Die Kunst, in der Kunst erfolgreich zu sein

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Kun­st, in all ihren For­men, erfordert die dem Men­schen innewohnende Kreativ­ität: einen Kün­stler. Kun­st ist eine Anwen­dung von Fähigkeit­en, eine Übung des Geistes und vor allem eine Demon­stra­tion der Geduld, des Elans und der Aus­dauer, die mit der Man­i­fes­ta­tion eines flüchti­gen, ätherischen Ziels ver­bun­den sind. Man sagt: „Geh nicht auf die Kun­stschule. Du wirst nie erfol­gre­ich sein oder Geld mit Kun­st ver­di­enen!“ Doch schon die Prax­is, ein erfol­gre­ich­er Kün­stler zu sein, ist eine Kun­st für sich.

„Wenn du eine Stimme in dir hörst, die sagt: ‚Du kannst nicht malen‘, dann male auf jeden Fall, und diese Stimme wird verstummen.“Vincent Van Gogh

Wie jedes andere große Lebens- oder Finanzziel erfordert auch die Ver­fol­gung ein­er kün­st­lerischen Lauf­bahn Pla­nung, Hingabe und Opfer­bere­itschaft. Als Kün­stler sind wir natür­lich alle mit diesen Aspek­ten der Prax­is bestens ver­traut. Wie bringt man nun die Anforderun­gen des All­t­ags mit dem Ziel in Ein­klang, die Kun­st als Vol­lzeitbeschäf­ti­gung auszuüben und sich selb­st zu finanzieren?

Der Tagesjob ist befähi­gend, nicht erdrück­end

Zunächst muss man erken­nen, dass der Erfolg eines Kün­stlers nicht daran gemessen wer­den kann, ob er von sein­er Kun­st allein leben kann. Um als Kün­stler erfol­gre­ich zu sein, muss man sich von dem klas­sis­chen Bild des hungern­den Kün­stlers lösen: Er lebt auss­chließlich von Auf­tragsar­beit­en, verkauft seine Waren auf der Straße, lebt in Armut und kämpft, bis er den einen großen Verkauf oder die eine Anerken­nung erhält. Um seine Kun­st ehrlich und wahrhaftig ausüben zu kön­nen, müssen zunächst die Grundbedürfnisse befriedigt wer­den.

  Selbstverbesserung und Selbsthilfe - Der 3-Schritte-Prozess

Kun­st, die unter Zwang pro­duziert wird, wird niemals ihr volles Poten­zial oder das große Poten­zial der Kün­st­lerin oder des Kün­stlers selb­st wider­spiegeln. Große Kun­st wird von großen Kün­stlern geschaf­fen. Einen Zweitjob anzunehmen, um das Einkom­men, die Woh­nung, die Ernährung und das nötige Wohlbefind­en zu sich­ern, ist dur­chaus akzept­abel und oft notwendig, um eine qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Arbeit zu schaf­fen, die zu lebenslangem Erfolg führt, und ja, die Fähigkeit, allein von der Kun­st zu leben.

„Ein Mann ist erfol­gre­ich, wenn er mor­gens auf­ste­ht und abends ins Bett geht, und dazwis­chen tut er, was er tun will.“ Bob Dylan

Die Kun­stschule ist immer noch eine Option

Ein gängiges Sprich­wort in der Film­branche lautet: „Geh nicht auf die Film­schule, mach einen Film!“

Ent­ge­gen einem weit ver­bre­it­eten Gerücht ist ein Kun­st­studi­um keine Garantie für jahre­lange Arbeit­slosigkeit oder Kell­nern. Die meis­ten Absol­ven­ten von Kun­sthochschulen arbeit­en in den Bere­ichen, die sie studiert haben, z. B. in der Kun­sterziehung, bei gemein­nützi­gen Organ­i­sa­tio­nen, im Grafik- oder Filmde­sign und in anderen Bere­ichen. Darüber hin­aus bietet das uni­ver­sitäre Umfeld die Möglichkeit, soziale Kon­tak­te zu knüpfen und lebenslange Verbindun­gen zu knüpfen, die man ander­swo ein­fach nicht bekommt. Wenn man sich die Zeit nimmt, tra­di­tionelle Tech­niken zu studieren, kann man sich als Kün­stler, der sich selb­st ken­nt, weit­er­en­twick­eln.

Absol­ven­ten von Kun­sthochschulen haben außer­dem den Vorteil, dass sie Prak­ti­ka absolvieren kön­nen, die der bre­it­en Öffentlichkeit nor­maler­weise nicht offen ste­hen. So wird eine struk­turi­erte Aus­bil­dung mit einem Studi­um in der Prax­is ver­bun­den, was einen wirk­lich dynamis­chen Kün­stler aus­macht. Diese Prax­is ist nicht unähn­lich der von Absol­ven­ten ander­er Diszi­plinen, wie Medi­zin­ern, Buch­hal­tern, Wirtschaft­s­an­a­lytik­ern und Päd­a­gogen.

  Werden Sie wegen Ihres Erfolgs kritisiert?

„Ein Kunst­werk ist vor allem ein Aben­teuer des Geistes“. Eugene Ionesco

Der Erfolg als Kün­stler ist zumin­d­est ein Stück weit ein Maß für die eigene Per­spek­tive, und der „Tagesjob“ ent­pup­pt sich darüber hin­aus als eine Man­i­fes­ta­tion des wahren Traums des erfol­gre­ichen Kün­stlers. Danielle Dayries

Es bleibt einem jeden immer noch so viel Kraft, das auszuführen, wovon er überzeugt ist.

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