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5 Dinge, die du noch erleben möchtest

Stell dir vor, der Wind trägt den Geruch von Salz und altem Holz heran, während du barfuß über warmen Sand läufst und spürst, wie die Welt für einen winzigen, perfekten Moment stillsteht. Genau dort beginnt alles. Nicht mit großen Plänen. Nicht mit Listen. Sondern mit einem leisen, fast unhörbaren Ja in deinem Brustkorb. Dieses Ja, das sagt: Ich will noch einmal richtig leben, bevor die Zeit nur noch Erinnerung wird.

Du kennst dieses Gefühl. Jeder kennt es. Es kommt meist nachts, wenn die Stadt schläft oder der Regen gegen die Scheibe trommelt. Plötzlich siehst du klar: Das Leben ist endlich. Und die Dinge, die wirklich zählen, sind oft genau die, die du immer wieder aufgeschoben hast. Dieser Beitrag ist kein klassischer Ratgeber. Er ist ein Kompass. Er zeigt dir fünf Dinge, die du noch erleben solltest – nicht weil sie auf irgendeiner Bucket-List stehen, sondern weil sie deine Seele tiefer atmen lassen.

Inhaltsverzeichnis

Die stille Sehnsucht nach dem ersten echten Ja Die fünf Dinge – und warum sie jetzt wichtig sind

  1. Jemanden so sehr lieben, dass es wehtut
  2. Einen Ort finden, an dem du ganz du selbst bist
  3. Etwas erschaffen, das länger lebt als du
  4. Dich selbst verzeihen – wirklich
  5. Sterben lernen, bevor du gehst Tabelle: Deine persönliche Erlebens-Checkliste Fragen & Antworten – direkt aus dem Leben Der Trend, der gerade nach Europa kommt Abschließendes Zitat

Die stille Sehnsucht nach dem ersten echten Ja

Du wachst nicht auf und denkst: Heute erfülle ich meine Bucket-List. Du wachst auf und spürst eine Leere, die keinen Namen hat. Sie ist nicht laut. Sie flüstert. Sie fragt: Wann hast du das letzte Mal etwas getan, nur weil dein Herz es wollte? Nicht weil es vernünftig war. Nicht weil es auf Instagram gut aussah. Sondern weil es sich richtig anfühlte, wie ein Schlüssel, der endlich ins Schloss passt.

In kleinen Momenten zeigt sich die Wahrheit. Eine Frau in den Dreißigern sitzt in einem Zugabteil Richtung Norden, draußen ziehen Kiefern vorbei, der Kaffee in ihrer Hand ist längst kalt geworden. Sie heißt Hanna Wegener, sie arbeitet als Logopädin in einer kleinen Praxis in Greifswald. Sie hat vor zwei Wochen die Scheidungspapiere unterschrieben. Nicht aus Hass. Sondern aus Erschöpfung. Und während der Zug über die Schienen rattert, merkt sie plötzlich: Ich habe vergessen, wie es sich anfühlt, etwas nur für mich zu wollen.

Gleichzeitig, tausende Kilometer entfernt, in den Bergen von Québec, sitzt Étienne Moreau, Forsttechniker und leidenschaftlicher Holzschnitzer, am Kamin. Er hat vor Kurzem seinen Vater verloren. Der alte Mann hatte immer gesagt: „Junge, mach, was dich brennen lässt. Der Rest kommt von allein.“ Étienne hat es nie getan. Jetzt hält er ein Stück Ahornholz in den Händen und weiß: Wenn ich jetzt nicht anfange, wird dieses Holz nie eine Figur werden – und ich nie der Mann, der sie hätte erschaffen können.

Beide, Hanna und Étienne, stehen am selben unsichtbaren Punkt. Sie spüren: Es ist Zeit. Zeit für die fünf Dinge.

Die fünf Dinge – und warum sie jetzt wichtig sind

1. Jemanden so sehr lieben, dass es wehtut

Liebe, die nicht wehtut, ist meistens Bequemlichkeit. Die echte, die dich nachts wach hält, die dich zwingt, dich selbst zu hinterfragen, die dich wachsen lässt – die tut weh. Und genau deshalb ist sie so wertvoll.

