Die Spur nach oben ist blutig – nimm sie
Stell dir vor, du stehst vor einer Leiter aus rostigen Nägeln und Glasscherben. Nicht metaphorisch. Wirklich. Jemand hat sie extra so hingestellt, weil er genau wusste, dass du eines Tages hier stehen würdest.
Du hörst dein eigenes Blut in den Schläfen pochen wie ein Metronom, das auf Anschlag gestellt wurde. Und trotzdem – oder gerade deshalb – legst du die rechte Hand auf die erste Sprosse.
Inhaltsverzeichnis
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Einleitung: Kein Wohlfühl-Ratgeber
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Persönlicher Frontbericht
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Entscheidung zur Veränderung
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Gefühl der Enge im aktuellen Leben
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Einladung an die Leser:innen zur Selbstreflexion
Warum die meisten Menschen die Leiter gar nicht sehen
Sie liegt direkt vor ihnen, aber sie wurde von der Gesellschaft mit Tarnfarbe bestrichen: „Sei realistisch“, „Das ist doch eh nichts für dich“, „Andere haben es auch nicht besser“, „Sicherheit geht vor“.
In einer kleinen Wohnung in Rostock-Warnemünde sitzt gerade Nele Petersen, 34, examinierte Intensivkrankenschwester. Sie hat zwölf Jahre lang Nachtdienste geschoben, bis ihre Hände zitterten, wenn sie nur das Wort „Frühdienst“ hörte. Vor drei Monaten hat sie gekündigt – ohne neuen Job, ohne Netz, ohne Plan B. Ihre Mutter sagte: „Kind, du wirfst alles weg.“ Nele antwortete: „Nein. Ich werfe endlich etwas weg.“
Die erste Sprosse tut am meisten weh
Weil sie echt ist. Weil du spürst, dass du jetzt wirklich gewählt hast. Kein „Ich probier’s mal“ mehr – sondern ein stummer, endgültiger Satz: Ab hier gibt es kein Zurück unter die alte Decke.
Lars Baumgartner, 41, ehemaliger Stuckateur aus Innsbruck, kennt dieses Gefühl. Er hatte eine feste Firma, drei Gesellen, einen Transporter mit Firmenlogo. Dann kam der Tag, an dem er morgens vor der Baustelle stand und plötzlich wusste: Wenn ich heute wieder Zierprofile ziehe, sterbe ich innerlich weiter. Er verkaufte den Transporter, zahlte die Gesellen aus, behielt nur den alten Rucksack. Seitdem lebt er von Gelegenheitsjobs als Bühnenbildner für kleine Theater. Weniger Geld. Mehr Leben.
Blut ist kein Makel – es ist Beweis
Jedes Mal, wenn du eine Sprosse nimmst und etwas Altes abreißt – eine Beziehung, die nur noch Gewohnheit ist, einen Job, der dich wie ein schlechter Anzug trägt, eine Freundschaft, die nur noch aus Höflichkeitslikes besteht – fließt Blut. Deins oder fremdes. Meistens beides.
Eine der brutalsten Wahrheiten lautet: Wer aufsteigt, lässt zwangsläufig jemanden zurück. Nicht weil du ein Arsch bist. Sondern weil du wächst und sie nicht.
Die Leiter hat keine Geländer
Das ist Absicht. Geländer sind für Menschen, die noch glauben, man könne scheitern und trotzdem sicher landen. Oben wartet kein Netz. Nur der Wind und die Erkenntnis, dass du jetzt wirklich allein für alles verantwortlich bist.
Was passiert, wenn du trotzdem weiterkletterst
Du wirst leiser. Nicht weil du weniger redest – sondern weil du weniger recht haben musst. Du wirst klarer. Nicht weil du intelligenter wirst – sondern weil du aufhörst, dich selbst zu belügen. Du wirst gefährlicher. Nicht für andere – für deine eigene alte Version.
