Das Geheimnis universeller Gesundheit – Yoga – Pfad der Meisterschaft

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Die acht Stufen des Yogas

Wir müssen im allgemeinen acht Stufen des Yogas unterscheiden. Die erste wird “Yama” genannt. Sie besitzt vor allem moralische Qualitäten und dient der Läuterung und der Wahrhaftigkeit. So ist es verboten, Gewalt anzuwenden, zu lügen, zu stehlen, sexuell ausschweifend zu leben, körperlich und geistig “unrein” zu sein usw.

Die zweite Stufe “Niyama” bestimmt die Regeln und Gebote zur inneren und äußeren Reinigung des Yogi.

In der dritten Stufe werden die “Asanas” gelehrt. Das sind bestimmte Körperhaltungen, durch die der Yogi zur vollkommenen Beherrschung seines Körpers gelangt.

Die vierte Stufe, das “Pranayama”, lehrt die Beherrschung der Atmung. Durch bestimmte Atemtechniken soll der Yogi Einfluss auf sein inneres Leben gewinnen und Herr über seine Lebensströme werden.

Die fünfte Stufe “Pratyahara” vermittelt die Beherrschung aller Sinne und Vorstellungen durch ein Zurückziehen “in sich selbst”.

In der sechsten Stufe “Dharana” konzentriert der Yogi sein Denken auf einen Punkt, während er in der siebten Stufe “Dhyana” über die von seinem Guru vermittelten Lehren meditiert.

In der achten Stufe “Samadhi” erfolgt schließlich die tiefste Versenkung und Vereinigung mit dem Göttlichen.

Nach der Lehre, die auch der Hatha-Yogi bei seinen Übungen benutzt, besitzt der menschliche Körper eine bestimmte Anzahl von nadi (wörtlich: Kanäle, Gefäße, Adern – Venen und Arterien -, aber auch Nerven) und cakras (auch chakra; wörtlich: Kreise, Scheiben, im übertragenen Sinne “Zentren”).

Die Lebensenergie (prana) in Form des “Atems” zirkuliert durch die nadi, während die kosmische und göttliche Energie in den cakras verborgen ist. Die Angaben über die Zahl der nadi schwanken zwischen 80.000 und 300.000.

Beim Nichtinitiierten sind die nadi “unrein” geworden und verstopft. Sie müssen durch bestimmte Körperhaltungen und -Stellungen (asana und mudra), durch eine Veränderung der Atemtechnik (pranayama) und ähnliche Prozeduren “gereinigt” werden.

Nach der Hindu-Tradition gibt es sieben wichtige cakras (Kreise oder Zentren), die man mit sechs Plexus (netzartigen Geflechten als Vereinigung von Gefäßen und Nerven) und der satura frontalis (der Naht zwischen den Stirnschädelknochen) in Verbindung bringt:

  1. A) Das muladhara-cakra
    B) Das svadhisthana-cakra
    C) Das manipura-cakra
    D) Das anahata-cakra
    E) Das visuddha-cakra
    F) Das ajna-cakra
    G) Das sahasrara-cakra

Psychische Zentren (Cakras)

SAHASRARA-PADMA
Scheitel-Zentrum

Keimsilbe: «OM»

Im tibetischen System als ein Zentrum (hdab-ston) aufgefasst.

AJNA-CAKRA Stirn-Zentrum (zwischen den Augenbrauen)
Keimsilbe: halbes oder kurzes «A»

VISUDDHA-CAKRA Hals-Zentrum Element: «Äther». Als Träger des Lautes (sabda) Keimsilbe: «HAM» Farbe: Weiß Form: Kreis

ANÄHATA-CAKRA Herz-Zentrum Element: «Luft» (Bewegung) Keimsilbe :«YAM» Farbe:Grau-Blau Form: Hexagramm

Physiologische Entsprechungen

GEHIRN (Zirbeldrüse) Willkürliches Nervensystem

Zerebrospinales Nervensystem

MEDULLA OBLONGATA Unwillkürliches Nervensystem

PLEXUS
CERVICUS
Atmungs-System

PLEXUS
CARDIACUS
Gefäß-System

Psychische Zentren (Cakras)

MANIPURA-CAKRA Nabel-Zentrum Element: «Feuer» Keimsilbe: «RAM» Farbe: Rot Form: Dreieck

SVÄDHISTÄNA-CAKRA
Unterleibs-Zentrum (4Fingerbreit unterhalb des Nabels) Element: «Wasser» Keimsilbe: «VAM» Farbe: Weiß Form: Mondsichel

Im tibetischen System zusammengefaßt als «Sang-nä» (gsan-gnas).

