Die Kraft der positiven Psychologie
Die Überschrift wird exakt übernommen.
Stell dir vor, der Regen prasselt in schrägen Fäden gegen die hohen Fenster eines alten Backsteinhauses in Greifswald, Vorpommern. Drinnen sitzt Johanna Mertens, 34, Logopädin in einer kleinen Praxis für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen, die Tasse dampfenden Ostfriesentee (stark, mit Kandis und Sahne) in beiden Händen. Sie starrt auf die nasse Scheibe und merkt plötzlich, dass sie seit Wochen nur noch in Grautönen denkt.
Das ist der Moment, in dem viele Menschen zum ersten Mal spüren, dass ihr innerer Monolog sie langsam erstickt.
Du kennst dieses Gefühl vielleicht: die Tage laufen ab wie ein schlecht eingestellter Film – alles ist da, aber die Farben fehlen. Die Kraft der positiven Psychologie beginnt genau dort, wo Johanna an jenem regnerischen Nachmittag begann: bei der radikalen Entscheidung, den inneren Kommentator nicht mehr länger den Regisseur sein zu lassen.
Was positive Psychologie wirklich ist – und was sie nicht ist
Positive Psychologie ist keine rosarote Brille, kein Zwang zum Grinsen, kein „denk einfach positiv und alles wird gut“. Sie ist die wissenschaftliche Untersuchung dessen, was das Leben lebenswert macht – statt sich ausschließlich darauf zu konzentrieren, was kaputt ist.
Martin Seligman, einer der Begründer, formulierte es einmal so: Wir haben Jahrzehnte damit verbracht zu verstehen, wie Menschen von –10 auf 0 kommen. Jetzt wollen wir herausfinden, wie sie von 0 auf +10 gelangen.
Der entscheidende Unterschied in der Haltung
Statt zu fragen „Was fehlt dir?“ fragt die positive Psychologie:
- Was funktioniert bei dir bereits erstaunlich gut?
- Wann warst du zuletzt tief erfüllt – und was genau hat dazu geführt?
- Welche Charakterstärken setzt du ein, ohne es überhaupt zu merken?
Die wichtigsten Säulen – kurz und greifbar
- Positive Emotionen kultivieren (nicht erzwingen)
- Flow-Erleben bewusst suchen
- Beziehungen als höchsten Glücksfaktor anerkennen
- Sinn und Bedeutung aktiv gestalten
- Leistung und Meisterschaft genießen – nicht nur ertragen
- Charakterstärken bewusst einsetzen
Geschichte aus Porto: Wie Miguel seine innere Richtung wiederfand
In einem kleinen Dachgeschoss-Atelier in der Ribeira von Porto sitzt Miguel Costa, 41, Keramiker, der seit fünf Jahren fast nur noch Gebrauchsgeschirr produziert, weil „Kunst ja doch keiner kauft“. Eines Morgens, während er Ton wirft und der Duft von frisch gebrühtem portugiesischem Bica (sehr starker Espresso) den Raum füllt, hört er sich selbst sagen: „Ich bin so müde davon, nur nützlich zu sein.“
An diesem Satz zerbricht etwas. Er beginnt – fast gegen seinen Willen – jeden Abend 15 Minuten lang aufzuschreiben, wann er am Tag Stolz, Dankbarkeit, Ehrfurcht oder zärtliche Belustigung gespürt hat. Nach elf Wochen bemerkt er, dass er wieder Figuren modelliert – ohne Auftrag, einfach weil die Hände es wollen.
Heute verkauft er kaum mehr Teller. Stattdessen kauft eine kleine Galerie in Lissabon seine skurrilen Seeungeheuer aus Ton. Der Unterschied war nicht, dass er plötzlich „positiv dachte“. Der Unterschied war, dass er begann, absichtlich nach den winzigen Momenten zu suchen, in denen sein Nervensystem bereits wusste, dass das Leben Sinn ergibt.
Ein aktueller Trend, der gerade nach Mitteleuropa rollt: savoring + memory stacking
In den USA und Teilen Asiens boomt seit etwa drei Jahren eine Kombination aus savoring (bewusstes Genießen & Verweilen in positiven Momenten) und memory stacking (das absichtliche Stapeln mehrerer positiver Erinnerungen zu einem emotionalen Kraftpaket).
