Wohlbefinden und Glücklichsein messen

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David Cameron hat ein Projekt zur Ermittlung des Wohlergehens der Nationen ins Leben gerufen. Das Office for National Statistics soll ein nationales Wohlstandsprojekt leiten, um herauszufinden, was die Menschen glücklich macht und wie glücklich das Vereinigte Königreich insgesamt ist. Cameron hat Recht, wenn er sagt, dass das BIP „eine unvollständige Methode ist, um den Fortschritt eines Landes zu messen“; es gibt viele andere Faktoren, die dies beeinflussen können.

Das ONS wird jedoch wahrscheinlich feststellen, dass es sehr schwierig ist, so etwas Abstraktes wie Wohlbefinden zu messen. Eine Möglichkeit besteht darin, vielen Menschen im ganzen Land und aus allen Gesellschaftsschichten eine Frage nach dem Motto „Wie würden Sie Ihr Wohlbefinden im letzten Monat, in den letzten sechs Monaten oder im letzten Jahr insgesamt einschätzen“ mit einer einfachen Bewertungsskala zu stellen.

Dies allein reicht jedoch nicht aus; die Forscher müssten auch einige demographische Informationen und andere Informationen über die Erfahrungen der Befragten in diesem Zeitraum kennen, um einen Grad an Objektivität in den Index zu bringen. Um eine Skala des Wohlbefindens zu erstellen, die mit dem BIP vergleichbar ist, muss ein Weg gefunden werden, um verschiedene Lebensereignisse und Erfahrungen mit dem subjektiven Wohlbefinden zu korrelieren.

Ein Teil der Schwierigkeit bei diesem Projekt besteht darin, eine Liste aller Faktoren zu erstellen, die das eigene Wohlbefinden potenziell beeinflussen könnten. Solche Faktoren können z.B. mit der Wirtschaft in Verbindung gebracht werden:

Sicherheit des Arbeitsplatzes

Berufsaussichten

Hypothekarische Sicherheit

Die Lebenshaltungskosten

Einige dieser Faktoren sind relativ einfach zu messen; so könnte es beispielsweise möglich sein, den Einzelhandelspreisindex mit den subjektiven Berichten der Menschen über ihr Wohlbefinden zu verknüpfen. Es gibt jedoch viele andere Faktoren, die das eigene Wohlbefinden beeinflussen können, die schwieriger zu messen sind, wie z.B:

Bildungsniveau

Gesundheit

Größe des sozialen Kreises

Verbindung zur lokalen Gemeinschaft

Beziehungen zu Familie/Partner

Religiosität

Hier kann die Messung des Wohlbefindens sehr kompliziert werden; so kann beispielsweise für einige Menschen mit sehr hohen akademischen Qualifikationen eine zentrale Rolle für ihr subjektives Wohlbefinden spielen, während sie für andere Menschen nicht besonders relevant ist. Ebenso kann eine religiöse Überzeugung dazu führen, dass Menschen über ein hohes Maß an Wohlbefinden berichten, aber man kann daraus nicht ableiten, dass Menschen ohne religiöse Überzeugung über ein niedriges Maß an Wohlbefinden berichten würden.

Eine weitere große Schwierigkeit ist die Berücksichtigung des Alters. Was bei Menschen im späten Teenageralter und Anfang zwanzig ein hohes Maß an Wohlbefinden verursacht, ist wahrscheinlich nicht dasselbe wie das, was bei Menschen über achtzig ein hohes Maß an Wohlbefinden verursacht. Darüber hinaus gibt es das alte Problem, dass Korrelation keine Kausalität impliziert; etwas kann mit dem Wohlbefinden korrelieren, aber es nicht verursachen. John A Hurst 

„Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“  Winston Churchill

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