MÜLÄDHÄRA-CAKRA
Wurzel-Zentrum (im Perineum, dessen latente Urkraft durch die um den Ungarn gewundene Schlange «Kundalint» im Zentrum des Dreiecks (yoni) dargestellt wird. Element: «Erde» Keimsilbe: «LAM» Farbe:Gelb Form: Quadrat

Physiologische Entsprechungen

PLEXUS EPIGASTRICUS (Solarplexus) Ernährungs-System

PLEXUS HYPO-GASTRICUS Innere Organe der Ausscheidung und der Fortpflanzung

Fortpflanzungs-System

PLEXUS PELVIS (Sacralplexus) der die äußeren Fortpflanzungsorgane beherrscht (dargestellt durch «Lingam», das männliche, und «YonT», das weibliche Symbol schöpferischer Kraft (der «Libido» vergleichbar).

  1. A) Das muladhara-cakra
    Das muladhara-cakra (mula = Wurzel) liegt an der Basis der Wirbelsäule zwischen der Afteröffnung und den Geschlechtsorganen. Es entspricht etwa dem sacro-coccygialen Plexus. Zusammenhänge bestehen mit der Kohäsionskraft der Materie, mit der Trägheit usw.

Es repräsentiert daher das Element Erde. Der Yogi, der sich auf dieses cakra konzentriert und darüber meditiert, erlangt die vollkommene Erkenntnis der kundalini und damit die Mittel, diese zu erwecken.

Ist sie erwacht, empfängt er die Kraft, sich vom Boden zu erheben und den Atem, das Bewußtsein und den Samenerguß zu beherrschen. Seine Sünden werden ausgelöscht. Er kennt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und erfreut sich der natürlichen Glückseligkeit.

  1. B) Das svadhisthana-cakra
    Das svadhisthana-cakra (auch medhradhara-cakra, mehara = Penis) liegt an der Basis des männlichen Zeugungsorganes (Sacralplexus). Es bestehen Beziehungen zum Element Wasser (daher auch jalamandala), zu weißer Farbe, zu der Atmung, zum Geruchssinn, zu der Hand usw.

Der Yogi dieses cakra hat keine Furcht vor dem Wasser und beherrscht dieses Element vollkommen. Er erwirbt verschiedene psychische Kräfte. Begierde, Zorn, Gier, Stolz und andere “Unreinheiten” sind ausgelöscht. Der Yogi wird zum Sieger über den Tod.

