Die verborgenen Gewohnheiten, die zu Gewinnen führen
In manchen Nächten sitzt man wach, starrt an die Decke und fragt sich, warum der andere scheinbar mühelos vorankommt, während man selbst das Gefühl hat, gegen eine unsichtbare Wand zu laufen. Kein Drama, kein Hollywood-Moment – einfach diese leise, nagende Frage: Was macht er anders?
Die Antwort liegt fast nie in den großen Strategien, die man auf Konferenzen hört. Sie liegt in den winzigen, unscheinbaren Dingen, die niemand filmt und die niemand postet.
Inhaltsverzeichnis
- Warum die sichtbaren Gewohnheiten meistens täuschen
- Der erste unsichtbare Hebel: Entscheidungs-Energie schonen
- Gewohnheit 2: Das tägliche „Pre-Mortem“ – rückwärts denken, bevor es schiefgeht
- Gewohnheit 3: Die Kunst, schlechte Gefühle nicht wegzudrücken, sondern zu eskortieren
- Gewohnheit 4: Mikro-Öffentlichkeit statt großer Accountability-Partner
- Gewohnheit 5: Das „Was-wäre-wenn-ich-falsch-liege?“-Training
- Gewohnheit 6: Absichtliche Langeweile als Kreativitäts-Doping
- Gewohnheit 7: Den Fortschritt in fremder Währung messen
- Was jetzt wirklich zählt – und was du heute Abend schon ändern kannst
Warum die sichtbaren Gewohnheiten meistens täuschen
Fast jeder, der langfristig gewinnt, zeigt dir gerne die Morgenroutine mit kaltem Wasser, Journal und grünem Smoothie. Kaum jemand zeigt dir die Gewohnheit, die wirklich den Unterschied macht: wie er mit Frustration, Scham und dem Gefühl „das wird nie was“ umgeht.
Eine der mächtigsten unsichtbaren Gewohnheiten ist, Entscheidungs-Energie konsequent zu schonen.
Wer jeden Tag hundert kleine Entscheidungen trifft (Was ziehe ich an? Was esse ich? Welche Mail zuerst?), hat abends kein Benzin mehr im Tank für die wirklich wichtigen Entscheidungen.
Deshalb entscheiden viele Gewinner schon am Vorabend:
- Welches ist morgen die eine Sache, die, wenn sie erledigt ist, alles andere leichter macht?
- Welche Kleidung liegt schon bereit?
- Was wird als erstes gegessen (meist etwas Proteinreiches, damit der Blutzucker nicht Achterbahn fährt)?
Das klingt banal. Genau deshalb unterschätzt es fast jeder.
Der erste unsichtbare Hebel: Entscheidungs-Energie schonen
Stell dir vor, du bist wie ein Smartphone-Akku mit 87 Prozent Restladung um 7 Uhr morgens. Jede Push-Benachrichtigung, jede „schnelle Entscheidung“, jede Wahl aus 14 Optionen kostet 1–2 Prozent.
Um 16 Uhr bist du bei 19 Prozent und wunderst dich, warum du plötzlich alles scheiße findest und nur noch scrollen kannst.
Die Gewinner laden nicht nur auf – sie verbrauchen bewusst weniger.
Konkretes Beispiel aus dem echten Leben (Norddeutschland, 2024, ein mittelständischer Maschinenbauer in der Nähe von Osnabrück):
Der technische Leiter (nennen wir ihn Henning, 41, verheiratet, zwei Kinder) hatte jahrelang das Gefühl, abends „leer“ zu sein. Er führte ein kleines Experiment ein:
- Outfit für den nächsten Tag wird abends um 21:30 Uhr hingelegt (inkl. Socken).
- Frühstückszutaten stehen bereits auf der Arbeitsplatte.
- Die eine wichtigste Aufgabe des nächsten Tages wird auf einen gelben Zettel geschrieben und direkt neben die Kaffeetasse gelegt.
