Chaos um dich – und du bist der stille Kern

Chaos um dich – und du bist der stille Kern
Lesedauer 5 Minuten

Chaos um dich – und du bist der stille Kern

Inmitten des Lärms, der dich umgibt – der endlosen Nachrichtenflut, der Termine, die sich stapeln, der Stimmen in deinem Kopf, die nie verstummen –, gibt es einen Ort, der nur dir gehört. Er ist klein, fast unsichtbar, doch unzerstörbar. Dort sitzt die Gelassenheit. Nicht als weiches Kissen, das alles abfedert, sondern als ruhiger Kern, der bleibt, während alles andere wirbelt. Viele spüren ihn nur in den seltenen Momenten, wenn der Sturm für Sekunden nachlässt. Doch er kann trainiert werden. Er kann wachsen. Er kann der Mittelpunkt deines Lebens werden.

Dieser Beitrag ist kein sanfter Ratgeber. Er ist ein Werkzeug. Er zeigt dir Wege, wie Menschen aus dem Alltag – aus Schichtarbeit in einer norddeutschen Fabrik, aus dem Druck eines mittelständischen Büros in Bayern, aus der Stille eines Schweizer Bergdorfs – gelernt haben, Panik zu zertrümmern und stattdessen einen Raum der inneren Ordnung zu schaffen. Mit konkreten Schritten, echten Geschichten und dem Mut, auch die dunklen Ecken anzuschauen.

Inhaltsverzeichnis

  • Der stille Kern – was Gelassenheit wirklich bedeutet
  • Warum Panik heute unser Normalzustand ist
  • Die erste Säule: Kontrolle abgeben, was du nicht kontrollieren kannst
  • Die zweite Säule: Den Körper als Verbündeten gewinnen
  • Die dritte Säule: Gedanken beobachten, statt ihnen zu gehorchen
  • Die vierte Säule: Dankbarkeit als tägliche Waffe
  • Die fünfte Säule: Handeln ohne Ergebniszwang
  • Übungsphase: Dein 30-Tage-Plan zur inneren Festung
  • Häufige Stolpersteine und wie du sie umgehst
  • Der aktuelle Trend: Mentale Fitness statt bloßer Achtsamkeit

Der stille Kern – was Gelassenheit wirklich bedeutet

Gelassenheit ist keine Abwesenheit von Sturm. Sie ist die Fähigkeit, im Sturm zu stehen, ohne umzukippen. Sie fühlt sich nicht immer friedlich an – manchmal brennt sie sogar. Doch sie gibt dir die Macht, zu entscheiden, was in dir Raum bekommt und was nicht.

Stell dir vor, du bist ein alter Leuchtturm an der Nordsee. Die Wellen schlagen gegen die Steine, der Wind heult, Regen peitscht. Doch der Turm wankt nicht. Das Licht dreht sich weiter. Genau so funktioniert der stille Kern. Er ist nicht passiv. Er ist aktiv ruhig.

In einer kleinen Wohnung in Bremerhaven lebt Jonas Petersen, ein 38-jähriger Schichtarbeiter in einer Windkraftanlagen-Fabrik. Früher kam er nach der Nachtschicht nach Hause und explodierte bei jedem kleinen Streit mit seiner Partnerin. Heute sagt er: „Ich habe gelernt, dass der Sturm draußen ist – nicht in mir.“ Jonas trinkt morgens einen starken Filterkaffee schwarz, setzt sich fünf Minuten ans Fenster und fragt sich: „Was kann ich heute beeinflussen? Und was nicht?“ Das ist der Anfang.

Warum Panik heute unser Normalzustand ist

Zwei Drittel der Menschen in Deutschland fühlen sich häufig oder manchmal gestresst – ein Wert, der seit Jahren steigt. Die Techniker Krankenkasse zeigt in ihrem Stressreport diesen Trend deutlich. Weltweite Konflikte, Social-Media-Lawine, Verdichtung der Arbeit – alles drückt gleichzeitig.

In Österreich und der Schweiz sieht es ähnlich aus. Viele berichten von einem diffusen Dauerdruck, der sich in Schlafstörungen, Gereiztheit und dem Gefühl äußert, nie genug zu tun. Besonders junge Menschen zwischen 25 und 40 sind betroffen. Sie wollen alles: Karriere, Familie, Sinn, Abenteuer, Balance – und das in einer Welt, die immer schneller dreht.