  1. C) Das manipura-cakra
    Das manipura-cakra (mani = Juwel, pura = Fülle) oder auch nabhisthana-cakra (nabhi = Nabel) liegt in der Lendengegend in der Höhe des Nabels (epigastrischer Plexus). Es steht mit dem Element Feuer, der Sonne, dem rajas (Menstrualblut), der Atmung samana usw. in Verbindung. Wer sich auf dieses cakra konzentriert, erlangt die höchste psychische Kraft, er ist von allen Krankheiten befreit und kennt keine Furcht vor Feuer.
  2. D) Das anahata-cakra
    Das anahata-cakra (anahata = ein “mystischer Ton”, den man hervorbringt, ohne daß sich zwei Gegenstände berühren) liegt in der Herzgegend und entspricht dem Plexus cardiacus. Dieses cakra steht in Verbindung mit dem Element Luft, dem Tastsinn, dem Phallus, der Bewegungskraft, dem Blutsystem usw. Wer über dieses cakra meditiert, beherrscht in vollkommenerweise die Luft. Er vermag durch die Luft zu schweben (Levitation) und in den Körper anderer einzudringen (Bewußtseinsspaltung). Kosmische Liebe und andere göttliche Eigenschaften werden ihm zuteil.
  3. E) Das visuddha-cakra
    Das visuddha-cakra (visuddha = Reinheit) liegt in der Halsgegend (Laryngeal- und Pharyngealplexus) an der Verbindung des Rückgrats mit dem verlängerten Mark. Es ist der Sitz des Atmens. Wer über dieses cakra meditiert, wird selbst beim Untergang des Kosmos nicht vergehen, denn er erlangt die höchste und vollkommenste Erkenntnis der vier Veden. Er wird zu einem “Trikala Jnani”, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt.
  4. F) Das ajna-cakra
    Das ajna-cakra (ajna = Anweisung, Befehl) liegt zwischen den Augenbrauen (kavernöser Plexus). Es ist der Sitz der Erkenntniskräfte und der Sinne in ihrer “Feingestalt”. Wer sich auf dieses cakra konzentriert, zerstört alles Karma aus vergangenen Leben.
  5. G) Das sahasrara-cakra
    Das sahasrara-cakra (sahasra = tausend) liegt an der obersten Stelle des Kopfes. Im physischen Körper entspricht es dem Gehirn. Es ist die Behausung des Gottes Shiva und besitzt tausend nadi. Es ist der Ort der endlichen Vereinigung von Shiva und Shakti, der Ort der Seligkeit, des Ziels des tantrischen sadhana. Hier mündet die kundalini, nachdem sie die sechs unteren cakras durchquert hat. Ist die kundalini mit dem Shiva im sahasrara-cakra vereint, erfährt der Yogi höchste Glückseligkeit, unendliches Bewußtsein und höchste Erkenntnis. Er wird ein vollkommener Jnani.

Dieses siebte cakra wird nicht mehr zur Ebene des Körpers gerechnet, sondern schon als transzendente Ebene bezeichnet. Hieraus erklärt sich die allgemeine Doktrin der “sechs cakra”. Die Keimsilbe dieses cakra ist “OM”.

Durch sein Vordringen als Mikrokosmos zum Zentrum stellt der Yogi die kosmischen Beziehungen zum Makrokosmos wieder her (Kosmosierung), und es erfolgt die “Transzendierung” dieses geschaffenen Kosmos durch seine Zerstörung, d.h. durch die Vereinigung der Gegensätze (Sonne-Mond usw.).

Wenden wir uns nun dem praktischen Teil dieser Programmeinheit zu. Wie wir schon sagten, sollen die Übungen eine Wiederholung zur Vervollkommnung darstellen.

Im Gegensatz zu den “Erleuchteten” der alten Zeit stehen uns seitens der modernen Technik hervorragende Hilfsmittel zur Verfügung. So arbeiten wir in dieser Übungsstufe mit CD oder mit MP3.

Der nachfolgende Text ist abgestimmt auf ein ausgewähltes und erprobtes Verfahren. Die gewählte Methode macht die Übung angenehmer und erfreulicher, sie stimuliert den Übenden, aktiviert sein Interesse und ruft in ihm eine insgesamt günstigere Einstellung hervor.

Nehmen Sie den Text auf ein Band auf. Führen Sie die Übung täglich abends, möglichst aber morgens und abends durch.

Die Übung ist von geringer Dauer, so dass es ein leichtes ist, die dafür nötige Zeit zu erübrigen.

Sollten Sie dennoch einmal keine Zeit haben, denken Sie daran: Man hat immer nur die Zeit, die man sich nimmt!

Weiterhin können Sie sich praktisch in Yoga üben. Wir haben zwei bekannte Asanas gewählt:
Körper-Übung Sarvangasana (Kerze) Körper-Übung  Siddhasana (Perfekter Sitz)

CD oder MP3text – Meditation «OM»

Sie haben Ihren Übungsraum aufgesucht. Es ist ein Raum mit gedämpftem Licht. Sie sind vor störenden äußeren Sinnesreizen geschützt. Sie haben für absolute Ruhe gesorgt.

