Eine Geschichte, die dein Herz berührt.
In einem kleinen Café in Graz, wo der Duft von frisch geröstetem Kaffee und warmem Apfelstrudel die Luft durchzieht, sitzt du manchmal einfach nur da und lässt die Welt an dir vorbeiziehen. Die Tische sind alt, die Stühle knarren leise, und draußen schiebt der Herbstwind braune Blätter über das Kopfsteinpflaster der Herrengasse. Genau hier beginnt die Geschichte von Hanna Leitner, 34 Jahre alt, gelernte Orthopädietechnikerin, die seit acht Jahren Prothesen und Orthesen für Menschen baut, deren Körper nicht mehr so wollen wie früher.
Hanna trägt an diesem Nachmittag einen dunkelolivfarbenen Wollmantel über einem cremefarbenen Rollkragenpullover aus weichem Kaschmir. Ihre Hände, die sonst den ganzen Tag mit Carbonfasern, Schaumstoff und feinen Schrauben arbeiten, umklammern jetzt einen großen Porzellanbecher mit Wiener Melange. Der Schaum ist noch hoch, die Zimtnote steigt ihr in die Nase. Sie schaut hinaus und denkt: Wie viele Schritte habe ich heute schon für andere Menschen möglich gemacht – und wie wenige für mich selbst?
Du kennst dieses Gefühl vielleicht. Der Moment, in dem du merkst, dass du dein eigenes Leben mit derselben Präzision reparierst, mit der du fremde Körper wieder gangbar machst – nur dass deins immer noch hinkt.
Hanna wuchs in einem Dorf bei Graz auf, in einem Haus, in dem immer nach frischem Brot und nach dem Metall der väterlichen Werkstatt roch. Der Vater war gelernter Orthopädieschuhmacher, die Mutter arbeitete als Krankenschwester. Beide hatten Hände, die heilten, bevor sie sprachen. Hanna erbte diese Hände. Doch irgendwann fragte sie sich: Wann heile ich eigentlich mich?
Die unsichtbare Last, die wir alle tragen
Jeder Mensch trägt eine unsichtbare Last. Bei manchen ist sie körperlich – ein fehlendes Bein, ein steifes Knie, eine Wirbelsäule, die sich weigert, gerade zu bleiben. Bei anderen ist sie seelisch – die Stimme, die sagt „Du bist nicht genug“, die Erinnerung an Worte, die nie zurückgenommen wurden, die Angst, dass das, was du liebst, dir wieder genommen wird. Hanna kennt beide Arten. Sie baut Prothesen, die Menschen wieder Berge erklimmen lassen. Gleichzeitig trägt sie selbst seit ihrer Scheidung vor drei Jahren eine Last, die kein Orthopäde ihr abnehmen kann: das Gefühl, versagt zu haben, weil sie nicht bleiben konnte.
In stillen Momenten, wenn die Werkstatt leer ist und nur das Summen der Fräse nachklingt, fragt sie sich: Warum repariere ich immer nur die anderen? Die Antwort kommt selten laut. Meistens flüstert sie durch die Ritzen der Realität: Weil es leichter ist, als mich selbst anzuschauen.
Du kennst das vielleicht auch. Du gibst, gibst, gibst – und irgendwann merkst du, dass dein eigener Becher leer ist. Dann stehst du da, mit zitternden Händen, und weißt nicht, wie du ihn wieder füllen sollst.
Der Moment, in dem alles kippt
Eines Morgens, Ende Oktober, steht ein neuer Kunde in der Werkstatt. Er heißt Elias Baumgartner, 41, ehemaliger Bergretter aus dem Gesäuse, jetzt Rollstuhlfahrer seit einem Lawinenunfall vor vier Jahren. Er trägt eine abgewetzte dunkelgraue Fleecejacke, die noch immer nach Harz und feuchter Erde riecht. Seine Hände sind breit, die Knöchel vernarbt. Er lächelt schief und sagt: „Ich will wieder klettern. Nicht die großen Wände. Nur wieder spüren, wie Stein unter den Fingern lebt.“
Hanna misst, modelliert, baut. Wochenlang. Dabei reden sie. Nicht viel. Aber ehrlich. Elias erzählt von der Nacht, in der der Schnee ihn begrub. Von der Stille unter der weißen Decke. Von dem Moment, als er dachte: Das war’s. Hanna erzählt von ihrer Ehe, die wie ein schlecht sitzender Schuh war – erst drückte er nur leicht, dann immer mehr, bis sie ihn auszog und barfuß weglief.
Eines Abends, die Werkstatt ist schon dunkel, nur die kleine Arbeitslampe brennt noch, sagt Elias: „Weißt du, was das Schlimmste war? Nicht der Unfall. Sondern dass ich danach dachte, ich hätte kein Recht mehr, glücklich zu sein.“
Hanna schaut ihn an. Zum ersten Mal seit Jahren fühlt sie, wie etwas in ihr aufbricht. Kein dramatisches Aufschluchzen. Nur ein leises, fast unhörbares Knacken, wie wenn Eis auf einem See taut.
