Wollen Sie mehr Motivation?

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Motivation wird von fast allen gewünscht. Sie ist das, was zur Bewältigung täglicher Aufgaben wie auch größerer Projekte benötigt wird. Sie ist immer dann notwendig, wenn Ziele gesetzt werden, wenn sie erreicht werden sollen.

Menschen werden durch verschiedene Dinge motiviert, und es gibt Zeiten, in denen es an Motivation mangelt. Motivation ist wichtig, wenn Aufgaben erledigt und Ziele erreicht werden sollen.

Forscher der Positiven Psychologie haben die Motivation untersucht, um Wege zur Steigerung der Motivation zu finden. Die Selbstbestimmungstheorie von Ryan und Deci ist zur Zeit die am besten erforschte und am meisten akzeptierte Motivationstheorie. Sie beschreibt Motivation als ein Kontinuum von sechs verschiedenen Ebenen. Das Kontinuum beginnt damit, dass man nicht motiviert ist, bewegt sich durch drei extrinsische (externe) Ebenen und endet mit zwei intrinsischen (internen) Ebenen.

Sie glauben, dass Motivation mit drei menschlichen Grundbedürfnissen zusammenhängt:

1. Kompetenz,

2. Autonomie und

3. Verwandtschaft.

Sie können sich diese drei Bedürfnisse als Zutaten vorstellen, die notwendig sind, damit sich jemand motiviert fühlt. Wenn Sie sich z.B. kompetent oder fähig fühlen, etwas zu tun, das Ihnen wichtig ist, steigt Ihre Motivation, die Aktivität durchzuführen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie in der Lage sind, allein zu handeln, ohne sich von anderen kontrolliert zu fühlen, sind Sie motiviert, mit einer Aufgabe fortzufahren. Und wenn Sie in der Lage sind, sich mit anderen auf positive Weise zu verbinden, sind Sie oft motiviert, etwas zu tun, was Sie alleine wahrscheinlich nicht tun werden.

Wenn man sich die drei Grundbedürfnisse im Zusammenhang mit Motivation vor Augen hält, ist die erste Ebene auf dem Kontinuum unmotiviert. Wenn Sie nicht motiviert sind, schätzen Sie die Aktivitäten nicht oder erwarten kein positives Ergebnis. Sie fühlen sich auch nicht kompetent, die Aktivität durchzuführen. Manchmal befinden sich Menschen auf dieser Ebene, wenn sie einen Plan für gesunde Ernährung oder ein Übungsprogramm beginnen. Wenn nicht mindestens eines der drei oben genannten Bedürfnisse erfüllt werden kann, ist es wahrscheinlich, dass der Plan scheitert.

Auf der nächsten Ebene beginnt die externe Motivation wichtig zu werden, weil sie den Kompetenzbedarf durch Bestechungsgelder oder Bestrafung erfüllt. In der Regel handelt es sich dabei um Aktivitäten, die man tun muss, bei denen man aber keinen Wert darin sieht. Sie machen in der Regel keinen Spaß. Hausarbeiten oder Putzen fallen oft in diese Kategorie. Die Bestechungen und Bestrafungen sind in der Regel motivierend, solange sie fortgesetzt werden.

Auf den nächsten beiden Ebenen geht es mit der externen Motivation weiter. Kompetenz ist nach wie vor wichtig. Der Unterschied besteht darin, dass Sie auf diesen Ebenen anfangen zu denken, dass Sie die Aktivität durchführen sollten. Wenn Sie sie nicht machen, entsteht oft ein Gefühl von Schuldgefühlen. Die Aktivität macht jedoch weiterhin keinen Spaß. In dieser Motivationsebene kann die Übung nachlassen.

Auf der höchsten Ebene der extrinsischen Motivation bleibt das Bedürfnis nach Kompetenz bestehen, das Bedürfnis nach Autonomie beginnt, und die Verbundenheit wird wichtig, wenn Sie anfangen, Dinge zu tun, um anderen zu gefallen. Man fängt auch an, Gründe für eine Aktivität zu sehen, auch wenn sie nicht angenehm ist. Man fragt sich, wem es gefallen würde, was man tut. Wenn Sie das wissen, fängt es an, Ihnen eine gewisse Befriedigung zu geben. Auf dieser Ebene beginnen Sie, sich für das Ergebnis zu interessieren und wollen, dass es Ihren persönlichen Werten entspricht.

Die letzten beiden Ebenen des Kontinuums sind Formen der intrinsischen Motivation. Auf dieser Ebene wollen Sie etwas nur für die Erfahrung selbst tun, weil sie zu Wachstum, Gemeinschaft, Genuss oder Intimität führt. Sie erkennen, dass es Ihrer Gesundheit oder der Umwelt helfen könnte.

Die intrinsische Motivation hängt stark mit dem „Flow“ zusammen, da Sie sich voll und ganz auf die Aktivität einlassen. Sie ist sehr befriedigend, weil sie oft einige Ihrer Stärken nutzt. Um effektiv zu sein, muss ein Gleichgewicht zwischen den Fertigkeiten oder Fähigkeiten, die zur Durchführung der Aktivität erforderlich sind, und dem Grad der Herausforderung bei der Durchführung der Aktivität bestehen. Je nach Situation kann die intrinsische Motivation leicht durch Bezahlung, auferlegte Fristen, Zwang und unnötige Regeln untergraben werden, da diese die Aktivität weniger unterhaltsam machen können.

Die Wahl geeigneter Ziele ist der Schlüssel zur Motivation. Ziele können in zwei Arten unterteilt werden. Leistungsziele konzentrieren sich darauf, etwas gut zu machen oder zu versuchen, etwas zu gewinnen. Meisterschaftsziele konzentrieren sich auf den Versuch, zu lernen oder sich zu verbessern. Anstatt den Wettbewerb zu gewinnen, versuchen Sie also, Ihre bisherige Leistung oder einen anderen internen Erfolgsstandard zu verbessern. Meisterschaft ist eher auf das Lernen als auf die Note ausgerichtet und ruft mehr Motivation hervor.

Die folgenden Tipps werden Ihnen helfen, Ihre Motivation zu steigern:

1. Machen Sie Ziele nach Möglichkeit intrinsisch.

2. Wählen Sie Ziele, die gut zu Ihren Bedürfnissen, Interessen, Werten und Ihrer Persönlichkeit passen.

3. Arbeiten Sie auf ein wünschenswertes zukünftiges Ergebnis hin, anstatt zu versuchen, ein unerwünschtes Ergebnis zu vermeiden.

4. Konzentrieren Sie sich auf das Ergebnis und den Nutzen Ihres Ziels.

5. Wählen Sie Meisterschaftsziele, um den Kompetenzbedarf zu decken, statt Leistungsziele, die Ängste hervorrufen können.

6. Entfernen Sie alle unverdienten oder selbstzweifelnden Gedanken, die Sie über sich selbst haben.

Um Ihre Motivation zu erhöhen, denken Sie über die Ergebnisse nach, die Sie erzielen wollen, damit Sie sich darüber im Klaren sind, was Sie tun müssen. Konzentrieren Sie sich bei der Ausarbeitung Ihres Plans zur Erreichung Ihres Ziels auf die Ergebnisse und den Nutzen, den Sie haben werden. Sie werden entdecken, wie motiviert Sie sein können. Maurine Patten

 

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