Nehmen Sie nun die für Sie bequemste Stellung ein. Die liegende Stellung erleichtert es, sich tief zu entspannen und die Gedanken zu beruhigen, die sitzende Stellung hingegen beugt dem Einschlafen vor. Meine Stimme wird Sie führen und Ihnen helfen, sich in den gewünschten Geisteszustand zu versetzen.

Ihre Gedanken werden sich beruhigen, indem Sie auf meine Stimme hören, und sie wird Ihnen helfen, sich nach innen zu wenden und alle von außen kommenden störenden Reize auszuschalten. Überlassen Sie sich vertrauensvoll meiner Stimme, und genießen Sie das Gefühl, von jeglicher Verantwortung befreit zu sein.

Alles was geschieht, nehmen Sie bewusst wahr. Sie üben die Kontrolle über sich aus. Sie können sich von allem, was geschieht, zurückziehen, wenn Sie es möchten.

Gut.

Blicken Sie zur Decke, oder wenn Sie sitzen, geradeaus zur Wand. Ich werde von eins bis sieben zählen. Bei sieben werden Ihnen die Augen zufallen.

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben . . . Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben . . . Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. .

Atmen Sie weiter tief und rhythmisch, und lauschen Sie meiner Stimme . . .

Wenn ich künftig das Wort “Gelöscht” ausspreche, werden alle Suggestionen, die ich Ihnen während der Übung gegeben habe, gelöscht und nichtig sein. …

Bei dem Wort “Gelöscht” werden alle in dieser Übung gegebenen Suggestionen gelöscht sein und keine Macht mehr über Sie haben . . .

Wenden Sie nun Ihre Aufmerksamkeit neben meiner Stimme auch Ihrem Körper zu . . .

Beobachten Sie, wie es in Ihnen atmet, wie Sie förmlich geatmet werden …

Ihr Mund ist geschlossen. Sie atmen durch die Nase . . .

Atmen Sie tief aus!

Atmen Sie tief ein!

Stellen Sie sich dabei vor: Ruhe und Frieden kehren ein!. . . Atmen Sie tief aus! Mit der Vorstellung: Alle Hektik und jeder Streß zieht aus!

Atmen Sie tief ein: Gesundheit strömt in mich ein! . . .

Atmen Sie aus: Alles Krankhafte . . .

Einatmen: Erfolg! . . .

Aus-at-men: Alle Schwächen! . . .

Ein-at-men: Selbstvertrauen! . . .

Ausatmen: Aller Neid und Hass! . . .

Ein-at-men: Ruhe und Frieden! . . .

Aus-at-men: Alles Negative! . . .

Ein-at-men: Gelassenheit und Ruhe!

Sie werden sich nun noch tiefer entspannen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit neben meiner Stimme noch auf Ihren Körper
. . .

Gut. . .

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit jetzt auf Ihre Hände.

Schließen Sie beide Hände zu Fäusten, und spannen Sie jeden Muskel Ihrer Finger an, so fest Sie können, ganz fest, machen Sie Fäuste, und spannen Sie Ihre Muskeln an … und jetzt lösen Sie die Spannung wieder, alle Spannung weicht. . .

Wiederholen Sie es nochmals mit beiden Händen. Spannen Sie die Muskeln an … machen Sie Fäuste, fester, fester

. . . und lassen Sie locker, seien Sie vollkommen locker und entspannt. . .

Gut. . .

Jetzt werden wir mit Ihren Armen üben. Spannen Sie alle Muskeln in beiden Armen an. Spannen Sie sie mit ganzer Kraft an, in beiden Armen . . . und dann lassen Sie locker, lösen jede Spannung . . .

Noch einmal, spannen Sie die Muskeln in beiden Armen an, fester. . . und lockerlassen, ganz entspannen . ..

Gut. . .

Als nächstes machen wir die gleiche Übung mit den Beinen. Spannen Sie erst die Zehen an, wieder mit aller Kraft, die Sie aufbringen können . . .

Und lassen Sie locker. . .

Noch einmal, spannen Sie Ihre Zehen an … fester. . . und lösen Sie die Spannung . . .

Nun beziehen Sie alle Muskeln in Ihren Beinen mit ein.

