Eine Vision, die jede Ausrede zerbricht

Eine Vision, die jede Ausrede zerbricht
Lesedauer 6 Minuten

Eine Vision, die jede Ausrede zerbricht

In der ersten Sekunde, in der du die Augen öffnest, weißt du es schon: Heute wird wieder ein Tag, an dem du dir selbst etwas vormachst. Der Wecker klingelt nicht – er lacht dich aus. Du drehst dich um. Fünf Minuten mehr Schlaf wiegen plötzlich schwerer als der Satz, den du dir vor drei Jahren auf einen gelben Zettel geschrieben hast und der jetzt vergilbt unter dem Kühlschrankmagneten fault: „Dieses Jahr mache ich es wirklich.“

Inhaltsverzeichnis

  • Warum Ausreden so süchtig machen
  • Die Anatomie einer echten Vision
  • Der Moment, in dem alles kippt – drei wahre Geschichten
  • Wie du eine Vision baust, die stärker ist als dein innerer Anwalt
  • Die vier unsichtbaren Ketten, die du fast nie bemerkst
  • Praktische 72-Stunden-Challenge: Vision auf Steroiden
  • Was passiert, wenn die Vision gewinnt
  • Häufige Rückschläge und wie man sie liebt
  • Abschließende Tabelle: Deine Vision im Vergleich zur Ausrede
  • Fragen & Antworten – was Leser wirklich wissen wollen

Warum Ausreden so süchtig machen

Ausreden fühlen sich nicht wie Lügen an. Sie fühlen sich wie Schutz an.

Dein Nervensystem hat vor etwa 18 Monaten gelernt, dass „morgen“ sicherer ist als „heute“. Jede verschobene Handlung produziert einen kleinen Dopamin-Kick – genau wie ein Like auf dem Bildschirm. Du belohnst dich dafür, dass du nichts tust. Das ist kein Charaktermangel. Das ist uralte Biologie, die in einer Welt mit 400 Benachrichtigungen pro Tag einfach überfordert ist.

Die Anatomie einer echten Vision

Eine Vision ist keine schöne PowerPoint-Folie. Sie ist ein innerer Film, der in 4K läuft, auch wenn du gerade Zähne putzt.

Sie hat drei Merkmale:

  1. Sie macht dir Angst – nicht panische Angst, sondern die gute alte „Wenn ich das wirklich tue, gibt es kein Zurück mehr“-Angst.
  2. Sie fühlt sich unfair groß an. Wenn deine Vision „in zwei Jahren 3000 € netto verdienen“ lautet, ist es ein Ziel. Wenn sie „meine Kinder sollen nie wieder fragen müssen, ob wir uns das leisten können“ lautet, ist es eine Vision.
  3. Sie überlebt schlechte Laune.

Der Moment, in dem alles kippt – drei wahre Geschichten

Fall 1 – Die Nachtschwester aus Graz Klara, 34, arbeitet seit elf Jahren Nachtdienst in der Intensivstation. Sie hasst den Geruch von Desinfektionsmittel mittlerweile mehr als alles andere auf der Welt. Eines Morgens um 6:40 Uhr, nach 12 Stunden, in denen drei Patienten gestorben sind, setzt sie sich auf die Kante des Umkleideschranks, zieht die blauen Einweg-Clogs aus und flüstert zum ersten Mal laut: „Ich will nie wieder eine Nachtschicht machen, nur weil ich Angst habe, was sonst aus mir wird.“

In dieser einen Sekunde war die Vision geboren. Nicht „ich will was anderes machen“. Sondern: „Ich will nie wieder jemanden sterben sehen und gleichzeitig wissen, dass ich selbst innerlich abgestorben bin.“

Achtzehn Monate später leitet sie eine kleine, aber extrem gefragte Weiterbildungsreihe für junge Pflegekräfte zum Thema Resilienz. Sie verdient 62 % mehr. Und vor allem: Sie riecht morgens wieder nach sich selbst, nicht nach Desinfektionsmittel.

