Energiespirale drehen – oder ersticken
In der Stille zwischen zwei Atemzügen entscheidet sich, ob du weiter brennst oder langsam erlischt. Kein dramatischer Knall. Kein plötzlicher Absturz. Nur dieses leise, alltägliche Ersticken der eigenen Lebendigkeit – oder der mutige Entschluss, die Spirale wieder nach oben zu drehen.
Inhaltsverzeichnis
- Die unsichtbare Spirale – warum wir sie fast nie bemerken
- Der Wendepunkt – der Moment, in dem alles kippt
- Drehrichtung bestimmen – wie du erkennst, ob du gerade hoch- oder runtergehst
- Die vier Kraftquellen der Aufwärtsspirale
- Praktische Dreh-Techniken – sofort umsetzbar
- Wenn die Spirale klemmt – typische Blockaden und wie du sie löst
- Langfristig oben bleiben – das System hinter der Spirale
- Abschließende Reflexion – dein nächster bewusster Atemzug
Die unsichtbare Spirale – warum wir sie fast nie bemerken
Du stehst morgens auf, machst Kaffee (vielleicht einen kräftigen Caffè Crema, weil Filterkaffee dir heute zu blass erscheint), checkst Nachrichten, fährst zur Arbeit oder öffnest den Laptop. Irgendwann zwischen halb neun und halb elf spürst du es zum ersten Mal: dieses leichte Absacken im Brustkorb, als würde jemand ganz sanft, aber unnachgiebig an einem unsichtbaren Seil ziehen, das direkt mit deiner Energie verbunden ist.
Die meisten Menschen nennen das „einen schlechten Tag“. Die Wahrheit ist präziser: Du bist gerade in die Abwärtsspirale gerutscht – und die meisten bemerken es erst, wenn sie schon drei Stockwerke tiefer sind.
Der Wendepunkt – der Moment, in dem alles kippt
Stell dir vor, es ist ein grauer Februar-Dienstag in Hannover-Misburg. Klara Vogel, 34, Sozialpädagogin in einer Jugendhilfeeinrichtung, sitzt um 9:47 Uhr in einem Besprechungsraum, dessen Wände seit 2012 nicht mehr gestrichen wurden. Sie hört zum dritten Mal in dieser Woche den gleichen Satz von der gleichen Kollegin: „Das können wir so nicht abrechnen.“
In diesem Moment passiert etwas Entscheidendes. Nicht laut. Nicht sichtbar. Aber endgültig.
Ihr Zwerchfell zieht sich zusammen, die Schultern sacken minimal nach vorn, der Blick geht zwei Grad tiefer. Das limbische System registriert Bedrohung. Cortisol steigt. Dopamin sinkt. Und die Spirale beginnt sich nach unten zu drehen – ohne dass Klara ein einziges Mal das Wort „Burnout“ denkt.
Genau das ist der Wendepunkt, den fast niemand bewusst wahrnimmt: die ersten 90 Sekunden, in denen die physiologische Entscheidung fällt, ob der Tag ein Aufwärts- oder Abwärtstag wird.
Drehrichtung bestimmen – wie du erkennst, ob du gerade hoch- oder runtergehst
Es gibt vier verlässliche Indikatoren. Wenn drei davon negativ sind, drehst du bereits abwärts:
- Atemqualität – flach, hoch, schnell vs. tief, ruhig, bauchbetont
- Körperhaltung – eingefallen, nach vorne gezogen vs. aufgerichtet, Brust weit
- Blickrichtung – nach unten oder ins Leere vs. nach vorne-oben oder auf Augenhöhe
- Gedanken-Tonfall – vorwurfsvoll, jammernd, zynisch vs. neugierig, lösungsorientiert, mitfühlend
Wenn du jetzt einmal tief einatmest und die Schultern bewusst zurücknimmst, kannst du in Echtzeit spüren, wie sich die Drehrichtung verändert. Das ist keine Esoterik. Das ist Neurophysiologie: Vagusnerv, Polyvagaltheorie, somatisches Feedback.
Die vier Kraftquellen der Aufwärtsspirale
- Sinnvolle Mikro-Entscheidung Nicht „mein Lebenssinn“, sondern: „Mache ich jetzt das Fenster auf oder bleibe ich im abgestandenen Raum?“
- Körperliche Integrität Dein Nervensystem glaubt eher deinem Körper als deinem Verstand. Deshalb wirkt eine 60-Sekunden-Dehnung oft stärker als die beste Affirmation.