Spannen Sie alle Muskeln in Ihrem rechten Bein an, die Zehen, alle Muskeln Ihrer Schenkel, auch Ihrer Hüften . . . und lassen Sie locker. . .

Genauso mit Ihrem linken Bein, Ihre Zehen, alle Muskeln unterhalb des Knies . . . und auch die Muskeln über dem Knie, das ganze Bein … anspannen . . . und lockerlassen . . .

Gut. . .

Noch einmal mit beiden Beinen gleichzeitig . . . anspannen . . . fester, noch fester. . . und loslassen, ganz entspannen . ..

Gut…

Spannen Sie nun die Muskeln in Ihrem Hals an … anspannen . . . und loslassen . ..

noch einmal anspannen . . .

noch fester. . .

und lockerlassen . . .

Gut. . .

Nun alle Muskeln Ihres Rückens dazu . . .

Spannen Sie an …

Hals, Schultern, Rücken . . .

fester. . .

Spannung halten . . .

fester. . .

und lockerlassen . . .

Noch einmal: Spannen Sie Ihren Hals, Ihre Schultern, Ihren Rücken an …

fester. . .

noch fester. . .

Spannung halten . . .

und lockerlassen . .

Gut…

Spannen Sie nun Ihr Gesicht an …

die Stirn, die Nase, die Augen, den Mund, das ganze Gesicht…

Spannung halten . . .

fester. . .

und loslassen . . .

Noch einmal: Spannen Sie Ihr gesamtes Gesicht an, Stirn, Nase, Augen, Mund . . .

fester. . .

noch fester. . .

und loslassen . . .

Gut. . .

Und jetzt, während Sie kurz ausruhen, hören Sie sich die Anweisungen zu dem an, was wir als nächstes tun werden.

Wir werden diese Übung des Anspannens aller Muskeln noch zweimal machen, und Sie müssen wirklich versuchen, Ihre ganze Kraft aufzubieten. Wir werden den ganzen Körper anspannen. Wenn Sie die Spannung zum letzten Mal lösen, nach dem zweiten Mal, werden Sie plötzlich Ihren müden Körper vergessen, Ihre müden Muskeln.

Und Sie werden Ihre Aufmerksamkeit nur auf meine Stimme und nichts sonst richten. Sie werden dann nur meiner Stimme lauschen. Gut.

Also, wir werden jetzt alle Muskeln erneut anspannen. Erst Ihre Finger, Ihre Zehen . . .

anspannen . . .

Arme, Beine, Hals, Rücken, Gesicht, Rumpf. . .

den ganzen Körper. . .

anspannen . . .

anspannen mit aller Kraft. . .

Spannung halten . . .

und lockerlassen . . .

Gut. . .

Noch einmal. . .

Finger, Zehen, Arme, Beine, Hals, Rücken, Gesicht, Rumpf. . . den ganzen Körper anspannen . . .

fester. . .

noch einmal ganz fest. . .

Gut. . .

und ganz loslassen, ganz entspannen . . .

Und jetzt lauschen Sie nur meiner Stimme . . .

Ihre ganze Aufmerksamkeit ist nur auf meine Stimme gerichtet…

Es ist ein angenehmes Gefühl, der Geist ist ruhig und voller Frieden . . .

ruhig und voller Frieden . . .

Sie nähern sich dem Zustand, der Ihnen auf viele, viele Arten gut tun wird …

Ihr Geist wird ruhig und voller Frieden sein . . .

Ihre Gedanken stehen still. . .

Alles um Sie verschwindet…

im gesamten Weltall gibt es nur den leeren Raum, den Ihr Körper einnimmt. . .

und meine Stimme . . .

den leeren, isolierten Raum . . .

Ihre Gedanken stehen still…
Sie verlagern nun Ihre Aufmerksamkeit in Ihr Gehirn . . .

Wir werden eine Übung durchführen, bei der Sie ein höheres Bewusstsein erlangen …

es wird ein schönes und angenehmes Gefühl sein . . .

Sie werden die Welt mit neuen Augen sehen . . .

Ihre Aufmerksamkeit ist Ihrem Gehirn und meiner Stimme gewidmet. . .

