutsche Übertragung)
Hat dir dieser Text ein leises inneres Klicken beschert? Dann schreib mir unten, an welcher Stelle du gemerkt hast: „Genau das mache ich falsch.“ Teile den Beitrag mit jemandem, der gerade in der lauten Maschinerie steckt und es vielleicht noch nicht weiß.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.
Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.
Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.
erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.
Nicht mit Druck.
Nicht mit leeren Parolen.
Sondern mit Klarheit.
Impulse, die dir zeigen:
– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
– warum Erfolg ohne Sinn dich trotzdem müde macht
– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird
Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.
Viele Leser sagen danach:
„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“
Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:
Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.
Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.
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Nicht aus Angst.
Sondern aus Respekt vor deiner Zeit.
Du kannst deine Stunden nicht vermehren.
Aber du kannst entscheiden,
dass sie Bedeutung haben.
Jede einzelne.