Nach sechs Wochen berichtete er: „Ich habe plötzlich nach 17 Uhr noch Kraft für meine Frau und die Kinder. Vorher war ich nur noch Zombie.“
Gewohnheit 2: Das tägliche „Pre-Mortem“ – rückwärts denken, bevor es schiefgeht
Gary Klein hat das Konzept populär gemacht, aber die wenigsten wenden es wirklich täglich an.
Das Pre-Mortem ist lächerlich einfach: Stell dir vor, das Projekt / der Tag / die Woche ist komplett gescheitert – und schreibe auf, welche drei Dinge dafür verantwortlich waren.
Das machst du vorher, nicht hinterher.
Beispiel:
Ein selbstständiger Grafikdesigner aus Graz (nennen wir sie Lena, 34) hatte immer wieder Deadlines gerissen, weil sie „optimistisch geplant“ hatte.
Jetzt macht sie jeden Sonntagabend 7 Minuten Pre-Mortem für die Woche:
„Ich stelle mir vor, am Freitag um 18 Uhr heule ich, weil drei Kunden sauer sind. Warum?
- Ich habe wieder Ja zu einem Rush-Job gesagt.
- Ich habe den Mittwoch nicht blockiert.
- Ich habe keine Pufferzeit eingeplant.“
Seitdem sagt sie öfter Nein, blockiert bewusst Nachmittage und baut 30-Prozent-Puffer ein. Ihre Absage-Rate stieg, ihre Kundenzufriedenheit auch.
Gewohnheit 3: Die Kunst, schlechte Gefühle nicht wegzudrücken, sondern zu eskortieren
Die meisten Menschen verbringen enorme Energie damit, Angst, Scham, Neid oder Selbstzweifel nicht zu fühlen.
Die Gewinner lernen, diese Gefühle wie unangenehme Gäste zu behandeln: Sie öffnen die Tür, lassen sie rein, bieten ihnen einen Platz an – und irgendwann gehen sie von selbst wieder.
Konkrete Mikro-Übung (dauert 90 Sekunden):
- Name das Gefühl laut oder im Kopf: „Okay, da ist Scham.“
- Wo spürst du es im Körper? (Brust eng, Hals zu, Magen flau…)
- Atme dreimal tief in genau diese Stelle.
- Sag innerlich: „Du darfst da sein. Ich muss dich nicht bekämpfen.“
Das klingt esoterisch – ist es aber nicht. Es ist Neuropsychologie light: Wenn du den Kampf gegen das Gefühl beendest, sinkt die Amygdala-Aktivität rapide.
Gewohnheit 4: Mikro-Öffentlichkeit statt großer Accountability-Partner
Große öffentliche Ankündigungen („Ich mache 2025 den Millionenumsatz!“) erzeugen oft mehr Scham als Druck.
Viel wirksamer: Mikro-Öffentlichkeit.
Beispiel: Eine Pflegefachkraft aus Kiel (nennen wir sie Fenja, 29) wollte endlich ihre Fachweiterbildung Intensivpflege beginnen.
Statt es groß anzukündigen, schrieb sie jeden Abend um 21:15 Uhr in eine winzige WhatsApp-Gruppe mit zwei Freundinnen:
„Heute 22 Minuten gelernt. Seite 47–52. Morgen 30 Minuten.“
Nach vier Monaten hatte sie die Prüfung bestanden – ohne jemals „Accountability-Coaching“ gebucht zu haben.
Die Magie liegt in der winzigen, regelmäßigen Sichtbarkeit gegenüber zwei bis drei Menschen, die einen nicht richten, aber doch wahrnehmen.
Gewohnheit 5: Das „Was-wäre-wenn-ich-falsch-liege?“-Training
Die meisten Menschen verteidigen ihre Meinung, als wäre sie ihre Identität.
Gewinner trainieren aktiv den Muskel „Ich könnte mich irren – und das wäre okay“.