Sprechen Sie mit mir laut mit: OM (sprich: AUM). . .

ganz langsam und ganz bewusst. . .

AAAAUUUUMMMM . .

AAAAUUUUMMMM . . .

AAAAUUUUMMMM . . .

jeder einzelne Buchstabe schwingt ganz deutlich . . .

jeder einzelne Buchstabe schwingt deutlich für sich . . .

Und immer wieder, bei jedem Ausatmen . . .

AAAAUUUUMMMM . . .

AAAAUUUUMMMM . . .

AAAAUUUUMMMM …

Ich werde nun für einige Zeit zu sprechen aufhören, und Sie werden die Übung allein durchführen … bei jedem Ausatmen:

AAAAUUUUMMMM . . .

Sie öffnen sich ganz dem neuen Bewusstsein . . .

  1. 15 Sek. Leere

AAAAUUUUMMMM AAAAUUUUMMMM AAAAUUUUMMMM

  1. 60 Sek. Leere

AAAAUUUUMMMM AAAAUUUUMMMM AAAAUUUUMMMM

  1. 120 Sek. Leere

. . . AAAAUUUUMMMM …

Sie fühlen sich großartig …

Es ist einfach phantastisch …

Beenden Sie nun diese Meditationsübung, indem Sie mit mir langsam von fünf bis eins rückwärts zählen. Bei eins öffnen Sie die Augen und gehen wieder Ihrer normalen Arbeit nach.

Sie werden sich erholt und frisch fühlen . . .

fünf. . .

vier. . .

drei. . .

zwei. . .

Gelöscht. . .

eins .. .

Wenn Sie sich gut fühlen, stehen Sie auf und gehen wieder Ihrer normalen Arbeit nach…

Sie fühlen sich erholt und frisch…

ÜBUNG – Geistige Heilung

Versetzen Sie sich in eine ruhige Situation. Beruhigen Sie Ihre Gedanken. Stellen Sie sich nun vor, wie sich durch die Kraft Ihrer Gedanken alle Zellen neu ordnen. Die Zellen des kranken Körperteils fügen sich – auf vollkommene Art und Weise (diesen grundlegenden Satz immer verwenden, um die richtige Ausrichtung zu gewährleisten) – neu zu einem vollkommen harmonischen und gesunden Körperteil oder Organ zusammen.

Denken Sie dabei nicht an die Krankheit, sondern stellen Sie sich geistig vor, wie Sie das gesunde Körperteil oder Organ bewundern. Sie bedanken sich bereits im voraus bei der umfassenden schöpferischen Kraft des Kosmos (oder wenn Sie wollen: Gottes).

ÜBUNG – SARVANGASANA (Kerze) Achtung:

Wenn Sie an zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck leiden, sollten Sie diese Übung nicht machen bzw. zuvor mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.

Die Übersetzung des Sanskrit-Wortes “saryang” lautet “alle Teile” und bedeutet, dass die Kerze oder “sarvangasana” die beste aller Übungen ist, weil der gesamte Körper angeregt und entspannt wird.

Vorteile der Übung:
Wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus.
Sorgt für eine gute Durchblutung des Gehirns, der Wirbelsäule und der Beckengegend, die durch unsere aufrechte Haltung normalerweise nur unzureichend mit sauerstoffhaltigem Blut versorgt wird (der Evolution zufolge ging der Mensch ja einmal auf allen vieren – das Blut konnte sich leichter verteilen).

Wirkt, dadurch dass das Kinn gegen die Schilddrüse gedrückt wird, gewichtsreduzierend. Wirkt kräftigend und ausgleichend auf das zentrale Nervensystem (Stress und Schlaflosigkeit werden abgebaut). Regt die Funktion der Hormondrüsen an.

Lindert durch die gesteigerte Durchblutung der Brust und der Nackengegend Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Bronchitis, Rachenbeschwerden und Asthma.

Durch die umgekehrte Stellung befreit sie die Bauchorgane von dem wechselseitigen Druck, fördert dadurch die Verdauung, befreit den Körper von Giftstoffen und vermittelt neue Energie und Vitalität. Hilft bei Harn- und Menstruationsbeschwerden sowie bei Hämorrhoiden.

