Ihr erstes Buch schreiben – Motivation verstehen

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Es besteht kein Zweifel daran, dass eine Visionierung Klarheit über den Schwerpunkt, die Absicht und das gewünschte Ergebnis schafft. Diese Klarheit ist absolut notwendig, wenn man ein Buch irgendwelcher Art schreibt. Wenn man weiß, wo man sein möchte, wenn man mit dem Schreiben fertig ist, bleibt das Schreiben auf Kurs und fokussiert. Es erlaubt Ihnen, genau das zu schreiben, was Sie brauchen, und nur das, was Sie brauchen.

Aber Visionen gelten nicht nur für Ihr aktuelles Buch, Ihren Artikel oder Ihr Seminar. Sie gilt auch für Ihr Schreiben als Ganzes.

Warum?

Weil eine starke Vision von dem, was Sie erreichen wollen, für eine effektive Selbstmotivation unerlässlich ist. Tatsächlich ist sie für jede Art von Motivation entscheidend. Unabhängig davon, ob diese Motivation darauf abzielt, Sie zum Schreiben zu veranlassen, oder ob sie darauf abzielt, dass Ihr Leser liest, was Sie geschrieben haben.

Die Entwicklung eines wahren Verständnisses von Motivation erfordert eine komplexe Mischung aus Psychologie und Verhalten. Dieser Komplexität liegt die einfache Tatsache zugrunde, dass jeder Mensch anders ist und jeder anders reagiert. Motivation ist eine individuelle Erfahrung.

Ein grundlegendes Verständnis von Motivation lässt sich jedoch so zusammenfassen, dass man drei Verhaltensmodelle und eine Regel der Veränderung versteht:

1. Maslows Hierarchie der Bedürfnisse

2. Bedürfnisse und Wünsche

3. Das Konzept der Hot Buttons

4. Die Bedeutung der Wiederholung

Maslow stellte in den 1930er und 1940er Jahren die Hypothese auf, dass unsere Bedürfnisse nicht homogen seien. Seine Beobachtungen führten dazu, dass er eine Pyramide von fünf Bedürfnisebenen schuf, die von rein physischen bis hin zu rein spirituellen Bedürfnissen reichten. Seine Beobachtungen waren komplex. Ein halbes Jahrhundert von Managern hat jedoch zusammengefasst, was sie brauchten, um Motivation zu verstehen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine wirksame Motivation die Feststellung erfordert, welche Bedürfnisse befriedigt und welche unbefriedigt sind. Wenn man diese Ebenen kennt, ist es möglich, Belohnungen gezielt einzusetzen, um die Motivation zu maximieren.

Aber natürlich sind Menschen keine einfachen Geschöpfe. Bedürfnisse sind für die Motivation sehr wichtig. Aber Menschen haben auch Bedürfnisse. Wünsche können als ein Bedürfnis charakterisiert werden, das seiner Zeit voraus ist. Das ist jedoch etwas vereinfachend. Häufig werden Wünsche durch unser Bedürfnis nach glänzenden Dingen motiviert. Sie sind in der Regel nicht Ausdruck eines rationalen Verhaltens, sondern eher des Instinkts. Ein Thema, das Maslow nicht direkt behandelt hat und das er höchstwahrscheinlich als geschmacklos empfunden hätte.

Sowohl Maslows Hierarchie als auch das Konzept Bedürfnisse vs. Wünsche konzentrieren sich auf unsere Motivationen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Aber natürlich ist die Zeit nicht statisch. Und auch unsere Situation ist nicht statisch. Und am wichtigsten ist, dass auch unsere eigene Anerkennung jedes Einzelnen nicht statisch ist. Maslows Hierarchie und das Bedürfnis-gegen-Wollen-Konzept helfen uns zu erkennen, was uns motivieren könnte. Das Konzept der „Hot Buttons“ ermöglicht es uns, den Grad der Motivation zu bewerten und zu verstehen, dass das, was uns heute motivieren könnte, morgen vielleicht nicht mehr motiviert.

Unabhängig davon, wen Sie zu motivieren versuchen – sich selbst oder Ihre Zielleser – und unabhängig davon, was Sie dazu benutzen, um dies zu tun, gibt es eine konstante Wahrheit. Sie müssen die Motivation immer und immer wieder wiederholen. Es geht nicht darum, dass wir dumm sind und über den Kopf geschlagen werden müssen. Wenn das tatsächlich wahr ist, dann wird nicht der richtige Motivator eingesetzt.

Vielmehr sind wir vergesslich. Motivation existiert in einer Welle – es gibt Höhen und Tiefen. Wenn wir uns in einer Aufschwungphase befinden, brauchen wir keine Motivation und vergessen sie deshalb. Doch jedes Mal, wenn wir in eine Abwärtsphase eintreten, ohne dass die Motivation erneut eingesetzt wird, gehen wir das Risiko ein, unseren Weg zu verlieren.

Und ohne diese Wiederholung der Motivation werden wir aufhören zu schreiben. Glen Ford 

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