Stell dir vor, du triffst in einem kleinen Buchladen in Porto jemanden. Der Regen prasselt gegen die Scheiben, drinnen riecht es nach altem Papier und frischem Espresso. Ihr sprecht über Pessoa, über Sehnsucht, über das, was bleibt, wenn alles andere wegbricht. Und plötzlich merkst du: Diese Person versteht dich auf eine Art, die dich gleichzeitig rettet und zerreißt. Du hast Angst. Aber du bleibst. Weil du spürst: Das ist es. Das ist das Gefühl, von dem die Dichter immer geschrieben haben.

Es muss nicht für immer sein. Aber es muss echt sein. Einmal so geliebt zu haben – und zurückgeliebt worden zu sein – verändert für immer, wie du Liebe von Zuneigung unterscheidest.

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2. Einen Ort finden, an dem du ganz du selbst bist

Nicht jeder Ort muss weit weg sein. Manchmal ist es der Wald hinter deinem Elternhaus, in dem du als Kind stundenlang mit einem Stock im Bach gestochert hast. Manchmal ist es eine Hütte in den Südtiroler Dolomiten, wo der Wind durch die Lärchen pfeift und du zum ersten Mal seit Jahren wieder tief durchatmest.

Für Lars Pedersen, dänischer Windkrafttechniker, der seit fünf Jahren in Aarhus lebt, war dieser Ort ein winziger Leuchtturm auf einer dänischen Ostseeinsel. Er war dorthin gefahren, um Abstand zu gewinnen. Stattdessen fand er sich selbst. Kein Handyempfang. Nur Möwengeschrei, Salz auf der Haut und das Gefühl: Hier muss ich niemandem etwas beweisen.

Du brauchst keinen exotischen Namen. Du brauchst nur Stille, die groß genug ist, damit deine innere Stimme wieder hörbar wird.

3. Etwas erschaffen, das länger lebt als du

Ein Buch. Ein Lied. Ein Garten. Ein Baum, den du pflanzt. Ein Mensch, den du großziehst. Etwas, das bleibt, wenn dein Name längst verblasst ist.

Mara Solari, Keramikerin aus Umbrien, formt seit zwanzig Jahren Schalen und Vasen. Sie sagt: „Jede Schale, die ich brenne, ist ein Stück von mir, das die Zeit überdauern wird. Vielleicht hält jemand in hundert Jahren Kaffee darin. Und meine Hände sind dann immer noch spürbar.“ Das ist kein Größenwahn. Das ist Sterblichkeitsbewältigung auf die schönste Art.

Fang an. Egal, wie klein. Ein Gedicht auf einen Zettel. Ein Rezept, das du perfektionierst. Ein Brief, den du endlich schreibst. Hauptsache, es bleibt.

4. Dich selbst verzeihen – wirklich

Die schwerste Reise ist die nach innen. Du trägst Dinge mit dir herum – Worte, die du nie zurückgenommen hast, Entscheidungen, die du heute anders treffen würdest, Momente, in denen du nicht genug warst. Und das Gewicht davon macht dich kleiner, als du bist.

Klara Voss, Intensivpflegerin in einer Klinik in Rostock, hat jahrelang mit sich selbst gekämpft, weil sie einmal während einer Schicht die falsche Medikamentendosierung fast übersehen hätte. Der Patient überlebte. Trotzdem trug sie die Schuld wie einen Rucksack voller Steine. Bis sie eines Tages in einer Fortbildung saß und die Worte hörte: „Vergebung ist kein Geschenk an den anderen. Es ist ein Geschenk an dich selbst.“

An diesem Abend setzte sie sich mit einem Glas Rotwein ans Fenster und sagte laut: „Es tut mir leid. Und ich lasse dich jetzt gehen.“ Zum ersten Mal seit Jahren schlief sie ohne Albträume.

Verzeihen ist nicht vergessen. Es ist Platz schaffen für Neues.

5. Sterben lernen, bevor du gehst

Das klingt düster. Ist es aber nicht. Es ist das Gegenteil von Verdrängung. Es ist die Vorbereitung auf das Unvermeidliche – und dadurch die Befreiung zum wirklich Leben.

Wenn du weißt, dass alles endet, hörst du auf, dich mit Unwichtigem zu beschäftigen. Du rufst die Menschen an, die dir wichtig sind. Du sagst, was gesagt werden muss. Du hörst auf, dich zu verbiegen.