Man nimmt sich abends 4–7 Minuten, ruft drei konkrete positive Momente des Tages wach (mit allen Sinnen) und verknüpft sie dann bewusst mit einer älteren, sehr starken Glückserinnerung. Das Ganze wird im Gehirn als eine Art „emotionaler Super-Compound-Effekt“ abgespeichert.
Erste kleine Feldstudien aus 2024/25 deuten darauf hin, dass diese Technik die Resilienz gegenüber Alltagsstress deutlich stärker erhöht als klassisches Dankbarkeitstagebuch-Schreiben allein.
Tabelle: Dein 7-Tage-Savoring-Experiment
| Tag | Fokus-Aufgabe | Dauer | Sensorischer Anker (Beispiel) |
|---|---|---|---|
| 1 | 3× täglich 30 Sek. innehalten & wirklich schmecken | 1,5 min | Wärme der Tasse, Bitterkeit des Kaffees auf der Zunge |
| 2 | Ein positives Gespräch absichtlich verlängern | 3 min | Klang der lachenden Stimme, Wärme im Brustkorb |
| 3 | Schönstes Licht des Tages bewusst wahrnehmen | 60 s | Goldene Streifen auf dem Parkettboden |
| 4 | Körperliche Wohlgefühle aktiv benennen | 90 s | Entspannung der Schultern nach langem Sitzen |
| 5 | Ein Kompliment wirklich annehmen (nicht abwinken) | – | Wärme im Gesicht, leises inneres Lächeln |
| 6 | Memory-Stack: 2 Tages-Highlights + 1 alte Erinnerung | 4 min | Geruch von frischem Brot + Omas Küche 1998 |
| 7 | Rückblick: Was hat sich im Erleben verändert? | 10 min | Offene Reflexion ohne Druck |
Frage-Antwort-Tabelle – die häufigsten Einwände
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Ist das nicht einfach nur Schönreden? | Nein – es geht darum, das bereits Vorhandene bewusst zu vergrößern, nicht Probleme wegzudiskutieren. |
| Was mache ich, wenn wirklich alles scheiße ist? | Dann beginnst du mit dem winzigsten echten Funken: warmer Duschstrahl, Atem, dass du lebst. |
| Ich bin eher realistisch, kein Träumer. | Gerade sehr nüchterne Menschen profitieren oft am stärksten, weil sie die Technik wie ein Werkzeug nutzen. |
| Brauche ich dafür nicht viel Zeit? | Die wirkungsvollsten Übungen dauern 30–240 Sekunden. |
| Funktioniert das auch bei Depression / Burnout? | Ja – aber begleitet und dosiert; es ersetzt keine Therapie, kann sie aber sinnvoll ergänzen. |
| Wie lange, bis ich etwas merke? | Die meisten spüren nach 14–21 Tagen eine spürbare Veränderung der Grundstimmung. |
Was Johanna in Greifswald heute anders macht
Sie hat angefangen, jeden Abend vor dem Schlafengehen drei Sätze aufzuschreiben:
- Etwas, das heute gut gelungen ist
- Jemandem, für den sie dankbar ist
- Eine kleine Schönheit, die sie fast übersehen hätte
Manchmal ist es nur „Die Art, wie das Licht durch die Gardine fiel, als der Kleine endlich ‚Mama‘ sagte“. Manchmal ist es „Dass ich heute nicht zurückgebrüllt habe, obwohl ich innerlich explodieren wollte“.
Nach vier Monaten sagt sie: „Ich habe nicht weniger Probleme. Aber die Probleme haben mich nicht mehr komplett im Griff.“
Abschließendes Zitat
„Glück ist nicht das Fehlen von Problemen, sondern die Fähigkeit, inmitten von Problemen lebendig zu bleiben.“ – Viktor Frankl
Hat dich der Text berührt oder zum Nachdenken gebracht? Dann schreibe gern in die Kommentare, welcher kleine Moment heute schon für dich gezählt hat – ich lese jede Zeile. Teile den Beitrag, wenn du jemanden kennst, der gerade etwas mehr Licht in den grauen Tagen brauchen könnte.
Über mich – Andreas Schulze
Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.
Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.
Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.
Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.
Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg
Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook
Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.
Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.
Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.
Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?
Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.
Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.
Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.
Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.
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Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.
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– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
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Viele Leser sagen danach:
„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“
Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:
Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.
Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.
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