Aktueller Trend aus Nordamerika, der gerade nach Mitteleuropa sickert
Man nennt es dort „rage quitting 2.0“ oder „strategic torching“. Nicht mehr heimlich kündigen und zwei Wochen Resturlaub nehmen. Sondern laut und öffentlich alles anzünden, was dich klein hält – und dann mit dem Rauch im Rücken losgehen. In Toronto und Austin machen das gerade auffällig viele 32- bis 45-Jährige. In Berlin, Graz und Basel hört man seit etwa einem Jahr die ersten Nachahmer. Es ist noch kein Massenphänomen. Aber es breitet sich aus wie ein Buschfeuer, das von außen kontrolliert wirkt und von innen brennt.
Mini-Tabelle: Was du beim Klettern wirklich opferst (und was du dafür bekommst)
| Was du verlierst | Was es dich bisher gekostet hat | Was du stattdessen gewinnst |
|---|---|---|
| Monatliche Gehaltssicherheit | Deine Gesundheit, deine Nächte | Das Gefühl, lebendig zu sein |
| Den Applaus der Familie | Deine Authentizität | Respekt, der sich echt anfühlt |
| Den alten Freundeskreis | Deine Energie | Menschen, die dich wirklich sehen |
| Das Gefühl „Ich hab’s geschafft“ | Deine Träume | Das Gefühl „Ich bin gerade dabei“ |
Fünf Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du die erste Sprosse anfasst
- Wenn Geld und Meinung der anderen plötzlich keine Rolle mehr spielten – was würdest du heute noch tun?
- Wovor hast du am meisten Angst – zu scheitern oder weiter so zu leben wie jetzt?
- Welchen Teil von dir hast du schon lange begraben, um „vernünftig“ zu sein?
- Wenn du in fünf Jahren zurückblickst: Würdest du dir verzeihen, dass du nicht geklettert bist?
- Was ist das Schlimmste, das passieren kann, wenn du jetzt loslässt – und kannst du damit leben?
Kurze Fallgeschichte aus Zürich
Jael Huber, 29, war Junior Product Manager in einem großen Softwarehaus am See. Eines Morgens nahm sie ihren Laptop, ging in die Personalabteilung, legte das Gerät auf den Tisch und sagte: „Ich bin ab sofort nicht mehr verfügbar für Meetings über Sinnlosigkeiten.“ Sie hatte keine neue Stelle. Nur ein One-Way-Ticket nach Porto und 8 400 € Erspartes. Heute betreibt sie eine kleine Agentur für handgemachte Keramik und digitale Nomaden-Workshops. Sie sagt: „Ich habe mehr Narben, aber ich atme wieder.“
Was du brauchst, bevor du loskletterst
- Eine ehrliche Antwort auf die Frage „Wofür bin ich bereit zu bluten?“
- Einen kleinen Puffer (nicht viel – genug für 90 Tage Überleben)
- Den Mut, „Nein“ zu sagen, ohne es zu erklären
- Die Bereitschaft, ein Jahr lang komisch angeschaut zu werden
- Und vor allem: die Erkenntnis, dass unten verrecken viel schmerzhafter ist als oben bluten
Letzter Satz
Die Leiter ist nicht nett. Sie ist auch nicht fair. Aber sie ist offen. Und sie führt nach oben.
Wenn du gerade mit blutigen Händen oben angekommen bist oder dich endlich traust, die erste Sprosse zu nehmen: Schreib mir in die Kommentare, welche Sprosse dich am meisten geschmerzt hat – und warum es sich trotzdem gelohnt hat.
Hat dir der Text unter die Haut gegangen? Dann schreib mir bitte genau einen Satz in die Kommentare: An welcher Sprosse blutest du gerade – und warum kletterst du trotzdem weiter? Teile den Beitrag mit jemandem, der genau jetzt spürt, dass er unten nicht mehr atmen kann.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.
Alles, was du liebst, ist endlich.
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Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:
Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
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willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
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