Wissenswertes

Atem-Entspannung 09: Anleitung: Den Atem beobachten

Hörbuch Achtsamkeit im Beruf und in der Beziehung

In den Übungen zur Atementspannung lernen Sie, Ihren Atem in jedem Augenblick achtsam wahrzunehmen. Sie beobachten Ihren Atem, wie er kommt und geht, ohne ihn zu beeinflussen oder zu bewerten. Allein durch das Beobachten des Atems beruhigen sich Körper und Geist.

Einfache Techniken wie das Zählen der Atemzüge oder das Begleiten des Atems mit einem Wort unterstützen Sie dabei, aufmerksam bei Ihrem Atem zu bleiben. Mehr und mehr lernen Sie auf diese Weise, entspannter und bewusster zu werden und Stress und Belastungen gelassener zu begegnen…

Achtsamkeit ist eine Qualität des menschlichen Bewusstseins, eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Es handelt sich dabei um einen klaren Bewusstseinszustand, der es erlaubt, jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei zu registrieren und zuzulassen. Mit zunehmender Achtsamkeit reduzieren sich gewohnheitsmäßige automatische und unbewusste Reaktionen auf das gegenwärtige Erleben, was zu einem hohen Maß an situationsadäquatem, authentischem und selbstbewusstem Handeln führt.

Was bewirkt eine Achtsamkeitspraxis?
Wer achtsam lebt, stellt fest, dass sein Empfinden von Glück und Lebensfreude nicht von äußeren Bedingungen abhängig ist. Er entwickelt einen klaren, stabilen Geist, der es ihm erlaubt, auch in schwierigen Lebenszeiten und Situationen mit der Kraft seiner inneren Ressourcen verbunden zu sein. Im Einzelnen hat das verschiedene Auswirkungen:
– Ein klareres Verständnis bezüglich seiner selbst und hinsichtlich des eigenen Lebens…
– Zugang zu den eigenen inneren Ressourcen finden und selbstgesteckte Grenzen erweitern.
– Beruhigung und Stabilisierung des Geistes: Nicht mehr von Gedankenströmen „aufgefressen“ werden.
– Sich psychisch-emotionalen Belastungen, Stress-Situationen und widrigen Lebensumständen besser gewachsen fühlen.
– Mit sich selbst geduldiger sein und sich besser akzeptieren.
– Weniger ängstlich, seltener deprimiert sein.
– Impulskontrolle entwickeln: Nicht mehr so oft heftig aufbrausend sein.
– Negative Emotionen in sinnvolle Kanäle lenken.
– Selbstbestimmter und selbstbewusster handeln.
– Freundlich aber bestimmt Grenzen setzen.
– Mehr Gleichgewicht, Stabilität, Souveränität und Lebensfreude entwickeln und diese auch angesichts schwieriger Situationen oder Lebensumstände behalten.
Woher stammt die Achtsamkeitspraxis?
Die Achtsamkeitspraxis hat ihre Wurzeln in der zweieinhalbtausend Jahre alten ‚Satipatthana-Sutra‘ der buddhistischen Lehren. Der Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn erkannte den Wert der darin enthaltenen Meditationen für unser Leben im 21. Jahrhundert und entwickelte 1979 aus diesen Übungen ein medizinisches systematisches Programm zur Stressbewältigung, das unter dem Namen MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction = Stressbewältigung durch Achtsamkeit) bekannt ist. Inzwischen unterstützen weltweit immer mehr Menschen mittels dieser Achtsamkeitspraxis eine umfassende gesunde Lebensführung.
( Quelle: DFME, Deutsches Zentrum für Achtsamkeit )

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