Timo Falkenberg, Schreiner aus dem Sauerland, hat nach einer schweren Krankheit angefangen, jeden Sonntag einen „Dankesbrief“ zu schreiben – an Menschen, die ihm etwas bedeutet haben. Manche Briefe hat er abgeschickt. Manche liegen in einer Schublade, für später. Er sagt: „Seit ich weiß, dass ich sterben werde, lebe ich zum ersten Mal wirklich.“

Das ist keine Todessehnsucht. Das ist Lebensgier.

Tabelle: Deine persönliche Erlebens-Checkliste

Erlebnis Habe ich es schon gespürt? (Ja/Nein/Teilweise) Was halte ich davon ab? Nächster kleiner Schritt
Jemanden so lieben, dass es wehtut
Einen Ort der vollen Übereinstimmung
Etwas Bleibendes erschaffen
Mich selbst wirklich verzeihen
Sterben lernen, bevor ich gehe

Fragen & Antworten – direkt aus dem Leben

  1. Was, wenn ich Angst habe, dass es zu spät ist? Es ist nie zu spät. Der Moment, in dem du dich entscheidest, ist der Anfang. Das Alter ist nur eine Zahl – die Sehnsucht ist zeitlos.
  2. Wie finde ich den Mut, jemanden wirklich zu lieben? Indem du zuerst dich selbst wirklich liebst. Nicht perfekt. Sondern ehrlich. Der Rest folgt von allein.
  3. Was, wenn ich keinen Ort habe, an dem ich ganz ich bin? Dann erschaffe ihn. Manchmal ist es nur eine Ecke im Zimmer mit einem Sessel und einem Baum vor dem Fenster. Manchmal ein Land. Hauptsache, du fühlst dich gesehen.
  4. Wie weiß ich, dass ich etwas Bleibendes geschaffen habe? Du wirst es nie ganz wissen. Aber du wirst es spüren – wie ein leises Echo, das weiterklingt, auch wenn du längst nicht mehr da bist.
  5. Wie lernt man verzeihen? Indem du aufhörst, dich selbst zu bestrafen. Schreibe einen Brief an dein früheres Ich. Lies ihn laut vor. Und verbrenne ihn danach. Symbolisch. Es hilft.
  6. Muss ich wirklich über den Tod nachdenken? Nur, wenn du wirklich leben willst. Die meisten Menschen sterben erst, wenn sie tot sind. Die anderen beginnen schon lange vorher zu leben.
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Der Trend, der gerade nach Europa kommt

In Japan und Südkorea gibt es seit einigen Jahren eine wachsende Bewegung namens „Shinrin-yoku 2.0“ – eine Weiterentwicklung des Waldbadens. Menschen gehen nicht nur in den Wald, um zu entschleunigen. Sie gehen, um Abschied zu üben. Sie setzen sich unter einen Baum, stellen sich vor, dies sei ihr letzter Tag, und schreiben auf, wofür sie dankbar sind. Diese Praxis breitet sich gerade leise über Skandinavien und die Alpenregion aus. Es ist kein morbider Trend. Es ist radikale Dankbarkeit. Und sie verändert, wie Menschen entscheiden, wem und was sie ihre Zeit schenken.

Zum Schluss ein Zitat, das alles zusammenfasst:

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ – Antoine de Saint-Exupéry

Hat dir dieser Text etwas in dir berührt oder wachgeküsst? Dann schreib mir in den Kommentaren, welches der fünf Dinge dich am meisten ruft – und warum. Deine Worte können jemanden genau jetzt erreichen, der es gerade braucht.

Über mich – Andreas Schulze

Ich bin Andreas Schulze, Schriftsteller und Autor zu persönlicher Entwicklung, Motivation und Bewusstsein. Seit über vier Jahrzehnten untersuche ich, was Menschen antreibt und wie persönliches Wachstum entsteht.

Meine Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung und dem Austausch mit Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen. Seit mehr als 20 Jahren führe ich Interviews und Gespräche weltweit – heute meist digital über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams.

Die Erkenntnisse daraus fließen in meine Bücher, Blogbeiträge und Coachings auf Erfolgsebook.com ein. Dabei geht es mir um klare, praktische Ansätze, die helfen, Denken und Entscheidungen bewusster zu gestalten.

Ich sehe meine Aufgabe darin, Erfahrungen und Beobachtungen so aufzubereiten, dass sie anderen mehr Klarheit, Selbstbestimmung und innere Stärke ermöglichen.

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  • 😴 Kapitel 27: Wissenschaft des Schlafes – Höchstleistung beginnt nachts

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