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Die erste Säule: Kontrolle abgeben, was du nicht kontrollieren kannst

Die Stoiker nannten es Dichotomie der Kontrolle. Epiktet sagte sinngemäß: Manche Dinge liegen bei uns, manche nicht. Bei uns liegen Urteil, Absicht, Verlangen. Nicht bei uns liegen Körper, Besitz, Ruf, Wetter, Meinung der anderen.

Eine einfache Übung: Nimm ein Blatt Papier. Teile es in zwei Spalten. Links schreibst du alles auf, was dich gerade belastet. Rechts kreuzt du an, was du wirklich beeinflussen kannst. Der Rest wandert mental in eine Kiste mit der Aufschrift „Nicht mein Job“.

Lena Berger, eine 42-jährige Altenpflegerin aus Graz, machte das täglich. Sie konnte die Personalsituation im Heim nicht ändern, die Aggression mancher Patienten nicht stoppen. Aber sie konnte entscheiden, wie sie darauf reagierte. Heute sagt sie: „Ich habe aufgehört, gegen Windmühlen zu kämpfen. Stattdessen schütze ich meinen inneren Raum.“

Eine Meta-Analyse zu Achtsamkeitsbasierten Stressreduktionsprogrammen zeigt, dass solche kognitiven Umdeutungen Stress und Angst nachweisbar senken können – oft mit mittleren bis großen Effekten.

Die zweite Säule: Den Körper als Verbündeten gewinnen

Gelassenheit lebt im Körper. Wenn dein Herz rast, dein Atem flach wird, dein Nacken sich verspannt, lügt dein Nervensystem dir vor: Gefahr! Du kannst das umdrehen.

Atme 4 Sekunden ein, halte 4 Sekunden, atme 6 Sekunden aus. Wiederhole das 10-mal. Das aktiviert den Vagusnerv und schaltet den Parasympathikus ein – der Bremspedal des Stresssystems.

In einer Fabrikhalle in Wolfsburg übt Marco Lehmann, ein 35-jähriger Mechatroniker, das vor jeder Schicht in der Pause. Er steht zwischen den Maschinen, schließt kurz die Augen. Niemand lacht ihn aus. Im Gegenteil: Ein Kollege macht jetzt mit.

Die dritte Säule: Gedanken beobachten, statt ihnen zu gehorchen

Dein Geist ist kein Feind. Er ist ein Radio, das 24 Stunden sendet. Du musst nicht jeden Sender hören.

Setz dich 10 Minuten hin. Beobachte deine Gedanken wie Wolken am Himmel. Kein Urteil. Kein Festhalten. Wenn du merkst, dass du mitdenkst, kehre sanft zum Atem zurück.

Eine Meta-Analyse zu Mindfulness-Based Stress Reduction bestätigt: Regelmäßige Praxis reduziert Grübeln, Angst und depressive Symptome signifikant – bei gesunden Menschen wie bei Belasteten.

Die vierte Säule: Dankbarkeit als tägliche Waffe

Jeden Abend drei Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist. Klingt banal. Ist aber mächtig. Das Gehirn lernt, den Fokus auf das Vorhandene zu lenken statt auf das Fehlende.

Sara Müller, eine 29-jährige Einzelhandelskauffrau aus Basel, begann damit nach einer Trennung. „Am Anfang fühlte es sich gezwungen an. Nach zwei Wochen war es wie ein Rettungsring.“

Die fünfte Säule: Handeln ohne Ergebniszwang

Tu, was in deiner Macht steht – und lass dann los. Der Stoiker handelt tugendhaft, nicht ergebnisorientiert. Das befreit enorm.

Übungsphase: Dein 30-Tage-Plan zur inneren Festung

  • Tage 1–7: Tägliche Kontroll-Dichotomie + 4-7-8 Atmung
  • Tage 8–14: Gedanken beobachten 10 min + Dankbarkeitsliste
  • Tage 15–21: Kombination aller Säulen + ein „Nein“ pro Tag üben
  • Tage 22–30: Reflexion: Was hat sich verändert? Wo hakt es noch?
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Häufige Stolpersteine und wie du sie umgehst

  • Du vergisst die Übung → Lege sie an feste Zeiten (Kaffee-Moment).
  • Du fühlst dich scheinbar schlechter → Das ist normal – alte Muster wehren sich. Bleib dran.
  • Du zweifelst an der Wirkung → Führe ein kleines Erfolgs-Tagebuch.