Wie Heilung wirklich beginnt
Heilung beginnt selten mit großen Gesten. Sie beginnt mit einem einzigen ehrlichen Satz. Mit der Entscheidung, nicht mehr wegzuschauen. Hanna fängt an, kleine Dinge zu ändern. Sie geht samstags nicht mehr in die Werkstatt, sondern wandert allein auf den Schöckl. Der Wind riecht nach Harz und nassem Moos. Ihre Lungen brennen. Zum ersten Mal seit Langem fühlt sich der Schmerz gut an – weil er lebendig ist.
Sie trinkt wieder über einen Cappuccino mit Zimt, nicht weil es Tradition ist, sondern weil sie den Geschmack mag. Sie trägt wieder Ohrringe, kleine silberne Blätter, die leise klimpern, wenn sie den Kopf dreht. Sie schreibt Elias Nachrichten – nicht täglich, aber regelmäßig. Keine Liebeserklärung. Nur Sätze wie: „Heute war der Himmel so klar, dass man bis Slowenien schauen konnte.“
Und Elias antwortet. Immer. Mit Fotos von seinem neuen Prototyp-Bein, mit einem Lachen in der Stimme, das durch die Leitung kommt.
Was passiert, wenn du dich selbst nicht mehr versteckst
Du hörst auf zu funktionieren und fängst an zu leben. Das ist der Unterschied. Hanna merkt, dass sie nicht perfekt sein muss, um liebenswert zu sein. Elias merkt, dass er nicht mehr der starke Retter sein muss, um wertvoll zu sein. Beide lernen, dass Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern der Eingang zu echter Stärke.
Tabelle: Kleine Schritte, die große Veränderung bringen
| Schritt | Was du konkret tust | Warum es wirkt |
|---|---|---|
| 1. Den ersten ehrlichen Satz sagen | Schreibe heute Abend auf, was du wirklich fühlst | Die Wahrheit befreit mehr als jede Lüge |
| 2. Eine Sache nur für dich tun | 20 Minuten spazieren, ohne Handy | Du erinnerst dich daran, dass du existierst |
| 3. Jemanden anrufen, den du magst | Kein Smalltalk – sag: „Ich hab dich vermisst“ | Verbindung heilt schneller als Isolation |
| 4. Etwas loslassen, das dich belastet | Einen Brief schreiben und verbrennen | Altes Gewicht abwerfen schafft Raum für Neues |
| 5. Dich selbst berühren | Hand aufs Herz legen und atmen | Körperliche Selbstberührung aktiviert Oxytocin |
Frage-Antwort-Tabelle – Was Leser wirklich wissen wollen
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wie merke ich, dass ich mich selbst verstecke? | Wenn du dich ständig für andere entschuldigst, obwohl du nichts falsch gemacht hast. |
| Was ist der erste Schritt aus der Starre heraus? | Ein einziger Satz, der wahr ist – auch wenn er nur für dich selbst gedacht ist. |
| Kann man wirklich wieder lieben, nachdem man verletzt wurde? | Ja. Aber zuerst musst du dich selbst wieder lieben dürfen – in kleinen, hässlichen Stücken. |
| Warum fühlt sich Verletzlichkeit so gefährlich an? | Weil wir gelernt haben, dass Schwäche bestraft wird. Die Wahrheit ist: Sie verbindet. |
| Wie bleibt man dran, wenn die alten Muster zurückkommen? | Indem du sie erkennst und freundlich begrüßt – wie alte Bekannte, die du nicht mehr brauchst. |
Ein aktueller Trend, der gerade aus Nordamerika und Australien nach Europa überschwappt, heißt „Somatic Healing through Micro-Acts of Courage“. Menschen machen winzige mutige Handlungen – drei tiefe Atemzüge vor einem schwierigen Gespräch, eine Hand auf den eigenen Bauch legen, laut „Nein“ sagen –, um das Nervensystem sanft neu zu kalibrieren. Keine großen Sprünge. Nur kleine, tägliche Akte der Selbstachtung.
Das Zitat am Ende
„Man wächst nicht, wenn man sich immer nur sicher fühlt. Man wächst, wenn man zittert und trotzdem weitergeht.“ – Marie von Ebner-Eschenbach
Hat diese Geschichte etwas in dir berührt? Dann schreib mir in den Kommentaren, welcher Satz dich am meisten getroffen hat – ich lese jedes Wort. Teile den Text mit jemandem, der gerade eine sanfte Erinnerung braucht, dass er nicht allein ist.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.
Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.
Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.
erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.
Nicht mit Druck.
Nicht mit leeren Parolen.
Sondern mit Klarheit.
Impulse, die dir zeigen:
– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
– warum Erfolg ohne Sinn dich trotzdem müde macht
– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird
Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.
Viele Leser sagen danach:
„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“
Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:
Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.
Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.
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Sondern aus Respekt vor deiner Zeit.
Du kannst deine Stunden nicht vermehren.
Aber du kannst entscheiden,
dass sie Bedeutung haben.
Jede einzelne.