- Beziehungs-Nahrung Ein ehrlicher Satz zu einem Menschen, den du respektierst („Ich bin gerade ziemlich am Arsch – danke, dass du zuhörst“), katapultiert Oxytocin und unterbricht die Cortisol-Spirale sofort.
- Winzige sichtbare Erfolge Nicht „mein großes Ziel erreichen“, sondern „die Tasse gespült, bevor ich den Raum verlasse“. Das Belohnungssystem reagiert auf jede abgeschlossene Handlung mit einem kleinen Dopamin-Schub – und genau das treibt die Spirale nach oben.
Praktische Dreh-Techniken – sofort umsetzbar
Technik 1: Der 3-Atem-Reset (ca. 35 Sekunden)
- Ausatmen, bis wirklich nichts mehr geht (Bauchnabel zieht sich zur Wirbelsäule).
- Kurze Pause.
- Tief einatmen durch die Nase, 5 Sekunden halten, langsam ausatmen durch leicht gespitzte Lippen. Wiederhole dreimal.
Die meisten Menschen spüren bereits nach dem zweiten Durchgang eine messbare Veränderung der Herzratenvariabilität.
Technik 2: Die Haltungskorrektur mit Anker-Satz Steh auf. Stelle die Füße hüftbreit, Knie leicht gebeugt. Zieh die Schultern sanft nach hinten und unten. Brustbein leicht nach oben. Sag laut oder innerlich: „Ich entscheide jetzt.“
Dieser eine Satz, kombiniert mit der physiologischen Aufrichtung, unterbricht in über 80 % der Fälle die Abwärtsspirale.
Technik 3: Die 90-Sekunden-Regel nach Jill Bolte Taylor Jede Emotion hat – physiologisch gesehen – nur etwa 90 Sekunden, bis die chemische Welle durch den Körper gespült ist. Wenn du danach immer noch wütend, traurig oder gelähmt bist, hältst du die Emotion aktiv durch deine Gedanken am Leben.
Also: Warte bewusst 90 Sekunden. Beobachte. Dann entscheide neu.
Wenn die Spirale klemmt – typische Blockaden und wie du sie löst
- Blockade 1: Der innere Zensor „Das bringt doch eh nichts.“ → Konter: „Auch wenn es nichts bringt – ich tue es trotzdem für die Würde meines heutigen Ichs.“
- Blockade 2: Perfektionismus „Wenn ich es nicht perfekt mache, lasse ich es lieber.“ → Konter: „Unperfekt angefangen ist besser als perfekt nie begonnen.“
- Blockade 3: Chronische Erschöpfung „Ich habe keine Energie mehr.“ → Konter: Energie entsteht durch Bewegung, nicht umgekehrt. Starte mit 90 Sekunden Gehen im Flur.
Langfristig oben bleiben – das System hinter der Spirale
Die Kunst besteht darin, aus einzelnen Aufwärtsmomenten ein automatisches System zu bauen.
Hier ein minimalistisches Tages-System (ca. 7 Minuten Investition):
- Morgen: 3-Atem-Reset + 1× „Ich entscheide jetzt.“
- Mittag: 2 Minuten Haltungskorrektur + 1 bewusster Kontakt (auch nur „Danke für den Kaffee“ mit Augenkontakt)
- Nachmittagstief: 90-Sekunden-Regel + 1 Mikro-Erfolg (z. B. E-Mail-Ordner leeren)
- Abend: 1× dankbarer Rückblick (nicht was schiefging, sondern: „Wofür war ich heute lebendig?“)
Abschließende Reflexion – dein nächster bewusster Atemzug
Du musst nicht dein ganzes Leben verändern. Du musst nur diesen einen Atemzug bewusst nehmen – und dann den nächsten. Und den nächsten.
Irgendwann schaut jemand, der dich kennt, dich an und sagt: „Du wirkst irgendwie… lebendiger.“ Dann weißt du: Die Spirale dreht wieder nach oben.
Hat dir der Beitrag gefallen? Dann schreib mir in den Kommentaren: Welche der Techniken probierst du als erstes – und was hat sich in den ersten 24 Stunden verändert? Teile den Text mit jemandem, der gerade spürt, dass seine Spirale abwärts läuft. Er wird es dir danken.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
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