Tägliche Mini-Übung (30 Sekunden):
Bevor du eine starke Meinung äußerst (im Kopf oder laut), stell dir die Frage: „Was wäre das stärkste Argument, das gegen meine Position spricht?“
Nur diese eine Frage.
Wer das ein halbes Jahr macht, wird ruhiger, offener und trifft bessere Entscheidungen.
Gewohnheit 6: Absichtliche Langeweile als Kreativitäts-Doping
Der aktuellste Trend, der gerade aus den USA und Teilen Asiens langsam nach Mitteleuropa sickert: geplante Langeweile-Phasen ohne Gerät.
10–20 Minuten am Tag einfach nichts tun – kein Handy, kein Podcast, kein Buch, nur sitzen oder gehen.
Eine junge Produktmanagerin aus Basel (nennen wir sie Nora, 31) hat das ausprobiert, nachdem sie ständig „keine guten Ideen mehr“ hatte.
Nach drei Wochen berichtete sie:
„Ich hatte plötzlich wieder diese ‚Duschen-Ideen‘. Früher dachte ich, ich bin einfach nicht mehr kreativ. Jetzt merke ich: Mein Kopf hatte nie Pause.“
Gewohnheit 7: Den Fortschritt in fremder Währung messen
Die meisten messen Erfolg in Euro, Likes, Followern oder Titeln.
Langfristige Gewinner messen oft in ganz anderer Währung:
- Wie viel mehr Wahlmöglichkeiten habe ich heute als vor sechs Monaten?
- Wie viel leichter falle ich heute in alte Muster zurück?
- Wie oft habe ich heute „Nein“ gesagt, ohne schlechtes Gewissen?
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Schichtleiter in einer Papierfabrik bei Magdeburg (nennen wir ihn Thore, 38) fühlte sich jahrelang gefangen.
Sein neues Erfolgsmaß: „Wie viele Abende pro Woche komme ich pünktlich um 17:30 Uhr aus der Schicht und kann mit meinen Kindern essen?“
Innerhalb von neun Monaten stieg die Zahl von 1,2 auf 4,1 Abende pro Woche.
Frage-Antwort-Tabelle – häufige Einwände
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Aber ich hab doch gar keine Zeit für so viel Reflexion! | Du brauchst pro Tag insgesamt weniger als 12 Minuten. Es ist kein Zeitproblem, es ist ein Prioritätenproblem. |
| Was, wenn ich mich dann nur noch mit meinen Gefühlen beschäftige? | Im Gegenteil: Wer die Gefühle schnell anerkennt, verbringt viel weniger Zeit darin festzustecken. |
| Ich bin doch schon diszipliniert – wozu noch mehr Gewohnheiten? | Die meisten „disziplinierten“ Menschen sind nur in der Anfangsphase gut. Die verborgenen Gewohnheiten halten den Motor am Laufen, wenn die Motivation weg ist. |
| Klingt alles super – aber wo fange ich an? | Mit genau einer Sache. Am besten mit der Entscheidungs-Energie (Abend-Vorbereitung). Alles andere kommt später von selbst. |
Was jetzt wirklich zählt
Du brauchst keine neue Morgenroutine um 4:30 Uhr.
Du brauchst keine 75-Hard-Challenge.
Du brauchst sieben unscheinbare, fast peinlich banale Gewohnheiten, die du wirklich durchziehst – auch wenn niemand zuschaut.
Fang mit einer an.
Heute Abend.
Leg die Klamotten raus.
Schreib die eine Sache auf.
Atme dreimal in die Stelle, wo die Angst sitzt.
Und dann leg dich schlafen.
Morgen bist du schon ein kleines Stück weiter.
Hat dich einer der sieben Punkte heute getroffen? Schreib mir in die Kommentare: Welche dieser unsichtbaren Gewohnheiten probierst du als erstes aus – und warum genau diese? Teile den Text gerne mit jemandem, der gerade das Gefühl hat, „es reicht einfach nicht“.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
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Alles, was du liebst, ist endlich.
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