Der aktuelle Trend: Mentale Fitness statt bloßer Achtsamkeit

In Europa gewinnt Mentale Fitness als proaktives Resilienz-Training an Boden. Statt nur Stress abzubauen, wird gezielt Stärke aufgebaut – inspiriert von Leistungssport. Erholungsphasen werden systematisch geplant. Der Trend kommt aus den USA und breitet sich 2026 stark aus.

Fragen & Antworten

  1. Wie schnell wirkt Gelassenheitstraining? Meist nach 2–4 Wochen täglicher Praxis spürbare Veränderungen – innere Ruhe in Stressmomenten, weniger Grübeln.
  2. Kann ich das neben Schichtarbeit schaffen? Ja – starte mit 5 Minuten. Der Körper gewöhnt sich schnell.
  3. Ist das nur für sensible Menschen? Nein – gerade robuste Typen profitieren oft am meisten, weil sie lernen, Druck nicht mehr zu schlucken.
  4. Was, wenn ich immer wieder ausrutsche? Das ist kein Rückfall. Das ist Training. Jeder Rückfall ist ein neuer Anfang.
  5. Brauche ich einen Coach? Nicht zwingend. Aber ein Buch oder Podcast kann helfen.

Tipp des Tages Setze dich heute Abend 3 Minuten hin. Atme bewusst. Frage dich: „Was lag heute wirklich in meiner Hand?“ Schreib eine Sache auf, die du gut gemacht hast. Das reicht für den Anfang.

Hat dir der Beitrag geholfen, einen kleinen Schritt mehr zu dir selbst zu finden? Schreib mir in den Kommentaren: Welche Säule spricht dich am meisten an – und warum? Teile den Text mit jemandem, der gerade im Sturm steht.

Über mich – Andreas Schulze

Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.

Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.

Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.

Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.

Meine Bücher findest du hier: Ebooks für deinen Erfolg

Mein vollständiges Profil findest du hier: Über Mich & Erfolgsebook

Willkommen auf meiner Seite – und in deiner Erfolgsgeschichte.

Blog Bilder für schöne Bider (4572)

Alles, was du liebst, wird vergehen.
Menschen. Momente. Gefühle.
Auch du.

Siehe auch  Der perfekte Sturm tobt – du bleibst eiskalt ruhig

Niemand sagt dir das gern ins Gesicht.
Aber dein Leben ist kein unendlicher Raum.
Es ist ein Countdown.

Rein rechnerisch hast du etwa 625.000 bis 700.000 Stunden auf dieser Welt.
Nicht mehr. Nicht weniger.

Ein Großteil davon verschwindet im Schlaf.
Ein weiterer Teil in Terminen, Pflichten, Ablenkung.
Und plötzlich stehst du da und denkst:
Wo ist all die Zeit geblieben?

Das Licht wird nicht langsam dunkler.
Es geht einfach aus.

Genau deshalb ist Zeit das Wertvollste, was du besitzt –
und gleichzeitig das, was die meisten Menschen am achtlosesten verlieren.

Alles, was du liebst, ist endlich.
Darum ist „später“ eine gefährliche Lüge.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn es ruhiger wird.
Nicht wenn du mehr Zeit hast.

Jetzt.
Heute.
In diesem Moment.

erfolgsebook.com existiert aus genau einem Grund:
Dir zu helfen, aus begrenzter Lebenszeit ein bewusstes Leben zu machen.

Nicht mit Druck.
Nicht mit leeren Parolen.
Sondern mit Klarheit.

Impulse, die dir zeigen:

– warum Genuss ohne Richtung dich leer zurücklässt
– warum Erfolg ohne Sinn dich trotzdem müde macht
– und wie aus bloßer Existenz ein Leben mit Tiefe wird

Keine Theorien.
Keine Motivationsfloskeln.
Sondern Gedanken, die dich dein Leben neu sehen lassen.

Viele Leser sagen danach:

„Ich renne meiner Zeit nicht mehr hinterher.
Ich entscheide, wofür ich sie einsetze.“

Und dann kommt der Satz, den niemand je hören wollte –
aber fast jeder irgendwann fühlt:

Eines Tages wachst du auf –
und es gibt kein ‚später‘ mehr für das,
was dir wirklich wichtig war.

Wenn du begreifst, dass du nur dieses eine Leben hast,
willst du nicht länger funktionieren.
Du willst fühlen.
Erleben.
Spuren hinterlassen – in deinem Herzen und in dem der Menschen, die du liebst.

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Sondern aus Respekt vor deiner Zeit.

Du kannst deine Stunden nicht vermehren.
Aber du kannst entscheiden,
dass sie Bedeutung haben.
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