Vom Erfolg lernen, nicht vom Misserfolg

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Sie haben immer wieder gehört: „Ich habe aus meinen Fehlern mehr gel­ernt als aus meinen Erfol­gen.“ Meine Antwort lautet: „Das bezwei­fle ich.“

Sie ver­brin­gen Stun­den, Tage und end­lose Energie damit, einen Fehler zu kor­rigieren (oder schlim­mer noch, ihn zu vertei­di­gen), indem sie ihn analysieren und sezieren, wobei sie in der Regel eine zusam­menge­flickt Ver­sion des Schla­mas­sels pro­duzieren, den sie hat­ten. Wenn Ihnen das Mod­ell 101 nicht gefall­en hat, wie groß sind dann die Chan­cen, dass 201 Ihren Bedürfnis­sen bess­er entspricht? Wir sehen das immer wieder in Beziehun­gen: Men­schen gehen erfol­g­los mit dem­sel­ben Typ aus oder stellen ihn ein, immer und immer wieder, in der Hoff­nung auf etwas anderes und Besseres. Wie oft klappt das?

Ich schlage vor, dass Sie die Verbindung zu gescheit­erten Ver­suchen ver­drän­gen, löschen oder sog­ar ver­leug­nen. Schreiben Sie es als Übung ab. Geste­hen Sie sich ein, dass Sie einen schlecht­en Tag hat­ten, eine schlechte Idee, oder dass Sie von der falschen Prämisse aus­ge­gan­gen sind. Geste­hen Sie sich ein, dass es in dem Moment ziem­lich gut aus­sah, aber jet­zt, im Nach­hinein, lächer­lich war. Fra­gen Sie sich: „Was habe ich mir nur dabei gedacht?“ (Die Antwort reicht wahrschein­lich nicht aus), und dann machen Sie weit­er.

Um voranzukom­men, muss ich oft wegge­hen. Von einem anderen Ort aus arbeit­en. Ich muss die Scharte auswet­zen und aus einem anderen Blick­winkel begin­nen. Ich lege Para­me­ter fest, die mir sagen, was ich dieses Mal tun kann und was nicht. Wenn ich das nicht tue, zieht mich der Fehler in der Regel zurück und zwingt mich, ihn zu kor­rigieren. Der Stolz auf die Urhe­ber­schaft kann für die Ideen­find­ung tödlich sein.

  Besitzen Sie die drei Elemente des Erfolgs?

Vielle­icht fange ich dieses Mal – wie viele Krim­i­au­toren – mit dem let­zten Satz an. Würde mir eine kon­träre Sichtweise helfen, den Kern mein­er Aus­sage zu find­en? Muss ich ihn buch­stäblich ver­bren­nen – eine Tak­tik, die viele Kreative, die ich kenne, anwen­den, um sicherzuge­hen, dass sie nicht zurück­ge­hen, um nachzuschla­gen und ein Gefühl des Abschlusses oder der erre­gen­den Bedräng­nis zu ver­spüren. Ich bin mir nicht sich­er, ob die Meth­ode wichtig ist, solange es geschieht.

Wenn es darum geht, aus unseren Erfol­gen zu ler­nen, liegt der Schlüs­sel oft darin, die Verbindung zwis­chen ober­fläch­lich betra­chtet unzusam­men­hän­gen­den Teilen zu sehen und die Verbindung zu find­en. Woran lag es, dass meine Grup­pen­präsen­ta­tion und der Artikel, den ich geschrieben habe, so gut anka­men? Wenn es nicht am The­ma, an meinem Inter­esse an den The­men oder an der Tat­sache lag, dass ich dafür bezahlt wurde, kön­nte es daran liegen, dass ich mit ein­er anderen Per­son zusam­mengear­beit­et habe und mich deshalb weniger exponiert oder isoliert fühlte? Oder kön­nte es daran liegen, dass ich mir viel Zeit genom­men und mich in das ver­tieft habe, was ich den Zuhör­ern mit auf den Weg geben wollte? Es ist wichtig, die Voraus­set­zun­gen für den Erfolg her­auszufind­en, wenn man eine Rei­he von Erfol­gen haben möchte.

Es ist wichtig, sich über seine Erfolge zu freuen, vielle­icht sog­ar eine Beloh­nung zu bekom­men. Nehmen Sie die Anerken­nung von geschätzten Kol­le­gen und Fre­un­den an. Leis­tungsstarke Men­schen bagatel­lisieren oft ihren Erfolg und streben immer nach der näch­sten Errun­gen­schaft. Damit erweisen sie sich selb­st einen emo­tionalen und prak­tis­chen Bären­di­enst. Sie ignori­eren auch ein wichtiges und schnelles Mit­tel, um sich an Erre­icht­es zu erin­nern.

  Wie Sie mit den 3 bewährten Erfolgsstrategien bekommen, was Sie wollen

Hier ist meine Her­aus­forderung für Sie.

Wenn Sie das näch­ste Mal scheit­ern oder eine Ent­täuschung erleben, beschließen Sie, diese aufzugeben und sich auf Ihre Erfolge zu konzen­tri­eren. Ver­ban­nen Sie den Fehler absichtlich und diszi­plin­iert; nehmen Sie Ihre Tri­umphe als Lehrer und Cheer­leader an. Nehmen Sie sich Zeit, um zu unter­suchen, warum etwas gut gelaufen ist, und wid­men Sie dem, was falsch gelaufen ist, wenig oder gar keine Zeit. Lassen Sie sich von der Freude über eine gelun­gene Arbeit leit­en und nicht von den demüti­gen­den, demor­al­isieren­den Botschaften, die Sie und andere ver­bre­it­en, wenn etwas nicht so läuft wie erhofft. Auf Ihre Erfolge!

Es gibt drei Feinde des per­sön­lichen Friedens: Bedauern über die Fehler von gestern, Besorg­nis über die Prob­leme von mor­gen und Undankbarkeit für den Segen von heute – William Ward

“Die 5 Erfol­gsprinzip­i­en” — neues Buch von Benedikt Ahlfeld

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