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Flucht und Sucht – Nyanabodhi

PowerSubliminals

…Die buddhistische Psychologie erkennt an, dass die Folgen der Sucht den Körper krank machen können, sieht aber ihre primären Wurzeln in der Funktionsweise des menschlichen Geistes. Sie beschäftigt sich damit, wie Gedanken, Erwartungen und Gefühle süchtiges Verhalten fördern oder aber es unwahrscheinlicher machen können. Das Verständnis von Sucht ist eingebettet in die buddhistische Sicht der Entstehung von menschlichem Leiden.

Die buddhistische Psychologie beschreibt in den Vier edlen Wahrheiten die Ursachen von Leid und den Weg zur Befreiung. Die erste edle Wahrheit besagt, dass Leben untrennbar mit Krankheit, Altern, Schmerz und Tod und somit mit Leiden verbunden ist. Süchtige Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu Substanzen und Verhalten „Zuflucht nehmen“, die das Leiden vordergründig und kurzfristig lindern, es langfristig aber vermehren…
– Bhante Nyanabodhi

Geboren und aufgewachsen im oberbayerischen Türkenfeld, lernte er 1985 Ayya Khema kennen. 1993 folgt die Ordination zum buddhistischen Mönch. Als Ayya Khema 1997 starb, ernannte sie ihn zu ihrem Nachfolger.

Für seinen Verdienst zur Verbreitung des Theravada-Buddhismus in Deutschland wurde Bhante Nyanabodhi mit dem Euler Preis ausgezeichnet.

Nyanabodhi ist spiritueller Leiter des Buddha-Haus und des ersten deutschen Waldklosters Metta Vihara, die er beide mit aufgebaut hat.

…Auf meiner Google+ Seite findet ihr auch buddhistische Texte, Zeitschriften, Bücher ( PDF ) zum Lesen, Downloaden und Teilen !
Wenn ihr nach etwas, zu einem bestimmten Thema sucht: einfach fragen ! Ich schaue, ob ich etwas dazu habe.

5 Kommentare

  1. Sucht erinnert
    auch an Suche was dies für mich recht gut umschreibt. Aber in fachlichen Jargon
    spricht man von Sucht als eine psychische Störung verbunden mit einem
    unbezwingbaren Verlangen nach dem Konsum einer bestimmten Substanz oder aber
    Erlebnis, sowie manchmal den Verlust der eigenen Kontrolle über das eigene
    Verhalten obwohl man Weiß, dass dieses für einen schädlich ist aber trotzdem wiederholt.

    Warum kommt es zur Sucht?

    Eine Frage die sich unmöglich schlüssig beantworten lässt
    aber zu mindestens umschrieben werden kann. In jedem Falle aber ist die Sucht
    Mittel zum Zweck um damit auf einfachere Art und Weise in den Genuss von
    positiven Gefühlen zu kommen, die ohne das Benutzen von beispielsweise einer
    bestimmten Substanz so nicht möglich gewesen wäre. Es ist also mehr oder minder
    das schnellere Erreichen eines bestimmten erwünschten Zustandes. Diese einfache
    Art durch Konsum ein schnelleres Ergebnis zu erhalten führt zu Wiederholungen,
    was unmerklich mit der Zeit zur Gewohnheit wird was ja die Vorstufe zur Sucht
    ist. Die Abhängigkeit sprich die Sucht entsteht aber meines Erachtens erst, wenn
    der Betroffene keinen anderen Weg mehr sieht um die gleichen Glücksgefühle wieder
    erleben zu können ohne aber das schädliche Verhalten oder aber die Droge zu
    benutzen.

    Was ist der Zweck der Sucht

    Wie ich vorher schon erwähnte, hat Sucht auch was mit Suche
    zu tun. Nämlich die Suche nach Vollständigkeit bzw. Ganzheitlichkeit um ein
    glückliches, sinnvolles und zufriedenes Leben führen zu können. Aus diversen
    Gründen kann aber der Betroffene nicht das erhalten was für ihn zu seiner
    Bedürfnisbefriedigung wichtig wäre. Möglicherweise hindern ihn alte
    Konditionierungen und nicht angemessenes Verhalten, oder aber diverse andere
    Umstände wie soziales Umfeld, die Umgebung in der er sich befindet usw. daran
    just einfach glücklich zu sein und sich wohl zu fühlen.

    Durch die Sucht erhält der Betroffene also in Form einer
    Ersatzbefriedigung nun das was er sich insgeheim wünscht aber mit seinen
    eigenen Mittel nicht erreichen kann. Was beispielsweise nun die Droge macht,
    ist ihn in Form eines Schein-Ersatzes ihm doch in Genuss seine Wünsche in Form
    einer Illusion zu verabreichen. Illusion deswegen, weil wohl nach dem Rausch ja
    wieder das Erwachen folgt und seine Probleme immer noch nicht gelöst sind.

    Das tückische an der Sucht aber ist, dass ab dem Moment in
    der die Sucht beginnt. sich viele andere Möglichkeiten für den Betroffenen
    verschliessen und er in einer Abwärtsspirale gefangen ist. Durch die
    Reduzierung seiner Möglichkeiten durch die Sucht wird das von ihm nicht gelebte
    in einer anderen Form doch wieder gelebt, aber eben nur als eine Illusion ohne
    grosse Entwicklungsmöglichkeiten, aber mit mehr und mehr Erkenntnisse verbunden.
    Vor allem die Erkenntnis, dass er irgendwann doch das nicht gewollte bzw.
    verschmähte Problem lösen muss um ganzheitlicher zu werden.

