Anselm Kiefer – Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

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Philosophie Büchersammlung

Kiefers Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und die ca. 30minütige Laudatio des Kunsthistorikers Werner Spies (Paulskirche Frankfurt, 2008) "Anselm Kiefer plädierte für eine offene Auseinandersetzung mit der schmerzhaften deutschen Vergangenheit. 'Eine sogenannte Stunde Null gab es in Wirklichkeit nicht', sagte er bei der Preisverleihung am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche. Sowohl nach dem Zweiten Weltkrieg als auch nach dem Mauerfall 1989 sei das, was geschehen sei, zugeschüttet, 'der leere Raum zugestopft' worden.
Der 63-jährige Kiefer ist der erste bildende Künstler, der die seit 1950 verliehene Auszeichnung erhält. 'Die Ruinen wurden schnell abgetragen, die gesprengten Bunker entsorgt', erklärte Kiefer. Das Zustopfen und Auslöschen habe sich nicht nur auf die Politik erstreckt, sondern auf viele Stellen im ganzen Land. 'Die Wunden wurden nicht verbunden, sondern schamhaft versteckt. Verborgen wurden nicht nur Gebäude, sondern alles, was die Nazis berührt hatten.' " (Der Spiegel)

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3 Kommentare

  1. In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wäre diese Verleihung eine gute Möglichkeit gewesen die Auseinandersetzung mit der Nazigeneration zu provozieren.
    Ich kann mich der Frage nicht erwehren, wann sich die anwesenden Herrschaften das letzte Mal ehrlich für einen Migranten interessiert haben.

  2. KRIEG = FRIEDEN ???
    Noch so’n Spruch
    Kieferbruch !!!

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