Fall 2 – Der Bauingenieur aus Rostock Jonas, 41, plant seit 14 Jahren Brücken und Parkhäuser. Er ist gut. Zu gut. Eines Abends sitzt er mit einem Cold Brew in der Hand auf dem Balkon und scrollt durch Fotos seiner Kinder, die er in den letzten drei Jahren nur jedes zweite Wochenende gesehen hat. Plötzlich denkt er: „Wenn ich in zwanzig Jahren auf dieses Foto schaue, will ich nicht der Typ sein, der die stabilste Brücke Mecklenburg-Vorpommerns gebaut hat, sondern der, der seinen Kindern beigebracht hat, wie man eine Brücke zwischen Menschen baut.“

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Drei Wochen später kündigt er. Heute leitet er ein kleines Ingenieurbüro mit maximal 28-Stunden-Woche und fährt jeden Mittwoch mit seinen Kindern Kajak. Die Firma wächst trotzdem. Weil er nicht mehr nur baut – er inspiriert.

Fall 3 – Die Grafikdesignerin aus Fribourg Léa, 29, entwirft seit sieben Jahren Logos für KMU, die sie eigentlich nicht mag. Eines Nachmittags, während sie einen weiteren langweiligen Blauton für einen Versicherungsprospekt anpasst, spürt sie plötzlich einen stechenden Schmerz in der Brust – nicht metaphorisch, sondern wirklich. Der Arzt sagt später: Panikattacke. In der Nacht googelt sie „was will ich wirklich“ und schreibt auf: „Ich will Räume gestalten, in denen Menschen wieder atmen können.“

Heute leitet sie ein kleines Atelier für therapeutisches Interieur-Design. Ihre Aufträge kommen aus Kliniken, Hospizen und Co-Working-Spaces für Burnout-geplagte Kreative. Sie sagt: „Ich verdiene weniger als vorher. Aber ich lebe mehr.“

Wie du eine Vision baust, die stärker ist als dein innerer Anwalt

Schritt 1: Schreibe die fieseste Version deines Lebens in 15 Jahren auf – ohne Filter. Schritt 2: Schreibe direkt darunter die Version, bei der du heimlich weinen würdest vor Glück. Schritt 3: Streiche alles raus, was nach „vernünftigem Ziel“ klingt. Behalte nur das, was sich verboten groß anfühlt. Schritt 4: Hänge diesen Satz sichtbar auf – nicht aufs Vision-Board, sondern auf den Badezimmerspiegel. Schritt 5: Lies ihn jeden Morgen laut vor, während du noch Zahnpasta im Mund hast. Das klingt dämlich. Genau deshalb funktioniert es.

Die vier unsichtbaren Ketten

  1. Die „Ich bin schon zu alt“-Kette
  2. Die „Was sollen die Leute denken“-Kette
  3. Die „Ich hab keine Zeit“-Kette (die gefährlichste, weil sie sich wie ein Fakt anfühlt)
  4. Die „Ich hab keine Ahnung, wo ich anfangen soll“-Kette

Jede dieser Ketten hat einen Namen. Gib ihnen Namen, dann verlieren sie Macht.

Praktische 72-Stunden-Challenge: Vision auf Steroiden

Stunde 0–24: Schreibe deine fieseste und deine schönste Zukunft auf. Kein Filter. Stunde 24–48: Erzähle mindestens zwei Menschen (live, nicht per Chat) deine Vision – und zwar die peinlich große Version. Stunde 48–72: Mache die allererste, lächerlich kleine Handlung in Richtung dieser Vision. Beispiel: Du willst ein Buch schreiben? Kaufe genau jetzt ein Notizbuch und schreibe nur den Titel auf die erste Seite.