Mildert Krampfadern und müde Beine.

Belebt Menschen, die lethargisch oder anämisch (blutarm) sind.

Entspannt den gesamten Körper.

Verjüngt die Geschlechtsdrüsen und -organe.

Streckt die Wirbelsäule.

Stärkt und festigt die Rücken-, Bein-, Nacken- und Bauchmuskulatur.

Ausführung:

  1. Legen Sie sich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden. Die Arme liegen mit den Handflächen nach unten nahe am Körper.
  2. Heben Sie unter Anspannung der Bauch- und Beinmuskulatur langsam die Beine, bis sie einen rechten Winkel zum Boden bilden.
  3. Stützen Sie sich dabei auf Ihre Fingerspitzen.
  4. Heben Sie Ihr Gesäß und den unteren Teil des Rückens hoch. Stützen Sie sich jetzt mit den Händen in der Taille ab, die Daumen zum Bauch hin. Die Ellbogen müssen dicht am Körper bleiben.
  5. Strecken Sie Ihre Beine kerzengerade aus, und ziehen Sie, soweit es Ihr Gleichgewicht erlaubt, das Gesäß ein.
  6. Sobald Sie Ihren Körper ausbalanciert haben, stützen Sie sich mit den Händen weiter oben, an den Rippen, ab und ziehen das Gesäß weiter ein.
  7. Strecken Sie Ihre Beine und Ihre Zehenspitzen ganz nach oben. Als Anfänger verharren Sie 10 bis 60 Sekunden in dieser Stellung. Steigern Sie die Übung allmählich bis auf 3 Minuten. Atmen Sie während dieser Zeit normal.

Haben Sie ein bisschen Geduld. Das Wichtigste ist, dass Sie überhaupt hochgekommen sind, auch wenn Ihre Körperhaltung dabei nicht kerzengerade war.

Und: Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Sie anfangs ein leichtes Schwindelgefühl verspüren. Das ist durchaus normal und rührt daher, daß sich die Adern plötzlich erweitern.

ÜBUNG -SIDDHASANA (Perfekter Sitz)

Vorteile der Übung:
Ist ideal für längeres Sitzen, z.B. bei der Meditation. Entspannt den Körper. Streckt und kräftigt die Beine und den unteren Teil des Rückens. Ist wohltuend für die Blase und die Harnwege.

Ausführung:

  1. Setzen Sie sich mit ausgestreckten, weit gespreizten Beinen auf den Boden.
  2. Bringen Sie Ihre rechte Fußsohle an den Schenkel Ihres linken Beines.
  3. Beugen Sie das linke Bein, umfassen Sie die Zehen mit beiden Händen fest, und legen Sie den linken Fuß ganz behutsam auf den rechten.
  4. Damit es Ihnen nicht unbequem wird: Plazieren Sie die Fußknöchel lieber nebeneinander. Wenn sie aufeinander liegen, tut es womöglich weh. Bringen Sie nun die Zehen des linken Fußes in die Spalte, die vom Oberschenkel und der Wade des rechten Beines gebildet wird.
  5. Halten Sie Ihren Rücken vollkommen gerade. Beide Knie sollten so nahe wie möglich am Boden bleiben.
  6. Verharren Sie so lange in dieser Stellung, bis es Ihnen unbequem wird.
  7. Wiederholen Sie die Übung mit dem anderen Bein.
    Wie bei fast allen Yoga-Stellungen dürfen Sie auch bei dieser keinerlei Gewalt anwenden. Erzwingen Sie nichts. Manche erreichen diese Sitzstellung auf Anhieb, andere brauchen dafür ein Jahr und länger.

Da die Kniemuskulatur zu Zerrungen neigt, wäre falscher Ehrgeiz schädlich. Geben Sie aber nicht auf, versuchen Sie es immer wieder, auch wenn Ihre Knie nach oben zeigen und nicht am Boden liegen bleiben.

Auf die Dauer gesehen ist dieser Sitz sehr bequem und vor allen Dingen gesund. Allein das Sitzen in dieser Stellung stellt schon eine eigenständige Übung dar.

 

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