    So gesehen ist Sucht wohl sowas wie eine Auszeit, wenn auch der
    Süchtige, wenn er dann mal geheilt ist, all die anderen Möglichkeiten plötzlich
    sieht die er während seiner Suchtzeit verpasst hat zu leben.

    Ist nun Sucht die Wurzel allen Übels?

    Ja und nein. Einerseits war wohl die Sucht für den
    Betroffenen in einer bestimmten Lebensphase wohl noch die einzige Lösung um am
    Leben nicht zu zerbrechen, anderseits verpasste er so viel was durch die Sucht
    ihm verwehrt blieb.

    Meines Erachtens ist Sucht immer das Ergebnis vom Abweichen
    des idealen Pfades der sicher schneller zur Erfüllung der Träume geführt hätte.
    Aber so ist es nun mal. Wir Menschen wollen immer den ‘egoistischen’ maximalen
    Profit aus allen ziehen, ohne aber zu verstehen, dass wir nicht alles haben
    können, sehr wohl aber ein Teil des All einen sind und unsere Rollen im Leben
    in Respekt gegenüber allen Lebenden achtsam leben sollten. Dann und nur dann
    braucht es auch keine Sucht bzw. Suche mehr, denn, wenn wir im Einklang mit dem
    All einen leben, stellt sich auch nicht mehr die Frage, bin ich glücklich oder
    nicht, sondern es hat niemals was Anderes gegeben als eben Glücklich sein ein
    Leben lang.

    1. Ist das zwanghafte Rauchen von Zigaretten mit einer Sucht gleichzusetzen? Wenn ja, dann habe ich mehr als 4 Jahrzehnte lang unter dieser Sucht gelitten. Wie kam es dazu? Als Rekrut (ich bin schon sehr alt) erhielten wir mit unserer täglichen Essensration auch eine Schachtel Zigaretten? Was sollte ich damit anfangen? Ich begann, die Zigaretten zu rauchen, obwohl ich dabei anfangs garkeinen Genuss verspürte. Das kam dann mit der Zeit und mit der Gewohnheit. Später dann heiratete ich. Meine Lebensgefährtin war von Beruf Koloratursängerin aber als solche weder bekannt noch berühmt bis sie einen Manager fand, der sie gross lanzieren wollte. Die Grossstadt, in der wir lebten, war eines Tages voll mit riesenhaften öffentlichen Plakaten mit ihrem Foto und den Daten eines Konzertes in einem der grössten Konzertsaäle der Stadt , bei dem sie mitwirken würde. Allerdings hätte sie zuvor durch das Bett des Managers gehen müssen. Das lehnte sie ab. Am Tag darauf waren sämtliche Plakate verschwunden und das Konzert wurde abgesagt. Meine Partnerin beschloss in der Folge, ihre Stimme absichtlich zu ruinieren und begann zu diesem Zweck Zigaretten zu rauchen. Wir rauchten also mehr als 40 Jahre lang schliesslich jeder von uns beiden täglich 40 Zigaretten obwohl wir beide spürten, dass dies gesundheitliche Schäden zur Folge haben würde. Wir waren derart abhängig von den Zigaretten geworden waren, dass wir in einer Nacht einmal 100 km mit dem Auto fuhren , um Zigaretten zu besorgen, da wir ohne Proviant geblieben waren. Schliesslich warnte uns sein befreundeter Arzt eindringlich vor den schädlichen Folgen des Rauchens und wir beschlossen, das Rauchen aufzugeben. Wir taten dies von einem Tag auf den anderen ohne jede Hilfsmittel oder ärztliche Assistenz und blieben dabei. Für meine Partnerin war es zu spät. Sie starb an einer Lungenkrankheit. Ich habe dass Rauchen ohne schädliche Folgen überlebt und bin nun uralt geworden. Irgendwelche psychischen Folgen habe ich nach dem Aufgeben des Rauchens nicht verspürt. Körperlich habe ich davon natürlich wesentlich profitiert.

      Passt diese Geschichte in das Schema von Spiritual-Apps?

  2. Drogen sind Medikamente . Wer nicht auf sich hört ,das allgemeine wissen darüber nicht kennt , lernt Drogen zu missbrauchen , da es einem eine innerer Ruhe oder Defizite ausgleicht, Alleinsein mit sich selbst einfach macht . Wer dann nicht mehr ohne auskommt ist anhängig , der Weg daraus ist , lerne dich kennen ,lerne dich selbst auszuhalten. Erkenne und du wirst mit der Arbeit an dir aus der Sucht aussteigen. Östliche Philosophie mit Meditieren wahr für viele Süchtige der Weg . Therapien vergessen das jeder Mensch anderst ist und er sich nur selber helfen kann unter Anleitung eines Budisten , das andere was in Therapien angeboten wird wie Sport Arbeiten und so weiter ist hilfreich und wichtig aber sinnlos ohne den Geist zu stärcken .

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