Was passiert, wenn die Vision gewinnt

Dein innerer Dialog ändert sich. Aus „Das schaffe ich nie“ wird „Wie würde ich das schaffen, wenn ich es wirklich wollte?“ Aus „Ich hab keine Zeit“ wird „Wofür nehme ich mir gerade Zeit?“ Und irgendwann merkst du: Die Ausreden kommen zwar noch, aber sie klingen plötzlich wie alte Freunde, die man nicht mehr ernst nimmt.

Häufige Rückschläge und wie man sie liebt

  • Woche 3: Du fühlst dich wie ein Hochstapler → normal
  • Monat 2: Die Vision fühlt sich plötzlich wieder weit weg an → normal
  • Monat 5: Jemand sagt dir, du sollst „realistisch“ bleiben → das ist der Moment, in dem du weißt, dass du auf dem richtigen Weg bist
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Tabelle: Deine Vision im direkten Vergleich zur Ausrede

Aspekt Typische Ausrede Echte Vision
Gefühl beim Aufwachen Erleichterung, dass heute noch nichts passiert Leichte Panik + Sehnsucht
Reaktion auf Kritik Rechtfertigung „Danke für deine Meinung“ und weitermachen
Zeitgefühl „Keine Zeit“ „Wofür verschwende ich gerade meine Zeit?“
Sprache „Ich kann nicht … weil …“ „Wie mache ich das möglich?“
Körperreaktion Entspannung Kribbeln im Bauch oder Gänsehaut

Fragen & Antworten – was Leser wirklich wissen wollen

1. Was mache ich, wenn ich überhaupt keine Vision habe? Dann fang mit der Frage an: „Was will ich auf keinen Fall mehr erleben?“ Die Abwesenheit von Schmerz ist oft der erste Schatten einer Vision.

2. Wie unterscheide ich eine Vision von einem unrealistischen Traum? Ein Traum tröstet dich. Eine Vision quält dich – auf die gute Art. Sie lässt dich nicht schlafen, bis du angefangen hast.

3. Was, wenn meine Partnerin / mein Partner die Vision nicht unterstützt? Dann hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du erklärst sie so lange, bis sie verstehen – oder du erkennst, dass du vielleicht nicht dieselbe Vision vom Leben hast.

4. Wie oft muss ich die Vision „auffrischen“? Jeden verdammten Tag. Sonst wird sie zum Poster an der Wand.

5. Ist es normal, dass ich zwischendurch alles hinschmeißen will? Ja. Und genau in diesem Moment trennt sich, wer nur redet, von denen, die es wirklich wollen.

Aktueller Trend, der gerade nach Europa schwappt „Shadow Visioning“ – eine Technik, die aus südostasiatischen Mindset-Kreisen kommt und momentan in Berlin, Wien und Zürich in kleinen Mastermind-Gruppen explodiert: Du schreibst nicht auf, was du willst, sondern was dein Schatten-Ich (der Teil von dir, der alles sabotiert) am meisten fürchtet, dass du es erreichst. Genau diese Angst wird dann zur stärksten Antriebskraft.

Ein Satz, der bleibt „Eine Vision muss nicht laut sein. Sie muss nur lauter sein als jede Ausrede, die du dir je erzählt hast.“

Hat dir der Text heute irgendwo wehgetan – auf die gute Art? Schreib mir in die Kommentare: Welche Ausrede hast du heute zum ersten Mal laut beim Namen genannt? Teil den Beitrag genau mit der Person, die gerade wieder einmal „morgen“ sagt.

Über mich – Andreas Schulze

Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.

Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.

Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.

Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.

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Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg

Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook

Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

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Blog Bilder für schöne Bider (4572)

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.

Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.

Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.

Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?

Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.

Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.

Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.

Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.

erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.

Nicht mit Druck.
Nicht mit leeren Parolen.
Sondern mit Klarheit.

Impulse, die dir zeigen:

– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
– warum Erfolg ohne Sinn dich trotzdem müde macht
– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird

Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.

Viele Leser sagen danach:

„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“

Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:

Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.

Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.

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Aber du kannst entscheiden,
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